Neues Konsortium will Windantrieb in der Schifffahrt beschleunigen
Wichtige Erkenntnisse
- •Das dreijährige WINTEGRATE-Projekt wird von Kongsberg Maritime geleitet und hat Fördermittel von bis zu 68 Millionen NOK (7,3 Millionen US-Dollar) aus Norwegens Green-Platform-Programm erhalten.
- •Die Windantriebsunternehmen Norsepower und Bound4blue sind Partner; die Tests werden auf Schiffen von Odfjell SE und Seatrans durchgeführt.
- •Das Projekt untersucht, wie Rotorsegel und Saugflügel mit dem Antrieb, dem Energiemanagement sowie den Routing- und Kontrollsystemen eines Schiffes integriert werden können, um Kraftstoffeinsparungen zu verbessern und Emissionen zu senken.
- •Die Initiative erfolgt angesichts regulatorischen Drucks in der Schifffahrt, einschließlich des Netto-Null-Emissionsziels der IMO für den internationalen Schiffsverkehr bis etwa 2050 und der Einbindung der Schifffahrtsemissionen in das Emissionshandelssystem der EU ab 2024.
- •Norsepowers Rotorsegel und Bound4blues Saugflügel sind bereits auf Handelsschiffen installiert, darunter Tanker, Massengutfrachter und RoRo-Schiffe.

Eine Gruppe norwegischer Schifffahrtsunternehmen und Forschungsorganisationen hat ein neues Projekt gestartet, das die Einführung des Windantriebs auf Handelsschiffen beschleunigen soll.
Das dreijährige WINTEGRATE-Projekt unter der Leitung von Kongsberg Maritime, an dem auch die Windantriebsunternehmen Norsepower und Bound4blue beteiligt sind, hat nach Angaben von Kongsberg Maritime in einer Pressemitteilung vom Mittwoch Fördermittel von bis zu 68 Millionen NOK (7,3 Millionen US-Dollar) aus Norwegens Green-Platform-Programm erhalten.
Das Projekt wird untersuchen, wie Systeme wie Rotorsegel und Saugflügel mit dem Antrieb, dem Energiemanagement, der Routing- und Kontrollsysteme eines Schiffes integriert werden können. Die Tests werden auf Schiffen durchgeführt, die von Odfjell SE und Seatrans betrieben werden.
Zum Konsortium gehören außerdem DNV, SINTEF Ocean, SINTEF Digital, StormGeo, OsloMet, Corvus, OMS und DIGICAT.
Die Partner erwarten, dass eine bessere Integration von Windsystemen mit Bord- und Wetter-Routing-Technologien die Kraftstoffeinsparungen verbessert und die Emissionen senkt. Das Vorhaben erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Schifffahrt unter zunehmendem regulatorischem Druck steht: Die IMO hat sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen des internationalen Schiffsverkehrs bis etwa 2050 auf Netto-Null zu reduzieren, mit Zwischenzielen für 2030 und 2040, und die EU hat die Schifffahrtsemissionen ab 2024 in ihr Emissionshandelssystem einbezogen. Der windunterstützte Antrieb gehört zu den Technologien, mit denen Reedereien den Kraftstoffverbrauch senken können, ohne auf die großtechnische Marktreife alternativer Kraftstoffe warten zu müssen.
Several Reedereien setzen bereits Windantriebssysteme ein, um den Treibstoffverbrauch und die Emissionen ihrer Schiffe zu senken. Windunterstützte Antriebssysteme nutzen Windkraft, um Vortrieb zu erzeugen, wodurch die Abhängigkeit vom Motor verringert und folglich der Treibstoffverbrauch eines Schiffes gesenkt wird. Norsepowers Rotorsegel, die auf dem Magnus-Effekt basieren, und Bound4blues Saugflügel sind bereits auf einer Reihe von Handelsschiffen installiert, darunter Tanker, Massengutfrachter und RoRo-Schiffe.
Quelle: Ship & Bunker