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Weizen, Sojabohnen und Mais verbuchen weitere Gewinne und beenden eine bullische Woche

Autor: Brownfield Ag News·

Wichtige Erkenntnisse

  • Weizen, Sojabohnen und Mais verzeichneten im Freitaghandel weitere Gewinne und beendeten eine deutlich bullische Woche für die Getreide- und Ölsaatenmärkte.
  • Unbekannte Bestimmungsorte kauften 226.000 Tonnen und China 182.000 Tonnen US-Sojabohnen der Ernte 2026/27 vor Marktbeginn und setzten damit die starke globale Nachfrage fort.
  • Sinograin will Berichten zufolge nächste Woche 68.000 Tonnen zuvor gekaufter Sojabohnen versteigern – das kleinste Angebot der aktuellen Serie, was allgemein als stützend für die Importnachfrage gilt.
  • Der monatliche USDA-Bericht zu Angebot und Nachfrage erscheint am 11. September; angesichts solider Nachfrage und Wetterrisiken erwarten Händler mindestens eine gewisse Senkung der Maiserträge.
  • Weizen erhielt Unterstützung durch Exportstörungen im Schwarzen Meer infolge des Krieges in der Ukraine sowie durch Dürre in Teilen der US-Prärien, die die Anbaufläche von Hartem Rotem Winterweizen begrenzen könnte.
Weizen, Sojabohnen und Mais verbuchen weitere Gewinne und beenden eine bullische Woche

Von John Perkins, Brownfield Ag News — 28. August 2026

Die Getreide- und Ölsaatenmärkte beendeten die Woche auf deutlich bullischem Kurs, wobei Weizen, Sojabohnen und Mais im Freitaghandel weitere Gewinne verzeichneten. Die Rallye fällt auf einen Wendepunkt im Vermarktungskalender: Das Marketingjahr 2026/27 für Mais und Sojabohnen beginnt am 1. September, und der monatliche USDA-Bericht zu Angebot und Nachfrage vom 11. September wird den Händlern kurz vor der Ernte die aktuelle behördliche Einschätzung der Erntegröße liefern.

Sojabohnen

Sojabohnen stiegen auf Fonds- und technische Käufe und rundeten damit einen soliden Wochenanstieg ab. Vor Marktbeginn kauften unbekannte Bestimmungsorte 226.000 Tonnen US-Sojabohnen der Ernte 2026/27, und China erwarb 182.000 Tonnen – eine Fortsetzung der starken globalen Sojanachfrage zum Auftakt des neuen Marketingjahres.

Der chinesische Getreidelagerhalter Sinograin will Berichten zufolge nächste Woche 68.000 Tonnen zuvor gekaufter Bohnen versteigern – das kleinste Angebot in der aktuellen Verkaufsserie. Die Größe dieser staatlichen Reserveauktionen wird als Indikator dafür beobachtet, wie viel interne Versorgung China freigeben will; kleinere Angebote gelten allgemein als stützend für die Importnachfrage.

Weiteres heißes, trockenes Wetter in Teilen der Region könnte das Ertragspotenzial beeinträchtigen. Die aktualisierten USDA-Zahlen zu Angebot, Nachfrage und Produktion erscheinen am 11. September; davor ist für Montagnachmittag die letzte Ernteentwicklungs- und Zustandsmeldung des August geplant.

Sojaschrot- und Sojaöl-Futures stiegen deutlich auf die grundsätzlichen Auswirkungen einer kleineren Sojaernte und einer soliden Nachfrage. Die Niederlande und Deutschland erwarben am Freitagmorgen jeweils 100.000 Tonnen US-Sojaschrot der Saison 2026/27.

Mais

Mais legte auf Fonds- und technische Käufe moderat zu und beendete die Woche mit steilen Gewinnen. Der Markt beobachtet das Ertragspotenzial, wobei nächsten Monat mindestens eine Kürzung durch das USDA erwartet wird. Die Nachfrage ist solide, sodass jedweder Ernteverlust die Versorgung erheblich beeinträchtigen könnte.

Generell sind Getreide und Ölsaaten überkauft, doch die grundsätzlichen Sorgen sind vorerst bullisch genug, um dies zu ignorieren; zudem könnten Händler versuchen, die Nachfrage zu rationieren. Es gibt mehr Exportkonkurrenz aus Argentinien und Brasilien, doch eine kleinere Ernte in der Europäischen Union und deutlich langsamere Bewegungen aus der Ukraine könnten die US-Verkäufe stützen.

Die Händler beobachten zudem die Ernte der zweiten und die Aussaat der ersten Ernte in Brasilien; aktualisierte CONAB-Zahlen erscheinen am 15. September. Laut der Getreidebörse Buenos Aires sind 88 % der argentinischen Maisernte eingebracht.

Weizen

Der Weizenkomplex stieg auf spekulative und technische Käufe und beendete die Woche deutlich höher. Die Händler erwarten weiterhin mindestens eine gewisse Belebung der globalen Nachfrage aufgrund von Exportproblemen im Schwarzen Meer. Dieser Nachfrageschub hat sich bislang noch nicht materialisiert, aber ein Ende von Russlands Krieg gegen die Ukraine ist nicht absehbar, und der Wiederaufbau der Hafeninfrastruktur wird Zeit brauchen. Die Ukraine und Russland gehören üblicherweise zu den weltweit größten Weizenexporteuren, sodass Störungen dort die Beschaffungsentscheidungen globaler Käufer durchziehen.

Anhaltende Dürre in Teilen der US-Prärien könnte die Anbaufläche von Hartem Rotem Winterweizen begrenzen, während in Abschnitten der nördlichen Prärien regenbedingte Ernteverzögerungen erwartet werden. Global blickt der Weizenmarkt – neben dem Schwarzen Meer – vor allem auf Argentinien, Australien, Kanada und Europa. Laut der Getreidebörse Buenos Aires ist die Aussaat des argentinischen Winterweizens vollständig abgeschlossen.

Quelle: Brownfield Ag News