NachrichtenMakroColorado-GOP-Kandidat Victor Marx bestreitet Verbindungen zu Wahlkampf-Merchandise — Testkauf wirft Fragen auf

Colorado-GOP-Kandidat Victor Marx bestreitet Verbindungen zu Wahlkampf-Merchandise — Testkauf wirft Fragen auf

Autor: Rawstory·

Wichtige Erkenntnisse

  • Victor Marx erklärte, dass er keine Verbindung zu einem Merchandise-Verkäufer hat, der Artikel mit dem Branding seiner Kampagne anbietet.
  • Kyle Clark berichtete, dass der Shop ein Paket für 1.299 US-Dollar anbietet, das ein Treffen mit Marx beinhaltet.
  • Bei einem Testkauf auf der Seite wurde keine Umsatzsteuer berechnet; die Ware kam in einem Umschlag mit der Aufschrift „Victor Marx campaign“.
  • Clark zufolge deutete der Wahlkampffinanzierungsanwalt an, dass jemand anderes als die Kampagne die Erlöse behält.
  • Die zentrale Frage bleibt, ob die Merchandise-Erlöse an Marx, seine Familie, sein Missionswerk oder eine andere dritte Partei gehen.
Colorado-GOP-Kandidat Victor Marx bestreitet Verbindungen zu Wahlkampf-Merchandise — Testkauf wirft Fragen auf

Am Donnerstag stellten sich Fragen, nachdem Victor Marx, der republikanische Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Colorado, jede Verbindung zu der Online-Merchandise bestritten hatte, die zur Unterstützung seines Wahlkampfs verkauft wird — eine Angabe, die durch die Recherche eines lokalen Journalisten offenbar infrage gestellt wird.

Marx erklärte kürzlich, er habe nichts zu tun mit einem von ihm so bezeichneten „Drittanbieter“, der Merchandise mit den Logos seiner Kampagne anbietet. Der Journalist Kyle Clark vom lokalen Nachrichtensender 9News schrieb auf X: „Wir wissen nicht, ob Marx selbst, seine Familie oder jemand anderes“ von den Verkäufen profitiert.

Diese Konstellation ist unüblich für Wahlkampf-Merchandise. Kandidaten verkaufen Merchandise mit ihrem Branding in der Regel über eigene Kampagnen-Shops; die Erlöse gelten dort als Wahlkampfgelder und erscheinen in den Finanzunterlagen, die die Öffentlichkeit einsehen kann. Ein Shop, der zwar von der Kampagne selbst beworben wird, dessen Erlöse aber an eine ungenannte dritte Partei gehen, hält diese Einnahmen außerhalb der Offenlegungsspur — weshalb die Frage, wer profitiert, mehr ist als bloße Neugier.

Clark zufolge entkräften mehrere verdächtige Details die Dementis. So verkauft der Shop etwa die Möglichkeit, Marx persönlich zu treffen: Ein auf der Website angebotenes Paket für 1.299 US-Dollar enthält ein Treffen mit dem Kandidaten.

„Der Wahlkampffinanzierungsanwalt von Marx sagte heute Morgen im konservativen Talkradio, dass jemand anderes die Erlöse behält. Wer?“, schrieb Clark auf X.

Clark fiel zudem etwas Merkwürdiges auf, nachdem er als Test Merchandise von der Kampagnen-Website gekauft hatte.

„Außerdem bemerkenswert: Als wir einen Testkauf auf der Marx-Merch-Seite machten, wurde uns keine Umsatzsteuer berechnet (bei einer Kampagne üblich, bei einem Drittanbieter-Laden ungewöhnlich)“, schrieb Clark auf X. „Die Ware kam in einem Umschlag mit der handschriftlichen Aufschrift ‚Victor Marx campaign‘.“

Er wies außerdem auf Online-Beiträge von Marx’ Tochter Brie hin, deren Formulierungen über die Merchandise darauf hindeuten, dass sie möglicherweise diejenige ist, die den Shop betreibt.

Damit bleibt die zentrale Frage unbeantwortet: Wer ist die geheimnisvolle dritte Partei, die von dem Merchandise-Shop profitiert, den Victor Marx und seine Kampagne bewerben — Marx selbst, seine Familie oder sein Missionswerk?

Klarheit brächte nur Konkretes: die Nennung der Person, die die Erlöse behält, und — falls ein Teil des Merchandise-Geldes die Kampagne erreicht hat — dessen Auftauchen in Colorados Wahlkampffinanzierungsunterlagen. Bis dahin beruht die öffentliche Beweislage auf Clarks Recherche: ein Dementi, ein ungenannter Nutznießer und ein Testkauf ohne Umsatzsteuer.

In online posts, Marx's daughter Brie uses language suggesting she is running the operation. pic.twitter.com/ljBwWShIpJ — Kyle Clark (@KyleClark) August 20, 2026