NachrichtenKryptoUSM verliert 70,83 ETH durch Fehler in der Preislogik der Defund-Funktion

USM verliert 70,83 ETH durch Fehler in der Preislogik der Defund-Funktion

Autor: Coinfomania·

Wichtige Erkenntnisse

  • USM erlitt einen Verlust von etwa 70,83 ETH, was rund 250.000 US-Dollar entspricht, durch einen Angriff auf seine Defund-Funktion.
  • Die Schwachstelle entstand in der Funktion ethFromDefund(), bei der Berechnungen des arithmetischen Mittels die Split-Invarianz vermissen ließen, wodurch Angreifer durch mehrere kleine Rückzahlungsaufrufe anstelle einer einzigen größeren Transaktion Profit erzielen konnten.
  • Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen SlowMist machte den Vorfall auf der Social-Media-Plattform X öffentlich bekannt.
  • Der Angriff hat innerhalb der DeFi-Community erneute Forderungen nach einer stärkeren Verbreitung formaler Verifikation und Drittanbieter-Sicherheitsaudits ausgelöst, um subtile mathematische Fehler in Smart Contracts zu erkennen.
  • Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte USM keine konkreten Pläne bezüglich Contract-Upgrades, Nutzerentschädigungen oder einer überarbeiteten Preislogik angekündigt.
USM verliert 70,83 ETH durch Fehler in der Preislogik der Defund-Funktion

USM hat einen Verlust von etwa 70,83 ETH aufgrund einer kritischen Schwachstelle in der Preislogik seiner Defund-Funktion erlitten – ein Problem, das erstmals durch das Blockchain-Sicherheitsunternehmen @SlowMist_Team auf X (Twitter) öffentlich bekannt gemacht wurde. Der Vorfall hat die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Smart Contracts im gesamten Dezentralized-Finance-Ökosystem wieder aufleben lassen, in dem arithmetikbasierte Angriffe nach wie vor zu den häufigsten und folgenreichsten Schwachstellenklassen gehören.

Technische Details der Schwachstelle

Der Fehler befindet sich in der Funktion ethFromDefund() von USM. Laut der Analyse basiert die Preislogik auf Berechnungen des arithmetischen Mittels, denen eine als „Split-Invarianz" bekannte Eigenschaft fehlt. Infolgedessen ergeben sich bei der Ausführung mehrerer kleiner Rückzahlungsaufrufe anstelle eines einzigen größeren Aufrufs unerwartete und ausnutzbare Gewinnmargen, was letztendlich zum Abfluss von Geldern aus dem Contract führt.

Split-Invarianz ist eine mathematische Eigenschaft, die sicherstellt, dass die Ausgabe einer Funktion konsistent bleibt, unabhängig davon, ob eine Operation in einem Schritt oder in mehreren kleineren Schritten durchgeführt wird. Ihr Fehlen im Defund-Mechanismus von USM ermöglichte es einem Angreifer, Wert zu extrahieren, indem er Rückzahlungen in zahlreiche kleinere Transaktionen aufteilte. Diese Klasse von Schwachstellen – bei denen die Beziehung zwischen Eingabegröße und Ausgabewert nichtlinear oder fehlerhaft berechnet ist – wurde in mehreren DeFi-Vorfällen in den vergangenen Jahren dokumentiert, darunter Angriffe auf automatisierte Market-Maker und Stablecoin-Rückzahlungsmechanismen, bei denen Angreifer von Diskrepanzen zwischen großen und gebündelten kleinen Operationen profitierten.

Wichtige Fakten

  • Verlusthöhe: Etwa 70,83 ETH
  • Ursache: Fehler in der Preislogik der Funktion ethFromDefund()
  • Technisches Problem: Berechnungen des arithmetischen Mittels ohne Split-Invarianz
  • Angriffsmethode: Mehrere kleine Rückzahlungsaufrufe mit unerwarteten Gewinnmargen
  • Offengelegt von: @SlowMist_Team
  • Netzwerk: Ethereum-Blockchain

Kontext und Auswirkungen

USM betreibt ein Dezentralized-Finance-Protokoll auf der Ethereum-Blockchain, das Dienste über Smart Contracts anbietet. Die operative Integrität des Protokolls unterliegt Ethereums dezentralem Rahmenwerk, das den Entwicklern erhebliche Verantwortung für die Implementierung robuster Programmierpraktiken und gründlicher Sicherheitsaudits auferlegt. Der Verlust von 70,83 ETH – im Wert von rund 250.000 US-Dollar je nach geltendem ETH-Kurs – erhöht die kumulative Summe der durch DeFi-Angriffe verlorenen Gelder, die in den letzten Jahren jährlich Hunderte Millionen US-Dollar erreicht hat.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen keine Handelsvolumendaten für USM vor. Der breitere Kryptowährungsmarkt zeigte gemischte Signale mit unterschiedlicher Dynamik bei den wichtigsten digitalen Vermögenswerten.

Reaktion der Community

Stakeholder und Community-Mitglieder beobachten USM genau und warten auf Aktualisierungen darüber, wie das Protokoll mit der Schwachstelle umgehen wird. Der Vorfall hat eine erneute Diskussion über die Bedeutung von strengen Tests, formaler Verifikation und Drittanbieter-Audits bei der Entwicklung von DeFi-Smart-Contracts ausgelöst. Formale Verifikation – das mathematische Beweisen, dass Code bestimmte Eigenschaften wie Split-Invarianz erfüllt – bleibt in der gesamten Branche untergenutzt, obwohl sie das Potenzial hat, genau die Art von Fehler zu erkennen, die USM betroffen hat.

Das Ereignis unterstreicht eine anhaltende Herausforderung im Bereich Dezentralized Finance: Selbst Protokolle mit relativ einfachen Mechanismen können subtile mathematische Fehler aufweisen, die bei Entdeckung und Ausnutzung zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Ob USM Contract-Upgrades, Nutzerentschädigungen oder eine überarbeitete Preislogik implementieren wird, bleibt eine offene Frage für betroffene Nutzer und Beobachter.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.