US-Finanzministerium sanktioniert iranische Krypto-Börsen Shelbit und Aban Tether wegen mutmaßlicher IRGC-Verbindungen
Wichtige Erkenntnisse
- •Das US-Finanzministerium hat über OFAC die iranischen Kryptowährungsbörsen Shelbit und Aban Tether wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Sanktionsumgehung sanktioniert.
- •Auch der iranische Staatsbürger Siavash Kayvanpour sowie mehrere mit ihm verbundene Firmen und Kryptowährungs-Wallets wurden in die Sanktionsmaßnahme einbezogen.
- •OFAC identifizierte Kryptowährungstransaktionen im Millionenbereich mit sanktionierten Adressen, darunter mehr als $1 million von IRGC-verknüpften Wallets an Shelbit und rund $2 million, die Shelbit an IRGC-verknüpfte Wallets weitergeleitet haben soll.
- •Die Sanktionen sind Teil einer breiteren US-Durchsetzungsstrategie; im Januar wurden bereits Zedcex und Zedxio sanktioniert und im Juni $131 million an Iran-bezogener Kryptowährung eingefroren.
- •Finanzminister Scott Bessent erklärte, die USA würden weiterhin illegale Finanznetzwerke in jeder Währung, einschließlich Kryptowährungen, verfolgen, sofern sie das iranische Regime stützen.

Das US-Finanzministerium hat zwei iranische Kryptowährungsbörsen, Shelbit und Aban Tether, sanktioniert und ihnen vorgeworfen, Geldwäsche erleichtert und sanktionierten Stellen geholfen zu haben, US-Beschränkungen zu umgehen.
Die Entscheidung wurde vom Office of Foreign Assets Control (OFAC) innerhalb des US-Finanzministeriums erlassen. Die Maßnahme richtet sich zudem gegen den iranischen Staatsbürger Siavash Kayvanpour sowie gegen mehrere mit ihm verbundene Firmen und Kryptowährungs-Wallets. Nach Angaben des Finanzministeriums gehört Shelbit zu den mit Kayvanpour verbundenen Unternehmen.
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, die den Druck auf Irans Finanzinstitute erhöht haben. Iran unterliegt seit Jahrzehnten umfangreichen US-Sanktionen, die den Zugang zum globalen Bankensystem und zu traditionellen grenzüberschreitenden Zahlungswegen wie SWIFT erheblich einschränken. US-Behörden prüfen Kryptowährungsbörsen zunehmend im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen sanktionierte Akteure, da digitale Vermögenswerte einen möglichen alternativen Weg für Geldbewegungen außerhalb des konventionellen Finanzsystems bieten.
Finanzministerium wirft Krypto-Transfer-Netzwerken Umgehung von Sanktionen vor
Das US-Finanzministerium erklärte, Shelbit und Aban Tether hätten an Kryptowährungstransfers teilgenommen, die mit Irans Praktiken zur Umgehung von Sanktionen zusammenhängen. US-Behörden werfen diesen Netzwerken vor, digitale Vermögenswerte von iranischen Einrichtungen und von Wallets zu bewegen, die mit den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verbunden sind, die die USA 2019 als ausländische Terrororganisation eingestuft haben.
Finanzminister Scott Bessent betonte, dass die US-Regierung weiterhin Netzwerke ins Visier nehmen werde, die Irans Wirtschaft finanziell unterstützen.
"We are going after illicit financial networks in dollars, rials or cryptocurrencies that sustain the Iranian regime," sagte Bessent.
Die Aussage unterstreicht die Haltung US-amerikanischer Behörden, die Kryptowährungen als einen weiteren zentralen Bereich der Finanzrechtsdurchsetzung betrachten, insbesondere wenn digitale Vermögenswerte genutzt werden, um Beschränkungen für Banken und traditionelle Finanzinstitute zu umgehen.
OFAC identifiziert Kryptowährungstransaktionen im Millionenbereich
OFAC identifizierte Kryptowährungstransaktionen im Wert von mehreren Millionen Dollar, die mit sanktionierten Adressen verbunden sind. Nach Angaben der Behörde haben mit der IRGC verbundene Wallets mehr als $1 million an Wallets gesendet, die mit Shelbit verbunden sind. Separat übertrugen mit Kayvanpour verbundene Wallets fast $2 million an Nobitex, eine weitere Kryptowährungsbörse.
OFAC erklärte außerdem, dass Shelbit die Übertragung von Kryptowährungen im Wert von rund $2 million an IRGC-verknüpfte Wallets erleichtert habe, was zeigt, wie iranische Kryptowährungsbörsen zur Übermittlung von Geldern zwischen verschiedenen Organisationen genutzt wurden. Die Praxis, bestimmte Wallet-Adressen auf die Specially Designated Nationals and Blocked Persons List des OFAC zu setzen, hat sich zu einem zunehmend sichtbaren Durchsetzungsinstrument entwickelt, da Blockchain-Transaktionen trotz ihrer Abwicklung außerhalb der traditionellen Bankeninfrastruktur nachverfolgbar sind.
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Krypto-Netzwerke
Diese Sanktionen sind Teil einer breiteren US-Strategie unter Führung des Finanzministeriums, Irans Zugang zum internationalen Finanzsystem einzuschränken. Im Januar sanktionierte das Finanzministerium die Krypto-Börsen Zedcex und Zedxio. Im Juni froren US-Behörden $131 million in Kryptowährungen mit Bezug zu Iran ein.
Shelbit, Aban Tether und Kayvanpour sind die jüngsten Ergänzungen einer wachsenden Liste sanktionierter Börsenplattformen, Wallets und Entitäten, die nach Einschätzung US-amerikanischer Behörden von sanktionierten iranischen Akteuren genutzt werden könnten.
Die breitere Kryptowährungsbranche steht unter zunehmender regulatorischer Beobachtung. Digitale Vermögensbörsen, die in sanktionierten Jurisdiktionen tätig sind oder mit ihnen verbunden sind, sollen verdächtige Aktivitäten überwachen und benannte Akteure blockieren. Das US-Finanzministerium hat ausdrücklich signalisiert, dass Maßnahmen im Zusammenhang mit Kryptowährungen weiterhin Priorität haben werden, um Irans Finanznetzwerke zu stören.
Also Read | Circle Launches Native USDC and CCTP on X Layer to Boost Stablecoin Payments
Also Read | Robinhood Ventures Fund Invests $30M in Whatnot Series G Round