US-Öl- und Gasproduktion erreicht Allzeithoch, sagt Energieminister
Wichtige Erkenntnisse
- •Die US-Rohölproduktion erreichte laut EIA im April 2026 mit 13,93 Millionen Barrel pro Tag einen monatlichen Rekord.
- •Die US-Erdgasproduktion lag im Dezember 2025 bei 136 Milliarden Kubikfuß pro Tag.
- •Die Vereinigten Staaten sind seit 2018 in den meisten Jahren der weltweit führende Rohölproduzent, gestützt durch Horizontalbohrungen und Hydraulic Fracturing.
- •Die steigende Nachfrage nach LNG-Exporten hat die US-Gasproduktion seit dem Aufstieg des Landes zum größten LNG-Exporteur im Jahr 2023 gestützt.
- •Die Marktpreise implizieren eine Wahrscheinlichkeit von 2,2 %, dass Rohöl bis zum 30. September ein neues Allzeithoch erreicht, nach 3 % am Vortag.

Der US-Energieminister hat erklärt, dass die Öl- und Gasproduktion des Landes einen beispiellosen Höchststand erreicht habe. Diese Aussage steht im Einklang mit jüngsten Daten der Energy Information Administration (EIA), dem statistischen Arm des US-Energieministeriums, die Rekordwerte bei der Rohöl- und Erdgasproduktion ausgewiesen haben. Die Vereinigten Staaten zählen seit einigen Jahren zu den weltweit größten Produzenten beider Rohstoffe, und laut EIA-Daten sind sie seit 2018 in den meisten Jahren der weltweit führende Rohölproduzent. Diese Position beruht auf Schieferfördermethoden wie Horizontalbohrungen und Hydraulic Fracturing, wobei das Permian Basin in Texas und New Mexico die größte Förderregion des Landes darstellt. Den EIA-Daten zufolge erreichte die US-Rohölproduktion im April 2026 mit 13,93 Millionen Barrel pro Tag einen monatlichen Höchststand, während die Erdgasproduktion im Dezember 2025 bei 136 Milliarden Kubikfuß pro Tag lag. Auf der Gasseite wurde die Produktion durch die steigende Exportnachfrage gestützt, seit die Vereinigten Staaten 2023 zum weltweit größten Exporteur von verflüssigtem Erdgas wurden.
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über die Auswirkungen eines höheren Angebots auf die globalen Ölpreise. Das Produktionswachstum in den USA hat in den vergangenen Jahren den Großteil des Angebotsanstiegs außerhalb der OPEC+-Allianz getragen, ein Faktor, den die Mitglieder der Gruppe bei der Festlegung ihrer eigenen Förderquoten berücksichtigen. Dadurch wird der US-Förderrekord zu einer zentralen Größe im globalen Angebotsbild. Marktaktivitäten deuten auf einen Zusammenhang zwischen der Aussage und einem sinkenden Wahrscheinlichkeitswert hin, dass Rohöl bis zum 30. September ein neues Allzeithoch erreicht. Die aktuellen Preise signalisieren dafür eine Wahrscheinlichkeit von 2,2 %, nach 3 % am Vortag, während die Wahrscheinlichkeit, bis zum 31. Dezember ein neues Hoch zu erreichen, mit 13,5 % relativ stabil bleibt. Analysten beobachten genau, ob sich die Marktdynamik weiter verschiebt und diese Quoten beeinflusst.
Mit Blick nach vorn verfolgen Beobachter geopolitische Entwicklungen, insbesondere mögliche Änderungen in der Förderpolitik der OPEC oder geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die sich auf Angebots- und Nachfragedynamik am Ölmarkt auswirken könnten. Zudem könnten bevorstehende Berichte großer Energieorganisationen wie der Internationalen Energieagentur weitere Einblicke in die globalen Ölmarkttendenzen liefern, während der eigene Short-Term Energy Outlook der EIA und die monatlichen Förderberichte zeigen werden, ob die US-Produktion weiterhin Rekorde erreicht. Diese Faktoren könnten die Markterwartung prägen, ob Rohöl bis zum Jahresende ein neues Hoch erreichen wird.