NachrichtenRohstoffe & ForexUS-Erdgaspreise steigen, da Hitze und LNG-Nachfrage den Markt stützen

US-Erdgaspreise steigen, da Hitze und LNG-Nachfrage den Markt stützen

Autor: Hellenic Shipping News·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Erdgaspreise stiegen auf 2,94 $/MMBtu und damit auf den höchsten Stand seit fast acht Wochen.
  • Die Temperaturen dürften im zentralen US-Gebiet bis Mitte September überwiegend über dem Durchschnitt bleiben und die Nachfrage nach gasbefeuerter Stromerzeugung stützen.
  • Die durchschnittlichen Gasflüsse zu den neun großen LNG-Exportanlagen stiegen Anfang September auf 18,3 bcfd, nach 17,2 bcfd im August.
  • Cheniere Energys Anlage in Corpus Christi und Freeport LNG in Texas nahmen nach Wartungsarbeiten den Vollbetrieb wieder auf.
  • Die Erdgasproduktion in den Lower 48 erreichte im August einen Rekordwert von 111,5 bcfd und hielt den Markt gut versorgt.
US-Erdgaspreise steigen, da Hitze und LNG-Nachfrage den Markt stützen

US-Erdgaspreise stiegen auf 2,94 $/MMBtu und erreichten damit den höchsten Stand seit fast acht Wochen, da die Hitze anhielt und die LNG-Exportaktivität zunahm. Der Anstieg erfolgt in einem Markt, der kurzfristige Nachfragezuwächse gegen ein reichliches inländisches Angebot abwägt, ein Spannungsfeld, das für die Preisbildung bei Erdgas zentral bleibt.

Prognosen deuten darauf hin, dass die Temperaturen im zentralen US-Gebiet bis Mitte September überwiegend über dem Durchschnitt bleiben werden, was die Nachfrage nach gasbefeuerter Stromerzeugung wahrscheinlich erhöht. In den Erdgasmärkten des Spätsommers spielt das Wetter oft eine besonders große Rolle, da eine höhere Nachfrage nach Kühlung das tägliche Verbrauchsverhalten rasch verändern kann.

Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Gasflüsse zu den neun großen LNG-Exportanlagen Anfang September auf 18,3 bcfd, nach 17,2 bcfd im August, da die Anlage Corpus Christi von Cheniere Energy und Freeport LNG in Texas nach Wartungsarbeiten den Vollbetrieb wieder aufnahmen. Höhere LNG-Durchsätze sind relevant, weil sie die Nachfrage nach Einspeisegas unmittelbar erhöhen und das Gleichgewicht zwischen heimischem Angebot und Exporten verengen können.

Unterdessen traf Tropensturm Edouard nahe der Grenze zwischen Texas und Louisiana auf Land, obwohl bislang keine nennenswerten betrieblichen Störungen an LNG-Anlagen in der Region gemeldet wurden. Exportterminals an der Golfküste bleiben ein wichtiger Teil des US-Gasmarkts, da wetterbedingte Unterbrechungen die Flüsse schnell beeinflussen können, selbst wenn die allgemeine Versorgungslage stabil ist.

Auf der Angebotsseite lag die Produktion in den Lower 48 Staaten im August im Durchschnitt bei einem Rekordwert von 111,5 bcfd, nach 110,7 bcfd im Juli, wodurch der Markt gut versorgt blieb und das Aufwärtspotenzial für Preise begrenzt wurde. Dieses Produktionsniveau erklärt auch, warum die Preiszuwächse trotz stärkerer Nachfragesignale bislang moderat geblieben sind.

Quelle: Trading Economics