US-Staatsverschuldung übersteigt erstmals 40 Billionen US-Dollar
Wichtige Erkenntnisse
- •Die US-Staatsverschuldung überschritt erstmals 40 Billionen US-Dollar und hat sich seit Januar 2017, als sie bei 19,95 Billionen US-Dollar lag, verdoppelt, wie Daten des Treasury Department zeigen.
- •Seit Präsident Trump im Januar 2025 ins Amt zurückkehrte, ist die Verschuldung um 3,8 Billionen US-Dollar gestiegen; während der Präsidentschaft von Joe Biden nahm sie um 8,4 Billionen US-Dollar zu.
- •Jährliche Zinszahlungen von rund 1,1 Billionen US-Dollar haben Medicare als zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt überholt, hinter Social Security.
- •Die Regierung verzeichnete im Juli 2026 ein Haushaltsdefizit von 432 Milliarden US-Dollar, den viertgrößten Monatsfehlbetrag in der Geschichte; die ersten 10 Monate des Haushaltsjahres 2026 übersteigen bereits das gesamte Defizit des Haushaltsjahres 2025.
- •Das Congressional Budget Office geht davon aus, dass der One Big Beautiful Bill Act die Verschuldung um 4,7 Billionen US-Dollar erhöht, während Pflichtprogramme rund 60% der jährlichen Bundesausgaben ausmachen.

Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten hat erstmals 40 Billionen US-Dollar überschritten, ein Meilenstein, der den wachsenden Druck auf die Finanzen der Bundesregierung unterstreicht, da die Ausgaben weiterhin schneller steigen als die Einnahmen.
Nach Daten des Treasury Department hat sich die Verschuldung seit Januar 2017 verdoppelt, als Präsident Donald Trump erstmals sein Amt antrat, und lag damals bei 19,95 Billionen US-Dollar. Rund ein Drittel des Anstiegs entfiel auf die zwei Jahre nach der COVID-19-Pandemie, als die Regierungen von Trump und Biden umfangreich Kredite aufnahmen, um wirtschaftliche Hilfs- und Erholungsmaßnahmen zu finanzieren.
Seit Trumps Rückkehr ins Amt im Januar 2025 ist die Staatsverschuldung um 3,8 Billionen US-Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Während der Präsidentschaft von Joe Biden nahm sie um 8,4 Billionen US-Dollar zu.
Das fiskalische Lagebild hat sich 2026 weiter verschärft und erhöht den Druck in einer Phase, in der die bundesstaatliche Kreditaufnahme bereits Rekordniveaus erreicht hat. Die Regierung meldete im Juli 2026 ein Haushaltsdefizit von 432 Milliarden US-Dollar, den viertgrößten monatlichen Fehlbetrag in der Geschichte, und das Defizit der ersten 10 Monate des Haushaltsjahres 2026 hat den gesamten Fehlbetrag des Haushaltsjahres 2025 bereits übertroffen.
Auch die Zinszahlungen werden zunehmend zur Belastung. Die Vereinigten Staaten geben jährlich rund 1,1 Billionen US-Dollar für Zinsen aus, wobei die Kosten des Schuldendienstes im Haushaltsjahr 2025 die Ausgaben des Pentagon überstiegen. Die Zinszahlungen haben inzwischen die Ausgaben für Medicare überholt und sind nach Social Security der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Das zeigt, wie steigende Finanzierungskosten bereits vor neuen Ausgabenentscheidungen einen größeren Anteil des Budgets beanspruchen.
Nach Angaben der Peter G. Peterson Foundation entspricht die Verschuldung von 40 Billionen US-Dollar etwa 117.000 US-Dollar pro Person in den Vereinigten Staaten und rund 297.000 US-Dollar pro Haushalt.
Das Congressional Budget Office schätzt, dass Trumps zentrales Steuer- und Ausgabenpaket seiner zweiten Amtszeit, bekannt als One Big Beautiful Bill Act, die Staatsverschuldung um weitere 4,7 Billionen US-Dollar erhöhen wird.
Die steigende Verschuldung hat die Debatte über die fiskalische Tragfähigkeit Washingtons neu entfacht, da verpflichtende Programme wie Social Security, Medicare und Medicaid rund 60% der jährlichen Bundesausgaben ausmachen. Diese Kombination aus großen Leistungszusagen und wachsenden Zinskosten lässt weniger Spielraum im Haushalt für andere Prioritäten und macht den Schuldenmeilenstein für Beobachter der Bundesbilanz zu mehr als nur einer symbolischen Schwelle.
Ähnliche Berichterstattung: