NachrichtenMakroUS-Arbeitslosenanträge prägen einen ereignisarmen Tag für marktbewegende Wirtschaftsdaten

US-Arbeitslosenanträge prägen einen ereignisarmen Tag für marktbewegende Wirtschaftsdaten

Autor: Investinglive·

Wichtige Erkenntnisse

  • US-Erstanträge auf Arbeitslosengeld werden mit 205.000 prognostiziert, gegenüber 197.000 in der Vorwoche, während fortlaufende Anträge auf 1.789.000 gegenüber zuvor 1.782.000 geschätzt werden.
  • Die europäische Sitzung umfasst nur untergeordnete Datenpunkte darunter die industrielle Produktion Spaniens und Italiens sowie den Eurozone-Einzelhandelsumsatz, von denen keiner die Geldpolitik der EZB beeinflussen dürfte.
  • Die Geldpolitik der Federal Reserve bleibt auf die Inflation statt auf die Beschäftigung ausgerichtet, sodass Arbeitslosendaten die Zinserwartungen kaum wesentlich verschieben dürften.
  • Fed-Beamter Musalem, ein als hawkish geltendes nicht stimmberechtigtes Mitglied, soll um 21:30 GMT während der Sitzung sprechen.
  • Bei begrenzten geplanten Wirtschaftsveröffentlichungen könnten die Märkte erhöht empfindlich auf ungeplante Schlagzeilen und geopolitische Entwicklungen reagieren, was die Volatilität potenziell erhöht.
US-Arbeitslosenanträge prägen einen ereignisarmen Tag für marktbewegende Wirtschaftsdaten

Der bevorstehende Handelstag zeichnet sich durch einen relativ dünnen Wirtschaftskalender aus, bei dem die US-Erstanträge und fortlaufenden Arbeitslosenanträge die einzige bemerkenswerte Veröffentlichung darstellen. Wöchentliche Arbeitslosenanträge gehören zu den aktuellsten hochfrequenten Arbeitsmarktindikatoren und sind daher auch in Zeiten knapp werdender umfassender Wirtschaftsdaten ein regelmäßiger Kontrollpunkt für Investoren. Investoren warten zudem im weiteren Verlauf der Sitzung auf Äußerungen eines Beamten der Federal Reserve.

Europäische Sitzung

Die europäische Sitzung bietet auf der makroökonomischen Agenda wenig außer einer Handvoll untergeordneter Datenpunkte. Dazu gehören die Zahlen zur industriellen Produktion Spaniens und Italiens sowie der Einzelhandelsumsatz der Eurozone. Keine dieser Veröffentlichungen wird voraussichtlich den politischen Kurs der Europäischen Zentralbank verändern, sodass die Marktreaktionen wahrscheinlich verhalten ausfallen werden. Die EZB hat die Geldpolitik angesichts der Desinflation im Währungsraum schrittweise gelockert, und untergeordnete Daten dürften diese Grundlinie nur dann verschieben, wenn sie eine wesentliche Überraschung bei den Wachstums- oder Konsumtrends offenbaren.

Amerikanische Sitzung

Die einzige nennenswerte Veröffentlichung in der amerikanischen Sitzung ist der wöchentliche Bericht zu den US-Arbeitslosenanträgen. Die Erstanträge, die Neuanmeldungen auf Arbeitslosengeld erfassen, werden mit 205.000 prognostiziert, gegenüber einem Vorwert von 197.000. Die fortlaufenden Anträge, die die Gesamtzahl der Personen erfassen, die laufende Leistungen beziehen, und Aufschluss darüber geben können, wie schnell Arbeitslose neue Beschäftigung finden, werden auf 1.789.000 geschätzt, gegenüber 1.782.000 in der Vorwoche.

Die US-Arbeitsmarktdaten sind insgesamt stabil geblieben, ohne nennenswerte Anzeichen einer Verschlechterung. Da sich der aktuelle politische Fokus der Federal Reserve auf die Inflation statt auf die Beschäftigung richtet, werden diese Arbeitslosenzahlen die Zinserwartungen wahrscheinlich nicht wesentlich verschieben, es sei denn, die Daten weichen stark von den Prognosen ab. An Tagen mit wenigen geplanten Daten können die Märkte zudem reaktiver auf ungeplante Schlagzeilen und geopolitische Entwicklungen reagieren, was die Volatilität in beide Richtungen verstärken kann.

Redner der Zentralbanken

  • 21:30 GMT / 17:30 ET — Fed-Mitglied Musalem (als hawkish eingestuft; nicht stimmberechtigt)

Marktüberblick

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