USD/JPY und USD/CAD testen den Widerstand vor neuen Fed-Signalen
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Märkte erwarten, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt, preisen aber weiterhin eine mögliche Erhöhung ein.
- •Die Hinweise der Fed zu Inflation und wirtschaftlichen Bedingungen dürften entscheiden, ob die jüngste Dollarstärke anhält.
- •USD/JPY testete ein Mehrjahreshoch nahe 164.00 und könnte bei einer hawkishen Fed weiter steigen.
- •USD/CAD konsolidiert zwischen 1.4060 und 1.4130, während Ölpreise und die Beratungen der Bank of Canada die kurzfristige Volatilität erhöhen.
- •Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten stützt den US-Dollar weiterhin als sichere-Hafen-Währung.

Der US-Dollar behauptet vor der jüngsten Sitzung der Federal Reserve gegenüber den meisten wichtigen Währungen weiterhin die Oberhand. Das Basisszenario sieht vor, dass die Zinsen unverändert bleiben, doch die Märkte preisen auch die Möglichkeit einer Zinserhöhung ein. Die Entscheidung der Fed sowie ihre Kommentare zu Inflation, wirtschaftlichen Bedingungen und dem künftigen geldpolitischen Kurs könnten die Richtung des US-Dollars in den kommenden Wochen bestimmen. Für Händler macht das die Sitzung und die anschließenden Datenveröffentlichungen zu einem zentralen Prüfpunkt, um zu bestätigen, ob die jüngste Dollarstärke Bestand hat oder nach dem Ereignis nachlässt.
Ein weiterer Faktor, der den Dollar stützt, ist die anhaltende geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten. Trotz der vorübergehenden Aussetzung der US-Schläge gegen Iran und erneuter diplomatischer Bemühungen bleibt das Risiko einer weiteren militärischen Eskalation bestehen, was Anleger vor den wichtigen Terminen dieser Woche vorsichtig hält. Die geopolitische Unsicherheit stützt die Nachfrage nach dem US-Dollar weiterhin als sicherem Hafen. Gleichzeitig hat der Anstieg von USD/JPY in Richtung Mehrjahreshöchststände die Erwartungen an neue Warnungen japanischer Behörden erhöht und das Risiko einer Währungsintervention verstärkt. Bei USD/CAD bleiben die Ölpreise ein weiterer wichtiger Treiber: Schwächere Rohölpreise begrenzen weiterhin die Unterstützung für den kanadischen Dollar und helfen, das bullische Potenzial des Paares zu erhalten.
USD/JPY
USD/JPY testete vergangene Woche ein weiteres Mehrjahreshoch nahe 164.00. Nach der starken Rally ist das Paar in eine moderate Korrektur übergegangen. Sollte die Federal Reserve jedoch ein hawkisheres Ergebnis liefern oder ihren hawkishen Ton beibehalten, könnte das Paar seinen Anstieg in Richtung 165.00–165.50 ausweiten. Ein entscheidender Rückgang unter 163.30 könnte eine tiefere Korrektur in Richtung des Unterstützungsbereichs von 162.00–162.60 auslösen. Da das Paar in der Nähe von Niveaus notiert, die in den vergangenen Monaten wiederholt die Aufmerksamkeit japanischer Behörden auf sich gezogen haben, könnte der Ton der Fed für die kurzfristige Volatilität ebenso wichtig sein wie die Zinsentscheidung selbst.
Wichtige Termine für USD/JPY:
Heute um 21:00 (GMT+3): Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve;
Heute um 21:30 (GMT+3): Pressekonferenz des Federal Open Market Committee (FOMC);
Morgen um 15:30 (GMT+3): US-Core-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE).
USD/CAD
Die Erholung von USD/CAD nach der Bildung eines bullischen Engulfing-Musters ist nahe dem Widerstand bei 1.4130 ins Stocken geraten. Das Paar konsolidiert derzeit in der Spanne von 1.4060–1.4130. Ein entscheidender Ausbruch über die obere Begrenzung dieser Spanne könnte den Weg für weitere Gewinne in Richtung 1.4160–1.4200 öffnen. Umgekehrt könnte ein Rückgang unter 1.4060 einen erneuten Test des jüngsten Tiefs nahe 1.4000 auslösen. Neben dem Fed-Ergebnis liefern Ölbestandsdaten und die Summary of Deliberations der Bank of Canada dem kanadischen Dollar eine eigene Reihe kurzfristiger Impulse, wodurch das Paar sowohl auf US-Geldpolitik als auch auf rohstoffbezogene Nachrichten reagiert.
Wichtige Termine für USD/CAD:
Heute um 17:30 (GMT+3): US-Rohölbestände;
Heute um 20:30 (GMT+3): Summary of Deliberations der Bank of Canada;
Morgen um 15:30 (GMT+3): US-BIP-Daten.
Insgesamt wird die kurzfristige Richtung von USD/JPY und USD/CAD vor allem von der Entscheidung der Federal Reserve und ihren Hinweisen auf den künftigen Zinspfad abhängen. Eine hawkishere Haltung könnte einen Ausbruch über nahe Widerstandsniveaus unterstützen und die Stärke des US-Dollars untermauern. Eine dovishere Botschaft könnte hingegen eine Korrektur beim Greenback auslösen, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen, wo die Nähe zu Mehrjahreshöchstständen die Wahrscheinlichkeit erneuter Warnungen japanischer Offizieller erhöht. Bei USD/CAD bleiben Ölpreisbewegungen und die Summary of Deliberations der Bank of Canada wichtige zusätzliche Treiber.