US-Wirtschaft schuf im August stärker als erwartet 162.000 Arbeitsplätze, während sich der Arbeitsmarkt erholte
Wichtige Erkenntnisse
- •Die US-Wirtschaft schuf im August 162.000 Arbeitsplätze – deutlich mehr als der Konsens von 56.000.
- •Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 %, im Einklang mit den Erwartungen der Ökonomen und dem Wert vom Juli.
- •Bitcoin fiel nach der Veröffentlichung um rund 2 % unter 80.000 US-Dollar, und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 3,3 Basispunkte auf 4,80 %.
- •Fed-Vorsitzender Kevin Warsh signalisierte in Jackson Hole Offenheit für eine Zinserhöhung im September, während Gouverneur Chris Waller und New-York-Fed-Präsident John Williams andeuteten, dass dies noch nicht beschlossene Sache sei.
- •Der CPI-Bericht für August am kommenden Freitag dürfte der entscheidende Faktor für die Zinsentscheidung der Fed sein.

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im August deutlich gefestigt und der wachsenden Gruppe von Falken bei der Federal Reserve zusätzliche Argumente für eine Zinserhöhung auf der geldpolitischen Sitzung der Notenbank in weniger als zwei Wochen verschafft.
Laut dem am Freitagmorgen veröffentlichten Nonfarm-Payrolls-Bericht der Regierung schuf die US-Wirtschaft im vergangenen Monat 162.000 Arbeitsplätze. Dieser Wert lag deutlich über dem Konsens von 56.000 und folgte auf einen Zuwachs von 21.000 Stellen im Juli – eine Zahl, die gegenüber dem ursprünglich gemeldeten Rückgang von 23.000 nach oben revidiert wurde. Der Nonfarm-Payrolls-Bericht, herausgegeben vom US-Bureau of Labor Statistics, zählt zu den meistbeobachteten Indikatoren für die Beschäftigungslage in den Vereinigten Staaten.
Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 % und entsprach damit sowohl den 4,1 %, die von Ökonomen erwartet wurden, als auch dem Wert von 4,1 % im Juli.
Der Bericht hat besonderes Gewicht, da Beschäftigung die eine Hälfte des Doppelmandats der Fed bildet, das die Notenbank dazu verpflichtet, neben der Preisstabilität ein Höchstmaß an Beschäftigung zu fördern. Starke Beschäftigungszuwächse werden in der Regel als Zeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit gewertet, was den Aufwärtsdruck auf Löhne und Preise aufrechterhalten und somit den Zinspfad beeinflussen kann.
Marktreaktion
Die Reaktion der Finanzmärkte fiel umgehend aus. Bitcoin rutschte um rund 2 % unter die Marke von 80.000 US-Dollar, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 3,3 Basispunkte auf 4,80 % ankletterte. Die US-Aktienindexfutures notierten leicht im Minus. Risikowerte wie Kryptowährungen und Aktien haben in den vergangenen Jahren wiederholt auf Beschäftigungsdaten reagiert, da Händler ihre Positionen an die Erwartungen zum Kurs der Geldpolitik anpassen.
Erhöhen sie nun, oder nicht?
Fed-Vorsitzender Kevin Warsh hatte vor einer Woche mit seiner falkenartigen Rede auf dem Jackson-Hole-Symposium, der traditionellen jährlichen Zusammenkunft der Fed in Wyoming, eine Zinserhöhung im September fest auf den Tisch gebracht.
Allerdings ließ Fed-Gouverneur Chris Waller – unterstützt vom Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams – die Märkte diese Woche mit der Andeutung aufjauchzen, dass eine Zinserhöhung auf der geldpolitischen Sitzung der Notenbank in zwei Wochen noch längst nicht beschlossene Sache sei.
Der heutige Arbeitsmarktbericht ist ein weiterer Datenpunkt zugunsten der Falken. Entscheidend für die Entscheidung der Fed dürfte jedoch die Zahl sein, die der CPI-Bericht (Verbraucherpreisindex) für August am kommenden Freitag liefern wird.
Quelle: CryptoNewsNet, via CoinDesk