NachrichtenKryptoTudor Investment steigt nach einem Jahr des Abverkaufs wieder in BlackRocks Bitcoin-ETF ein

Tudor Investment steigt nach einem Jahr des Abverkaufs wieder in BlackRocks Bitcoin-ETF ein

Autor: Decrypt·

Wichtige Erkenntnisse

  • Tudor Investment meldete zum 30. Juni 688.529 IBIT-Aktien, gegenüber 579.083 zum Ende des März.
  • Der Anteil war rund 22,9 Millionen US-Dollar wert und wurde im Quartal um 109.446 Aktien erhöht.
  • Die Position liegt weiterhin deutlich unter Tudors Höchststand von Ende 2024 mit mehr als 8 Millionen IBIT-Aktien.
  • Tudor reduzierte seine IBIT-Call-Optionen um rund 85 %, während die Put-Position nahezu unverändert blieb.
  • Die Käufe erfolgen angesichts erneuter institutioneller Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs, wobei IBIT weiterhin die Kategorie anführt.
Tudor Investment steigt nach einem Jahr des Abverkaufs wieder in BlackRocks Bitcoin-ETF ein

Tudor Investment hat seinen Anteil an BlackRocks IBIT gemäß der aktuellen 13F-Einreichung zum Stichtag 30. Juni auf 688.529 Aktien im Wert von rund 22,9 Millionen US-Dollar erhöht. Die Position lag damit 18,9 % über dem Vorquartal und markierte eine Trendwende nach einem Jahr durchgehender Verkäufe.

Der von Milliardär Paul Tudor Jones gegründete Makro-Hedgefonds meldete in einer am 14. August bei der Securities and Exchange Commission eingereichten Einreichung 688.529 Aktien des iShares Bitcoin Trust, kurz IBIT. Dem stehen 579.083 Aktien zum Ende des März gegenüber, was einem Nettozugang von 109.446 Aktien entspricht. 13F-Einreichungen, die institutionelle Manager innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende vorlegen müssen, listen US-notierte Aktien- und Exchange-Traded-Product-Bestände zu einem einzigen Stichtag auf und bieten damit eine verzögerte, aber konkrete Quartalslektüre der Positionierung großer Investoren.

Der Zuwachs fällt gemessen an Tudors verwaltetem Vermögen von rund 100 Milliarden US-Dollar und mehr gering aus und entspricht nur einem Bruchteil eines Prozents der gemeldeten 13F-Bestände. Gleichwohl liegt die Position weiterhin deutlich unter dem Höchststand des Unternehmens von Ende 2024 mit mehr als 8 Millionen IBIT-Aktien, die damals rund 427 Millionen US-Dollar wert waren und im Laufe des Jahres 2025 abgebaut wurden.

Die Einreichung zeigte zudem eine Veränderung darin, wie Tudor seine Bitcoin-Exposure umsetzt. Das Unternehmen senkte die gemeldeten IBIT-Call-Optionen um rund 85 % – von 998.000 auf das Äquivalent von 148.000 zugrunde liegenden Aktien –, während die Put-Position nahezu unverändert blieb. Die Verlagerung von Optionen hin zu direkten Aktien deutet auf eine Abkehr von gehebelten Positionen und eine Hinwendung zu einer unkomplizierten Spot-Exposition hin, wobei 13F-Einreichungen weder Basispreise noch Laufzeiten offenlegen und die vollständige Strategie daher unklar bleibt.

Jones beschreibt Bitcoin seit Langem als Absicherung gegen Inflation – eine These, die er erstmals in einer Marktnotiz vom Mai 2020 skizzierte, in der er die mögliche Rolle Bitcoins mit der des Goldes in den 1970er-Jahren verglich, und die er seither wiederholt hat. Er hat den Vermögenswert als Wette gegen die Entwertung von Währungen und zeitweise als Option auf geopolitische Instabilität dargestellt.

Die Käufe fallen in eine Phase erneuten institutionellen Interesses an den Spot-Bitcoin-ETFs. Spot-Bitcoin-ETFs werden seit Januar 2024 in den USA gehandelt und bieten Institutionen ein reguliertes Vehikel, das den Token über ein normales Brokerage-Konto abbildet, statt die zugrunde liegenden Coins direkt zu verwahren. Die Fonds verzeichneten in einem jüngeren Fünf-Tages-Zeitraum Zuflüsse in Höhe von mehreren Hundert Millionen US-Dollar, nachdem die Erwartungen an Zinserhöhungen abgekühlt waren. IBIT führt die Kategorie unverändert an und vereint rund 49 % des Vermögens der US-Spot-Bitcoin-ETFs auf sich. Tudors nächster Quartalsbericht, der die Bestände bis zum 30. September umfasst, ist aufgrund der 45-Tage-Frist der SEC bis Mitte November fällig und wird zeigen, ob die erneute Akkumulation anhielt.