Tomasky: Die wirtschaftlichen Misserfolge der GOP gehen über Trump hinaus
Wichtige Erkenntnisse
- •Michael Tomasky argumentiert, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Republikanischen Partei über Präsident Trump hinausgehen und breitere politische Annahmen widerspiegeln.
- •Trump versprach in seinem Wahlkampf 2024, die Energiepreise innerhalb von 12 Monaten nach seinem Amtsantritt um 50 % zu senken.
- •Tomasky zufolge haben Konservative zu stark darauf vertraut, dass Märkte automatisch günstige Ergebnisse hervorbringen.
- •Tomasky argumentiert, dass einige moderne Ökonomen erkennen, dass sich Märkte möglicherweise nicht selbst korrigieren und staatliches Handeln mitunter erforderlich sein kann.
- •Er sagt, die Demokraten sollten langfristig neben Trump auch konservative und traditionelle wirtschaftspolitische Vorstellungen kritisieren.

Die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump, insbesondere seine Zölle, steht sowohl von links als auch von rechts unter Kritik. Zu den Kritikern gehören liberale Ökonomen wie Paul Krugman und Robert Reich sowie konservative und libertäre Ökonomen, die den verstorbenen Milton Friedman bewundern. Friedman betrachtete hohe Zölle als schädlich für Unternehmen und Verbraucher.
Michael Tomasky von The New Republic argumentiert, dass die wirtschaftlichen Probleme der Republikanischen Partei weit über Trump selbst hinausgehen. In einem am Montagmorgen veröffentlichten Artikel vertritt Tomasky die Auffassung, dass Republikaner im Allgemeinen grundlegende wirtschaftliche Konzepte nicht verstanden haben. Tomaskys Artikel in The New Republic lesen.
Tomasky verweist auf ein Versprechen, das Trump während seines Wahlkampfs 2024 gemacht hatte. Trump sagte: “Under the Trump economic plan, we will cut your energy prices in half … We are going to bring energy down by 50 percent, 50 percent, 50 percent within 12 months from January 20, which is the day we go into office.”
Tomasky schreibt, das Versprechen sei „heute aus zwei Gründen relevant“.
“The first is the more obvious: He was lying out his know-you-what without any regard for whether these words would end up being true,” Tomasky writes. “They just sounded good at the time, so he said them. Fifty percent in a year … The second level is more interesting — and more damning not only of Trump, but of the entire Republican Party and of conservatism generally, in this country and across the world, and not just in Trump's second term, but for all time. And that is this: There is probably some way in which Trump actually believed he could lower energy prices — maybe not by 50 percent in a year, but lower them substantially and noticeably. Why would he believe this? He believed it because conservatives believe stupid, simplistic things about how the capitalist economy works.”
Tomasky fährt fort: “They believe that if you just let the free market do its thing, wonders will arise and all will be well. They believe this first and foremost because their big-money donors believe it. But they also believe it because the economists — or more precisely, the economists they prefer to listen to — say so, and they must know what they're talking about.”
Tomasky zufolge hat eine „neue Generation von Ökonomen … mit eigenen Augen gesehen, dass sich Märkte nicht immer selbst korrigieren“ und erkennt nun, dass „manchmal staatliche Eingriffe erforderlich sind, um gute Ergebnisse zu erzielen“.
Tomasky schreibt, dass sich die Demokraten im Wahlkampf zu den Zwischenwahlen verständlicherweise darauf konzentrierten, Trump wegen seiner Lügen anzugreifen und ihm die höheren Preise zuzuschreiben, die die Menschen bezahlen. Dieser Ansatz sei politisch sinnvoll, argumentiert er, doch langfristig müssten die Demokraten einen umfassenderen Kurs verfolgen. Dadurch verschiebt sich der Fokus von Trumps einzelnen Aussagen auf die wirtschaftlichen Annahmen, die laut Tomasky die Politik der Republikaner prägen, einschließlich des Verhältnisses zwischen Marktkräften und staatlichen Eingriffen.
“It would be great if they nominated a presidential candidate in 2028 who had the guts and the rhetorical skill to indict not just Trump, but conservatism and traditional economics more generally,” Tomasky writes. “It's not an accident that the last three, now four, GOP presidents have wrecked the economy: Bush, Bush, Trump, and Trump.”