NachrichtenKryptoDie Trump-Regierung prüft eine regulierte US-Version von Hyperliquid über Krakens Bitnomial

Die Trump-Regierung prüft eine regulierte US-Version von Hyperliquid über Krakens Bitnomial

Autor: Hokanews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Trump-Regierung und die CFTC arbeiten daran, Hyperliquid über ein separat reguliertes, konformes Produkt in die USA zu bringen, statt die globale Plattform zu registrieren.
  • Die vorgeschlagene Struktur umfasst Krakens Muttergesellschaft Payward und deren CFTC-regulierte Tochter Bitnomial, die Payward im Mai übernommen hat.
  • Bitnomial hat im April einen Hyperliquid-US-Dollar-Spot-Kontrakt bei der CFTC selbst zertifiziert – ein Beleg, dass regulierte HYPE-bezogene Produkte machbar sind.
  • Das US-Angebot würde weniger Märkte und geringere Hebel als Hyperliquids globale Plattform bieten und eine zweistufige Struktur schaffen.
  • Regulatorische Hürden bleiben bestehen, da sowohl CFTC als auch SEC Vorschriften zu Verwahrung und Marktstruktur aktualisieren müssten – ein Prozess, der bis zu einem Jahr dauern könnte.
Die Trump-Regierung prüft eine regulierte US-Version von Hyperliquid über Krakens Bitnomial

Die Regierung von Präsident Donald Trump prüft einen Weg, wie Hyperliquid über ein separat reguliertes Produkt in den US-Markt einsteigen könnte, statt die bestehende globale Handelsplattform des Protokolls für amerikanische Nutzer zu öffnen.

Laut Informationen, die von @coinbureau veröffentlicht wurden, sagte Trump im vergangenen Monat, dass die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) daran arbeite, Hyperliquid „auf vollständig konforme und legale Weise“ in die Vereinigten Staaten zu bringen. Die vorgeschlagene Struktur würde Krakens Muttergesellschaft Payward und deren CFTC-regulierte Tochter Bitnomial einbeziehen.

Das Interesse an einem konformen US-Zugang ist bemerkenswert, da Hyperliquid, eine dezentrale Börse, die für ihren Handel mit On-Chain-Perpetual-Futures und ihr HYPE-Token bekannt ist, derzeit eine globale Nutzerschaft ohne US-Registrierung bedient – amerikanische Händler haben somit keine sanktionierte Möglichkeit, auf ihre Märkte zuzugreifen.

Bitnomial könnte die regulatorische Infrastruktur bereitstellen

Unter der vorgeschlagenen Regelung würde das US-Produkt auf der Technologie und der Marktinfrastruktur von Hyperliquid aufbauen, jedoch getrennt von der erlaubnisfreien globalen Plattform operieren. Bitnomial würde den regulierten Börsen- und Clearing-Rahmen liefern, während US-Kunden den geltenden Anforderungen an Identifizierung, Verwahrung und Compliance unterlägen.

Die Struktur deckt sich mit Schritten, die Payward bereits unternommen hat. Das Unternehmen schloss die Übernahme von Bitnomial im Mai ab, womit die Kraken-Muttergesellschaft die Kontrolle über eine US-Derivateplattform mit den Status eines Futures Commission Merchant, Designated Contract Market und Derivatives Clearing Organization erhielt. Die Übernahme regulierter Derivate-Gesellschaften ist zu einem gängigen Weg für Krypto-Firmen geworden, die unter dem CFTC-Rahmen Zugang zum US-Markt suchen.

Bitnomial hat zudem bereits ein CFTC-zertifiziertes Produkt im Zusammenhang mit Hyperliquid eingereicht. Im April hat die Börse einen Hyperliquid-US-Dollar-Spot-Kontrakt selbst zertifiziert und damit gezeigt, dass regulierte Produkte mit Bezug zum HYPE-Ökosystem über den bestehenden US-Derivaterahmen eingeführt werden können.

US-Händler könnten weniger Märkte und geringere Hebel erhalten

Der Haupt-Kompromiss wäre der Marktzugang. US-Nutzer würden nicht dieselbe Auswahl an Märkten und Hebeln erhalten, die auf der globalen Plattform von Hyperliquid verfügbar sind; stattdessen müsste das inländische Angebot innerhalb der US-Regulierungsvorgaben operieren.

Der Vorschlag könnte daher eine zweistufige Struktur schaffen: eine breitere Offshore-Plattform neben einem stärker eingeschränkten, complianceorientierten US-Produkt. Dieser Ansatz würde es amerikanischen Händlern ermöglichen, regulierte Exposure gegenüber Hyperliquid-bezogenen Märkten zu erlangen, ohne dass die bestehende globale Plattform zu einem US-registrierten Handelsplatz werden müsste. Eine Parallele lässt sich zu Coinbase' Übernahme der Derivatebörse Deribit ziehen – ein weiterer Fall, in dem eine große Krypto-Plattform regulierte Infrastruktur kaufte, um ihr Derivateangebot auszubauen.

Regulatorische Änderungen bleiben ein erhebliches Hindernis. Berichten zufolge müssten sowohl die CFTC als auch die Securities and Exchange Commission Vorschriften zu Verwahrung und Marktstruktur anpassen, wobei der Prozess bis zu einem Jahr dauern könnte.

Die nächste entscheidende Frage ist, ob die US-Aufseher eine Struktur genehmigen werden, die genug vom Handelsmodell Hyperliquids bewahrt und zugleich die inländischen Anforderungen an Anlegerschutz, Verwahrung und Marktaufsicht erfüllt.

Autorin: Victoria Hale, Technologie- und Blockchain-Autorin. Victoria Hale schreibt über Blockchain-Technologie, digitale Infrastruktur und die Schnittstelle neuer Technologien mit der Finanzwelt. Ihre Artikel untersuchen, wie neue Protokolle und Systeme die sich entwickelnde digitale Wirtschaft prägen. Sie legt besonderen Wert auf Klarheit und Genauigkeit, wenn sie technische Entwicklungen für ein breites Publikum erklärt.

Quelle: Hokanews