NachrichtenMakroTrump-Mitarbeiter nutzen geheimen 'Wetter'-Code, um die Stimmung des Präsidenten zu ermitteln, sagt Biograf

Trump-Mitarbeiter nutzen geheimen 'Wetter'-Code, um die Stimmung des Präsidenten zu ermitteln, sagt Biograf

Autor: Alternet·

Wichtige Erkenntnisse

  • •Präsident Trump wurde gefilmt, wie er offenbar Natalie Harp, seine enge persönliche Assistentin, anschrie, die ein gezwungenes Lächeln aufsetzte, während er neben ihr auf den Boden zeigte.
  • •Der Biograf Michael Wolff sagt, Trumps Mitarbeiter enduren regelmäßig verbale Angriffe und nutzen die verschlüsselte Formel „How's the weather?“, um einander vor Treffen nach der Stimmung des Präsidenten zu fragen.
  • •Wolff behauptet, Frauen, die für Trump arbeiten, dienten ihm in untergeordener Rolle, und eine der Notizen Harps enthalte angeblich ein Gesuch um Verzeihung für nicht näher bezeichnete Handlungen, die ihn verärgert hatten.
  • •Anthony Scaramucci, der 2017 elf Tage als Kommunikationsdirektor im Weißen Haus diente, sagte im Juli, niemand in Trumps innerem Kreis möge ihn aufrichtig und bleibe nur wegen seiner Macht.
  • •Scaramucci sagte AlterNet im September, Menschen, die Trumps Charakterfehler kennen, hielten aus Angst zu ihm und nannte sie Feiglinge, die es versäumt hätten, seine Amtsenthebung zu betreiben oder ihn in seinem zweiten Amtsenthebungsverfahren zu verurteilen.
Trump-Mitarbeiter nutzen geheimen 'Wetter'-Code, um die Stimmung des Präsidenten zu ermitteln, sagt Biograf

Präsident Donald Trump war dabei zu beobachten, wie er offenbar Natalie Harp anschrie, die enge persönliche Assistentin, zu der er Berichten zufolge eine ungewöhnlich enge Beziehung hat – und der Moment wirft ein neues Licht darauf, wie der Mitarbeiterstab des Präsidenten mit seinem launischen Temperament umgeht.

Während sich die Medienberichte auf das verstörende Bild konzentrierten, auf dem Harp ein gezwungenes Lächeln für die Kameras aufsetzt, während ein missmutiger Trump neben ihr auf den Boden zeigt, sagt der Trump-Biograf Michael Wolff, der Präsident sei bei seinen Mitarbeitern wegen seines herabwürdigenden Verhaltens berüchtigt – so sehr, dass sein Stab einen Code entwickelt hat, um mit seinen Stimmungsschwankungen umzugehen.

„Everybody takes abuse“, sagte Wolff gegenüber seiner Podcast-Kollegin Joanne Coles, laut einem Bericht von The Daily Beasts Erkki Forster vom Donnerstag. Er fügte hinzu, dass jeder, der für den Präsidenten arbeite, irgendwann Ziel seiner Tiraden werde.

Wolff, der vier Enthüllungsbücher über Trump geschrieben hat – darunter der 2018er-Bestseller „Fire and Fury“ – und in dessen erster Amtszeit Zeit im Weißen Haus verbrachte, enthüllte, dass die Mitarbeiter eine geheime Formel ersonnen hatten, um sich gegenseitig darauf hinzuweisen, was sie erwartete, bevor sie den Präsidenten sahen.

„People around Trump would say, 'How's the weather?'“, erzählte der Autor und beschrieb damit eine diskrete Kurzformel für die Frage: „Wie ist seine Stimmung?“ Nach Wolffs Darstellung unterstreicht dieses Kontrollritual, wie viel Gewicht die Mitarbeiter auf die Verfassung des Präsidenten legen, bevor es zu einer direkten Begegnung kommt.

Forster zitierte Wolff mit den Worten: „This is a man who is wholly unfiltered. There are no restraints here... If he feels it, if he thinks it, he expresses it, and his powers of expression are... blunt force. That's it. You're going to get it. It's going to come at you.“

Wolff sagte auch, dass Frauen, die für Trump arbeiten, eine besonders schwere Zeit haben.

„And let's remember, these women around him... they are there... in the most abject capacity... There's no pretense that they are there for any other reason but the succor of Donald Trump. They are there to be his comfort blanket“, Wolff laut Forster.

Forster wies außerdem darauf hin, dass Harp, die liebevolle Briefe für Trump an verschiedenen Orten im Weißen Haus hinterlegt, wo er sie finden kann, in einer dieser Notizen Bemerkungen unterbrachte, die wie ein Gesuch um Verzeihung für nicht näher bezeichnete Handlungen wirkten, die ihn verärgert hatten.

„If there is anything else I have done to cause you trouble, please forgive me“, schrieb Harp.

„Nobody likes him“

Wolff ist nicht der einzige ehemalige Insider, der die Atmosphäre rund um Trump in unverblümten Worten beschreibt. Im Juli sagte Anthony Scaramucci, der 2017 für nur 11 Tage Trumps Kommunikationsdirektor im Weißen Haus war, niemand, der für Trump arbeite, möge ihn aufrichtig – wegen seines boshaften Verhaltens.

„Getting fired after 11 days was brutal, but there was also a genuine sense of relief“, schrieb Scaramucci auf X. „Yes I had a shortcoming. I failed at the job. There was humiliation in it, but there was also relief.“

Er fügte hinzu: „Here's what I've observed about everyone around Trump. Nobody likes him. I don't think his family members like him. I don't think his cabinet members really like him. They kiss his a—— because he's powerful.“

Scaramucci schloss: „The people who genuinely like him are one or two electron orbits away, close enough to feel the warmth, far enough to avoid the heat. I don't know a single person in his inner circle who came out unscathed.“

Im Gespräch mit AlterNet im September stellte Scaramucci fest, dass Menschen, die Trump kennen und seine Charakterfehler kennen, aus Angst zu ihm halten.

„We started this interview by me saying that they only care about themselves and their own personal power, and they've become cowards“, sagte Scaramucci gegenüber AlterNet. „If they were not cowards, they would've sought Donald Trump's removal. If they were not cowards, they would've convicted Donald Trump in his second impeachment after the ridiculous, and I want to emphasize the ridiculous, Matthew, the insurrection and the fomenting of that insurrection. If they were not cowards... But they're cowards.“