US-Finanzministerium treibt Regelsetzung zum GENIUS Act mit neuem Stablecoin-Vorschlag voran
Wichtige Erkenntnisse
- •Das US-Finanzministerium hat einen Leitlinienentwurf verfasst, der festlegt, welche Stellen gemäß dem GENIUS Act Zahlungs-Stablecoins ausgeben dürfen, einschließlich Emittenten, die außerhalb der Vereinigten Staaten tätig sind.
- •Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Regierung daran arbeite, den Unternehmen die für Erfolg in den USA nötige Sicherheit zu geben, und betonte die Stärkung der Rolle des Dollars als Weltreservewährung und als Zentrum der Kryptoaktivitäten.
- •Das Finanzministerium kam zu dem Schluss, dass Zahlungs-Stablecoins eine andere Behandlung als Wertpapiere erfordern, da sie für Zahlungen und Abwicklungen konzipiert sind, und warnte, dass die Anwendung traditioneller Anlagegesetze ihre Nutzung als Zahlungsmittel beeinträchtigen könnte.
- •Die Öffentlichkeit und die Stablecoin-Branche haben 60 Tage, voraussichtlich bis Mitte Oktober, Zeit für Stellungnahmen; die offenen Fragen des Finanzministeriums zur Auslegung von Teilen des Gesetzes deuten darauf hin, dass sich die endgültigen Regeln noch ändern könnten.
- •Die im Gesetz vorgesehene einjährige Frist für die Ausarbeitung des Regulierungsrahmens ist bereits verstrichen, und die nächste Etappe, ein geschätztes Inkrafttreten am 18. Januar, könnte schwer zu erreichen sein, da die Behörden Stellungnahmen prüfen und die Regeln endgültig festlegen müssen.

Die Umsetzung des GENIUS Act hat neuen Auftrieb erhalten, nachdem das US-Finanzministerium damit begonnen hat, Leitlinien zu entwerfen, die festlegen, welche Parteien in den Vereinigten Staaten Zahlungs-Stablecoins ausgeben dürfen.
Dieses Vorhaben erfolgt, während die Bundesbehörden an den Vorschriften arbeiten, die erforderlich sind, um den neuen Rahmen in Kraft zu setzen. Auch die Bank- und Finanzaufsichtsbehörden haben einschlägige Leitlinien erarbeitet, während die Branche auf Klarheit wartet, da die Einzelheiten mitbestimmen, wie Zahlungs-Stablecoins in die bestehende US-Finanzaufsicht eingeordnet werden.
Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Regierung daran arbeite, den Unternehmen die Sicherheit zu geben, die sie benötigen, um in den USA erfolgreich zu sein. Er betonte zudem, wie wichtig es sei, die Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung und als Zentrum der Kryptoaktivitäten zu stärken.
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Regeln zum GENIUS Act treten in die öffentliche Konsultationsphase ein
Der Vorschlag des Finanzministeriums befasst sich damit, wie der GENIUS Act auf Stablecoin-Emittenten anzuwenden ist, einschließlich solcher, die außerhalb der USA tätig sind. Bei der Erarbeitung der Leitlinien prüfte das Ministerium zwar die Wertpapiergesetze, kam jedoch zu dem Schluss, dass Zahlungs-Stablecoins eine andere Behandlung erfordern, da sie für Zahlungen und Abwicklungen konzipiert sind.
Das Ministerium warnte, dass die Anwendung traditioneller Anlagegesetze die Nutzung von Zahlungs-Stablecoins für Zahlungen beeinträchtigen könnte.
Der Vorschlag folgt auf eine Ankündigung des Finanzministeriums aus dem September des vergangenen Jahres. Die Öffentlichkeit und die Stablecoin-Branche haben nun 60 Tage Zeit für Stellungnahmen; dieser Zeitraum soll voraussichtlich Mitte Oktober enden.
Das Finanzministerium hat zudem eine Reihe von Fragen dazu aufgeworfen, wie bestimmte Abschnitte des Gesetzes auszulegen sind. Das unterstreicht, dass sich die Regelsetzung noch in einem frühen Stadium befindet und sich die endgültige Fassung nach Prüfung der Rückmeldungen noch ändern kann.
Ausländische Emittenten stehen unter genauer Beobachtung
Eine weitere wichtige Frage ist, ob der GENIUS Act auf ausländische Stablecoin-Anbieter angewendet wird. Von großen im Ausland tätigen Unternehmen wie Tether wird erwartet, dass sie die Vorschläge genau verfolgen und bewerten, wie sich diese auf ihre Bemühungen um den Eintritt in den US-Markt auswirken könnten.
Auch der Zeitplan ist entscheidend. Nach dem Gesetz hätte der Regulierungsrahmen innerhalb eines Jahres entwickelt werden sollen, doch diese Frist ist bereits verstrichen, ohne dass alle erforderlichen Vorschriften fertiggestellt wurden.
Der nächste wichtige Termin ist das geschätzte Inkrafttreten am 18. Januar. Dieses Ziel zu erreichen, könnte sich jedoch als schwierig erweisen, da die Behörden noch die öffentlichen Stellungnahmen prüfen und die Regeln endgültig festlegen müssen. Für Marktteilnehmer bedeutet dies, dass die praktische Umsetzung des Gesetzes weiterhin davon abhängt, wie schnell das Finanzministerium und andere Regulierungsbehörden den Vorschlag in endgültige Leitlinien umsetzen können.
GENIUS Act überschneidet sich mit breiterer Krypto-Gesetzgebung
Die Regelsetzung zum GENIUS Act verläuft parallel zur Debatte im Kongress über den Digital Asset Market Clarity Act. Dieses Gesetz könnte Teile des Stablecoin-Rahmens beeinflussen, insbesondere Bestimmungen im Zusammenhang mit Anreizen für die Nutzung von Stablecoins auf Kryptobörsen.
Die Aussichten des Clarity Act sind nun ungewiss, nachdem der Senat vor Beginn der Sitzungspause bestimmte Abstimmungen nicht eingeleitet hat.
Für Stablecoin-Unternehmen ist der Vorschlag des Finanzministeriums ein bedeutender Schritt in Richtung Bundesregulierung, auch wenn weitere Änderungen am Rahmen möglich bleiben, während Abgeordnete und Regulierungsbehörden die breitere US-Kryptopolitik weiter gestalten.
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Primärquelle
- Pressemitteilung des US-Finanzministeriums
- Dokument auf Regulations.gov