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TikTok führt Sprachkommentare ein – Nutzer in Nigeria warten noch auf den Zugang

Autor: TechNext24·

Wichtige Erkenntnisse

  • TikTok führt eine Funktion für Sprachkommentare schrittweise ein, mit der Nutzer über ein Mikrofon-Symbol im Kommentarbereich kurze Audionachrichten aufnehmen können.
  • Die Funktion ist für Nutzer in Nigeria noch nicht verfügbar; dort gibt es derzeit nur Standard-Kommentaroptionen mit Text und Emojis.
  • Sprachkommentare werden als Audiowellenformen veröffentlicht und automatisch transkribiert, wobei der Text unter dem Kommentar angezeigt wird.
  • TikTok hat weder die unterstützten Sprachen der Transkription noch mögliche Bearbeitungs- oder Ausblendoptionen für den transkribierten Text genannt.
  • Creator können festlegen, ob Sprachkommentare erlaubt sind, und diese entfernen oder melden – Audioinhalte erhöhen jedoch die Moderationskomplexität.
TikTok führt Sprachkommentare ein – Nutzer in Nigeria warten noch auf den Zugang

TikTok führt schrittweise eine neue Funktion ein, mit der Nutzer Sprachkommentare unter Videos hinterlassen können, indem sie ihre Stimme direkt im Kommentarbereich aufnehmen und teilen. Ein Mikrofon-Symbol erscheint im Kommentarbereich; durch Tippen und Halten können Nutzer eine kurze Nachricht aufnehmen und als Kommentar veröffentlichen.

Wie Technext however feststellte, ist die Funktion für Nutzer in Nigeria noch nicht verfügbar. TikTok rollt sie in Phasen aus, sodass der Zugang von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich sein kann, selbst wenn sie dieselbe Version der App verwenden.

Für diejenigen mit Zugang erscheint das Mikrofon-Symbol neben den üblichen Kommentaroptionen. Nach der Aufnahme wird die Nachricht als Audiowellenform in den Kommentaren veröffentlicht, die andere anhören können.

Die App transkribiert das Audio außerdem automatisch. Nach dem Veröffentlichen eines Sprachkommentars erscheint eine „Transkribieren…“-Meldung, während die App ihn verarbeitet, und die Transkription wird anschließend unter dem Audiokommentar angezeigt. Das ist nützlich für Nutzer, die TikTok ohne Ton durchstöbern, da sie lesen können, was gesagt wurde, ohne die Aufnahme abzuspielen. Es spiegelt auch eine breitere Branchenpraxis wider: Automatische Transkription und Untertitelung sind auf Kurzvideo-Plattformen zum Standard geworden – sowohl als Barrierefreiheitsmaßnahme als auch, um Nutzer zu bedienen, die ohne Ton schauen.

TikTok hat keine Details dazu geteilt, welche Sprachen für die Transkription unterstützt werden oder ob Nutzer künftig Optionen erhalten, den transkribierten Text zu bearbeiten oder auszublenden. Die Sprachabdeckung ist eine relevante offene Frage für Märkte wie Nigeria, wo neben Englisch mehrere Sprachen im Alltag verwendet werden.

Die Plattform testet Sprachkommentare seit Anfang des Jahres. Einige Nutzer haben bereits eine Mikrofon-Option entdeckt, mit der sie statt zu tippen per Stimme kommentieren können, doch das schrittweise Rollout bedeutet, dass nicht jeder gleichzeitig Zugang erhält – selbst Nutzer im selben Land können die Funktion zu unterschiedlichen Zeiten sehen.

In Nigeria haben Nutzer derzeit weiterhin nur die regulären Kommentaroptionen wie Text und Emojis.

Creator behalten eine gewisse Kontrolle über die Funktion: Sie können entscheiden, ob Nutzer Sprachkommentare unter ihren Videos hinterlassen dürfen, und sie können Kommentare entfernen oder unangemessene melden. Audiokommentare können die Moderation erschweren, da gesprochene Inhalte andere Erkennungs- und Prüfungsprozesse erfordern als Text; TikToks bestehende Kontrollen zum Entfernen und Melden von Kommentaren sind die Werkzeuge, die Creator dafür zur Verfügung haben.

Die Einführung von Sprachkommentaren baut auf TikToks breiterem Fokus auf Audio auf. Die Plattform hatte zuvor Sprachnachrichten in Direktnachrichten eingeführt und dehnt diese Audio-Interaktion nun auf öffentliche Kommentare aus – eine neue Möglichkeit für Nutzer, mit Videos zu interagieren, ohne sich allein auf schriftliche Kommentare zu verlassen. Zudem folgt ein breiterer Trend sozialer Plattformen zu umfangreicheren, ausdrucksstärkeren Kommentarformaten im Wettbewerb um die Nutzerbindung.

Quelle: TechNext24, via TechWeez