NachrichtenKryptoThailändische SEC schlägt Verbot von Stablecoin-Transfers an Dritte mit Tageslimit von 150.000 US-Dollar vor

Thailändische SEC schlägt Verbot von Stablecoin-Transfers an Dritte mit Tageslimit von 150.000 US-Dollar vor

Autor: Metaverse Post·

Wichtige Erkenntnisse

  • Thailands SEC hat eine öffentliche Konsultation zu neuen Stablecoin-Regeln eröffnet. Sie läuft bis zum 25. September 2026; anschließend sollen die endgültigen Regeln bestätigt werden.
  • Nach den Entwurfsgrundsätzen wären Ein- und Auszahlungen von Stablecoins nur zwischen Konten oder Wallets zulässig, die als demselben Kunden zugehörig verifiziert wurden. Transfers mit der Wallet einer anderen Person wären damit faktisch verboten.
  • Ein tägliches Limit von 5 Millionen thailändischen Baht, etwa 150.000 US-Dollar, pro Person und Anbieter würde separat für eingehende und ausgehende Transfers gelten. Ausnahmen gäbe es für Travel-Rule-konforme Transfers zwischen thailändisch regulierten Anbietern und bestimmte zugelassene Geschäftskunden.
  • Außerbörsliche Transaktionen von Brokern und Händlern müssten einen Mindestwert von 3 Millionen Baht erreichen und eine öffentliche Preisangabe enthalten. Broker dürften keine direkten Geschäfte zwischen Kunden durchführen, könnten Aufträge aber weiterhin an eine lizenzierte Börse weiterleiten.
  • Die Maßnahmen sollen Risiken durch Geldwäsche, Cyberkriminalität und die Umgehung grenzüberschreitender Regeln verringern. Vorgesehen sind unter anderem Travel-Rule-Prüfungen, Blockchain-Analysen, die Veröffentlichung von Market-Maker-Informationen und Beschränkungen für Liquiditätsanbieter bei Stablecoin/Thai-Baht-Paaren von Brokern.
Thailändische SEC schlägt Verbot von Stablecoin-Transfers an Dritte mit Tageslimit von 150.000 US-Dollar vor

Die thailändische Securities and Exchange Commission (SEC) hat eine öffentliche Konsultation zu neuen Stablecoin-Regeln eröffnet und strenge Beschränkungen für Stablecoin-Transfers über regulierte Anbieter digitaler Vermögenswerte vorgeschlagen. Die Konsultation ist über die offizielle Website der SEC verfügbar und läuft bis zum 25. September 2026. Anschließend sollen die endgültigen Regeln bestätigt werden. Da es sich bei den Maßnahmen noch um vorgeschlagene Grundsätze handelt, hängen ihre praktischen Auswirkungen von den nach der Konsultation verabschiedeten endgültigen Regeln ab.

Nach den Entwurfsgrundsätzen wären Ein- und Auszahlungen von Stablecoins nur zwischen Konten oder Wallets zulässig, die als dem gleichen Kunden zugehörig verifiziert wurden. Damit wären Transfers an oder von der Wallet einer anderen Person faktisch verboten.

Der Vorschlag würde ein tägliches Transferlimit von 5 Millionen thailändischen Baht beziehungsweise etwa 150.000 US-Dollar pro Person und Anbieter festlegen. Das Limit würde separat für eingehende und ausgehende Transfers gelten. Dem Vorschlag zufolge soll die Obergrenze sicherstellen, dass die Transferwerte mit dem von den Kunden angegebenen Einkommen und ihrer finanziellen Situation übereinstimmen.

Das Limit würde nicht für Transfers zwischen Kunden thailändisch regulierter Anbieter gelten, die beide die Travel Rule einhalten. Ebenfalls ausgenommen wären bestimmte Geschäftskunden, darunter lizenzierte Anbieter, Market Maker für Stablecoin/Thai-Baht-Handelspaare sowie von der Bank of Thailand regulierte Anbieter, die eine spezielle Genehmigung zur Nutzung von Stablecoins in ihren Geschäftsabläufen erhalten haben.

Umfassendere Maßnahmen gegen Geldwäsche, außerbörslichen Handel und Liquiditätsanbieter

Über die Transferbeschränkungen hinaus befasst sich der Rahmen der SEC mit mehreren weiteren Bereichen der Aufsicht über digitale Vermögenswerte. Die Kunden-Wallets auf beiden Seiten einer Transaktion müssten die Anforderungen der Travel Rule erfüllen. Dazu gehören die Kundenklassifizierung, die Prüfung gegen Strohwallets und Wallets mit Verbindungen zu illegalen Aktivitäten sowie der Einsatz von Blockchain-Analysetools, um Vermögensbewegungen nachzuverfolgen und Verbindungen zu markierten oder überwachten Wallets zu identifizieren.

Die Behörde erklärte, die Maßnahmen sollten Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche, Cyberkriminalität und der Umgehung grenzüberschreitender Regeln für Geldtransfers verringern.

Die Konsultation schlägt außerdem Regeln für außerbörsliche Transaktionen vor, die von Brokern und Händlern digitaler Vermögenswerte durchgeführt werden. Solche Transaktionen müssten einen Mindestwert von 3 Millionen Baht aufweisen. Die Handelspreise müssten öffentlich auf der Website oder Plattform des Anbieters veröffentlicht werden, um Transparenz und Preisüberprüfung zu verbessern.

Brokern wäre es untersagt, außerbörsliche Transaktionen direkt zwischen Kunden durchzuführen. Sie könnten jedoch als Vermittler fungieren, indem sie Kundenaufträge an eine lizenzierte Börse für digitale Vermögenswerte weiterleiten.

Weitere Bestimmungen würden die Aufsicht über Market Maker und Liquiditätsanbieter verschärfen. Börsen müssten die Namen der Market Maker sowie die digitalen Vermögenswerte veröffentlichen, für die diese Liquidität bereitstellen. Außerdem müssten sie die Prüfungen ausweiten und das Verhalten der Market Maker kontinuierlich überwachen, um die Herkunft der Vermögenswerte und den tatsächlichen Zweck der Transaktionen festzustellen.

Für Broker wären Liquiditätsanbieter bei Stablecoin/Thai-Baht-Handelspaaren verboten. Sie dürften außerdem nicht in Rechtsordnungen ansässig sein, denen Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen fehlen, die den Anforderungen der Financial Action Task Force entsprechen. Broker müssten ihren Kunden zudem ihre Liquiditätsanbieter und etwaige Interessenkonflikte offenlegen.

Schließlich würden die Grundsätze die Aufsichtsbefugnisse der SEC stärken. Die Behörde könnte Anbieter, die erforderliche Informationen nicht ordnungsgemäß erheben und melden, anweisen, die Situation innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu beheben, und weitere Maßnahmen ergreifen, wenn die Einhaltung nicht erreicht wird.

Die offizielle Konsultationsmitteilung der SEC ist verfügbar unter: