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Thailändische SEC reicht Strafanzeige gegen Bitkub wegen angeblich falscher Offenlegungen ein

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die thailändische SEC hat Strafanzeige gegen Bitkub und zwei ehemalige Direktoren erstattet, weil sie nach einem Cyberangriff im Mai 2021 angeblich falsche regulatorische Berichte eingereicht haben sollen.
  • Bei dem Cyberangriff wurden digitale Vermögenswerte über 16 Kryptowährungen hinweg im Wert von rund 1.7 Milliarden Baht gestohlen.
  • Die Aufsichtsbehörden werfen Bitkub vor, vom 10. Mai bis zum 30. Oktober 2021 tägliche Nettokapitalberichte eingereicht zu haben, ohne die durch den Diebstahl verursachte wesentliche Verringerung der Vermögenswerte offenzulegen.
  • Bitkub erklärte, dass aktuelle Kundenvermögen sicher seien und sich die Anzeige auf frühere Offenlegungsentscheidungen beziehe, nicht auf die derzeitige Sicherheit der Plattform.
  • Der Ausgang des Falls könnte beeinflussen, wie thailändische Aufsichtsbehörden Melde- und Offenlegungspflichten für lizenzierte Unternehmen für digitale Vermögenswerte nach dem Emergency Decree von 2018 durchsetzen.
Thailändische SEC reicht Strafanzeige gegen Bitkub wegen angeblich falscher Offenlegungen ein

Thailands Securities and Exchange Commission hat Strafanzeige gegen die Kryptobörse Bitkub Online Co., Ltd. und zwei ehemalige Direktoren erstattet. Ihnen wird vorgeworfen, falsche Angaben und irreführende Unternehmensdokumente im Zusammenhang mit einem schweren Cyberangriff im Jahr 2021 eingereicht zu haben.

Die Anzeige wurde bei der Economic Crime Suppression Division eingereicht und stellt den jüngsten Durchsetzungsschritt im Zusammenhang mit einem der größten Sicherheitsvorfälle im Kryptowährungsbereich in Thailand dar. Die Behörden werfen Bitkub vor, die finanziellen Auswirkungen des Angriffs in regulatorischen Einreichungen nicht korrekt offengelegt zu haben. Den ehemaligen Führungskräften wird vorgeworfen, im relevanten Zeitraum irreführende Informationen an die Aufsichtsbehörden genehmigt oder eingereicht zu haben. Der Fall unterstreicht die weitreichende Aufsichtsbefugnis der thailändischen SEC über Plattformen für digitale Vermögenswerte nach dem seit 2018 geltenden Emergency Decree on Digital Asset Businesses, der lizenzierte Börsen verpflichtet, Mindestkapitalanforderungen einzuhalten und tägliche Finanzberichte einzureichen.

Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Cyberangriff von 2021

Nach Angaben der SEC wurde Bitkub im Mai 2021 Ziel eines Cyberangriffs, der zum Diebstahl digitaler Vermögenswerte über 16 Kryptowährungen hinweg mit einem geschätzten Wert von etwa 1.7 Milliarden Baht führte. Die Aufsichtsbehörden werfen der Börse vor, vom 10. Mai bis zum 30. Oktober 2021 weiterhin tägliche Nettokapitalberichte eingereicht zu haben, ohne die durch den Diebstahl verursachte wesentliche Verringerung der Vermögenswerte abzubilden.

Die SEC wirft Bitkub vor, falsche Angaben in vorgeschriebenen regulatorischen Berichten gemacht zu haben. Zudem behauptet sie, dass zwei ehemalige Direktoren in dem betreffenden Zeitraum für die Einreichung dieser Berichte verantwortlich gewesen seien.

Darüber hinaus macht die Aufsichtsbehörde geltend, die ehemaligen Führungskräfte hätten falsche Einträge in Unternehmensdokumenten vorgenommen, die darauf abgezielt hätten, die Regulierer glauben zu lassen, dass Kundenvermögen nicht betroffen gewesen sei und kein Schaden entstanden sei.

Die SEC erklärte, das mutmaßliche Verhalten könne gegen Bestimmungen des thailändischen Emergency Decree on Digital Asset Businesses verstoßen. Die Anzeige hat eine formelle Untersuchung der Angelegenheit ausgelöst.

Bitkub reagiert

Nach der Mitteilung der SEC erklärte Bitkub, der Fall betreffe ausschließlich Meldepraktiken im Zusammenhang mit Ereignissen, die zwischen Mai und Oktober 2021 stattgefunden hätten. Das Unternehmen betonte, dass die derzeit auf der Plattform gehaltenen Kundenvermögen sicher und vollständig intakt seien.

Bitkub erklärte außerdem, der zugrunde liegende Vorfall sei nicht das Ergebnis betrügerischen Verhaltens der in der Anzeige genannten Personen gewesen. Nach Angaben der Börse betrifft die Angelegenheit frühere Offenlegungsentscheidungen nach dem Cyberangriff und nicht die heutige Sicherheit von Kundengeldern.

Die Einreichung einer Strafanzeige stellt keine Verurteilung dar. Nach dem thailändischen Rechtsverfahren werden Ermittler die Vorwürfe prüfen, bevor Staatsanwälte entscheiden, ob formelle Anklage erhoben wird. Eine endgültige Entscheidung würde bei den Gerichten liegen. Der Ausgang dieses Falls könnte Hinweise darauf geben, wie thailändische Aufsichtsbehörden Offenlegungs- und Meldepflichten in einem Sektor handhaben, der unter dem Regulierungsrahmen von 2018 rasch gewachsen ist und Thailand zu einem der aktiveren Länder Südostasiens bei der Lizenzierung und Beaufsichtigung von Unternehmen für digitale Vermögenswerte gemacht hat.