NachrichtenAktienTesla ruft 20.349 Model 3 und Model Y Fahrzeuge wegen übermäßiger Scheinwerferhelligkeit zurück

Tesla ruft 20.349 Model 3 und Model Y Fahrzeuge wegen übermäßiger Scheinwerferhelligkeit zurück

Autor: Blockonomi·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der NHTSA-Rückruf umfasst 20.349 Tesla Model 3 und Model Y Fahrzeuge, deren Abblendlicht die im Federal Motor Vehicle Safety Standard Nr. 108 festgelegten gesetzlichen Helligkeitsgrenzwerte überschreiten könnte.
  • Tesla hat noch keinen Reparaturplan finalisiert, und es ist unbestätigt, ob das Problem durch ein Software-Update gelöst werden kann, da es spezifische physische Scheinwerfereinheiten und keinen Softwarefehler betrifft.
  • Marelli Automotive Lighting, ein Tier-1-Lieferant mit Sitz in Mexiko, fertigte die betroffenen Scheinwerfereinheiten mit einem Lieferanten-Produktionsdatum vom 2. Juni 2023 oder später.
  • Eine separate NHTSA-Untersuchung, die rund 1,2 Millionen Tesla-Fahrzeuge umfasst, wurde nach 156 Beschwerden über ein gelöstes vorderes unteres Querlenkerteil eröffnet, das die Lenkungskontrolle beeinträchtigen könnte.
  • Tesla hatte zuvor kleinere Gruppen von Model 3 Fahrzeugen in den Jahren 2021 und 2023 aufgrund ähnlicher Querlenkerprobleme zurückgerufen, und die NHTSA hat die neueren Aufhängungsbeschwerden mit keinen Unfällen, Verletzungen oder Todesfällen in Verbindung gebracht.
Tesla ruft 20.349 Model 3 und Model Y Fahrzeuge wegen übermäßiger Scheinwerferhelligkeit zurück

Tesla, Inc. (TSLA) schloss bei 332,81 $, plus 0,58 %, da ein neuer US-Fahrzeugsicherheitsrückruf die laufende behördliche Kontrolle durch die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) weiter verschärfte.

Der Rückruf umfasst 20.349 Model 3 und Model Y Fahrzeuge, deren Abblendlicht die gesetzlichen Helligkeitsgrenzwerte überschreiten könnte. Nach Angaben der NHTSA könnte der Mangel die Sicht anderer Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen.

Umfang des Rückrufs

Die Maßnahme gilt für bestimmte Model 3 Fahrzeuge der Baujahre 2017–2023 sowie Model Y Fahrzeuge der Baujahre 2020–2023. Tesla identifizierte 18.735 Model Y Fahrzeuge und 1.614 Model 3 Fahrzeuge innerhalb der betroffenen Gesamtheit und nutzte dabei Fertigungs- und Servicedaten, um Fahrzeuge mit spezifischen Scheinwerfereinheiten einzugrenzen.

Die NHTSA vergab nach Prüfung des Scheinwerferproblems die Rückrufnummer 26V507. Die betroffenen Einheiten tragen ein Lieferantenfertigungsdatum vom 2. Juni 2023 oder später. Marelli Automotive Lighting mit Sitz in Mexiko lieferte die vom Rückruf erfassten Scheinwerfereinheiten. Marelli ist ein großer globaler Tier-1-Lieferant für Automobilbeleuchtung, und der Rückruf zeigt, wie Komponentenmängel bei einem einzigen Lieferanten zu einer sicherheitsrelevanten Maßnahme auf Herstellerebene führen können.

Laut NHTSA können die Abblendlichter in Teilen der gesetzlich definierten Prüfzone übermäßig viel Licht erzeugen. Der Federal Motor Vehicle Safety Standard Nr. 108 legt photometrische Anforderungen an die Scheinwerferleistung fest. Eine Überschreitung dieser Grenzwerte kann Blendung für den Gegenverkehr verursachen, die Straßensicht potentially verringern und das Unfallrisiko erhöhen.

Reparaturlösung noch nicht finalisiert

Tesla reichte den Rückrufbericht am 4. August 2026 ein und informierte seine Filialen und Servicecenter kurz darauf. Das Unternehmen hat noch keinen Reparaturplan für die betroffenen Scheinwerfer finalisiert. Die NHTSA hat auch nicht bestätigt, ob Tesla das Problem durch ein Software-Update beheben kann.

Tesla hat in der Vergangenheit häufig Over-the-Air-Updates eingesetzt, um softwarebedingte Rückrufe in seiner gesamten Fahrzeugpalette zu beheben. Dieser Rückruf könnte jedoch einen anderen Ansatz erfordern, da er spezifische physische Scheinwerfereinheiten und keinen Softwarefehler betrifft. Eigentümer müssen darauf warten, dass Tesla Reparaturanweisungen bereitstellt, sobald das Unternehmen eine Lösung genehmigt.

Tesla plant laut dem Rückrufantrag, Halterbenachrichtigungsschreiben am 15. September zu versenden. Das Unternehmen kann betroffene Eigentümer möglicherweise auch vorab über seine mobile Anwendung informieren. Sobald eine Lösung verfügbar ist, können die Eigentümer den Serviceanweisungen von Tesla folgen.

Weitergehende NHTSA-Kontrolle

Der Scheinwerfer-Rückruf erfolgt vor dem Hintergrund einer separaten NHTSA-Untersuchung, die rund 1,2 Millionen Tesla-Fahrzeuge betrifft. Die Aufnahme der Prüfung erfolgte nach 156 Beschwerden über mögliche Ausfälle von Komponenten der vorderen Radaufhängung. Die Untersuchung erstreckt sich auf bestimmte Model 3 und Model Y Fahrzeuge aus mehreren Modelljahren.

Einige Beschwerden geben an, dass sich der vordere untere Querlenker gelöst hat und die Lenkungskontrolle beeinträchtigte. Fahrer berichteten zudem, dass Fahrzeuge nach dem Versagen der Komponente nicht mehr fahrbereit waren. Die NHTSA hat den Vorfall mit keinen gemeldeten Unfällen, Verletzungen oder Todesfällen in Verbindung gebracht.

Tesla hatte zuvor kleinere Gruppen von Model 3 Fahrzeugen in den Jahren 2021 und 2023 aufgrund ähnlicher Querlenkerprobleme zurückgerufen. Die Aufsichtsbehörden werden nun Ursache, Umfang und Schweregrad der neueren Aufhängungsbeschwerden bewerten. Da die Tesla-Flotte auf US-Straßen in den letzten Jahren erheblich gewachsen ist, haben Anzahl und Umfang der Rückrufe und Untersuchungen anhaltende Aufmerksamkeit der bundesweiten Sicherheitsbehörden auf sich gezogen.

TSLA beendete den Handelstag höher, trotz des jüngsten Rückrufs und der anhaltenden bundesweiten Sicherheitsüberprüfungen.