NachrichtenAktienTesla-Aktie (TSLA) fällt um 6 % nach Cybercab-Enttäuschung – Goldman Sachs sieht jedoch einen Silberstreif am Horizont

Tesla-Aktie (TSLA) fällt um 6 % nach Cybercab-Enttäuschung – Goldman Sachs sieht jedoch einen Silberstreif am Horizont

Autor: Coincentral·

Wichtige Erkenntnisse

  • Goldman-Sachs-Analyst Mark Delaney schätzt, dass Tesla einen Kostenvorteil von 0,05 bis 0,30 USD pro Meile gegenüber Wettbewerbern wie Waymo erzielen könnte, wenn der Cybercab seine Zielmarke von 20.000–30.000 USD erreicht.
  • Die NHTSA hat eine Überprüfung von rund 1.000 Cybercabs eröffnet, um zu prüfen, ob das Fehlen von Lenkrad, Pedalen und Spiegeln den bundesstaatlichen Sicherheitsstandards entspricht.
  • Tesla hat eine Million Meilen unbewachter Robotaxi-Operationen abgeschlossen und sucht Drittanbieter als Flottenbetreiber für Cybercab-Flotten.
  • Teslas Q2-Umsatz erreichte 28,24 Milliarden USD, ein Plus von 25,5 % im Jahresvergleich, doch das bereinigte EPS von 0,33 USD verfehlte den Konsens von 0,50 USD.
  • TSLA fiel am 3. September um 6 %; die Analysteneinstufungen an der Wall Street belaufen sich derzeit auf 22 Buy, 18 Hold und 4 Sell bei einem durchschnittlichen Kursziel von 401,74 USD.
Tesla-Aktie (TSLA) fällt um 6 % nach Cybercab-Enttäuschung – Goldman Sachs sieht jedoch einen Silberstreif am Horizont

Kernpunkte

  • Die TSLA-Aktie fiel um 6 %, nachdem Teslas Cybercab-Veranstaltung am 3. September die Anleger enttäuscht hatte.
  • Goldman-Sachs-Analyst Mark Delaney sieht einen potenziellen Kostenvorteil von 0,05 bis 0,30 USD pro Meile für Tesla gegenüber Wettbewerbern wie Waymo.
  • Delaney behält eine Hold-Einstufung und ein Kursziel von 360 USD für TSLA bei.
  • Tesla hat eine Million Meilen unbewachter Robotaxi-Operationen abgeschlossen und Cybercab-Fahrten in Austin gestartet.
  • Die NHTSA hat eine Überprüfung von rund 1.000 Cybercabs wegen Bedenken zur Sicherheitskonformität eröffnet.

Teslas Aktie erlitt in der vergangenen Woche einen Dämpfer, nachdem die mit Spannung erwartete Cybercab-Veranstaltung des Unternehmens nicht überzeugen konnte. TSLA fiel am 3. September, dem Tag der Veranstaltung, um 6 %, da die Anleger mit mehr Fragen als Antworten zurückblieben.

Die Reaktion unterstreicht, wie stark Teslas rund 1,4 Billionen US-Dollar hohe Marktbewertung auf Ambitionen im autonomen Fahren ruht statt allein auf dem Kerngeschäft mit Automobilen – Robotaxi-Meilensteine sind damit ein zentraler Treiber der Anlegerstimmung.

Trotz des Verkaufsdrucks veröffentlichte Goldman-Sachs-Analyst Mark Delaney eine positive Notiz an Kunden und verwies auf potenzielle Kostenvorteile Teslas im Bereich autonomer Fahrzeuge.

Delaney argumentierte, dass Teslas rein kamerabasiertes Sensorsystem und der kostengünstige Fahrzeugansatz das Robotaxi-Geschäft zu einem starken Cashflow-Bringer machen könnten. Erreicht Tesla die angestrebte Endverbraucherpreisspanne von 20.000 bis 30.000 USD für den Cybercab, könnte das Unternehmen einen Kostenvorsprung von 0,05 bis 0,30 USD pro Meile gegenüber Wettbewerbern wie Alphabets Waymo erzielen. Dieser Vergleich ist relevant, da Waymos Robotaxis auf Lidar und weitere Sensoren setzen, die die Hardwarekosten erhöhen – einen Ansatz, den Tesla bewusst zugunsten von Kameras und neuronaler Netzwerk-Software vermieden hat.

Delaney behält allerdings eine Hold-Einstufung und ein Kursziel von 360 USD für TSLA bei, unterhalb des breiteren Wall-Street-Konsensziels von 377,08 USD.

Teslas Aktie eröffnete am Montag bei 354,08 USD. Die Aktie hat eine 52-Wochen-Spanne von 297,38 bis 498,83 USD und eine Marktkapitalisierung von 1,40 Billionen USD.

Was auf der Cybercab-Veranstaltung geschah

Tesla teilte mit, dass das Unternehmen Robotaxi-Fahrten angeboten und eine Million Meilen unbewachter Operationen absolviert hat. Zudem sucht Tesla nach Betreibern, die Cybercab-Flotten besitzen und die unterstützende Infrastruktur betreiben. Dieses Flottenbetreiber-Modell würde eine Abkehr von Teslas Direktvertrieb an Endkunden darstellen; sein Erfolg hängt davon ab, ob Dritte bereit sind, großflächig in Lade-, Reinigungs- und Dispositionsinfrastruktur zu investieren.

Analysten und Finanzmedien bezeichneten die Veranstaltung mehrheitlich als enttäuschend und verwiesen auf fehlende Details zu Fertigungsskala und Kommerzialisierungszeiträumen. Kritische Kommentare folgten rasch, darunter eine bestätigte Sell-Einstufung von GLJ Research.

Delaney stellte fest, dass Teslas Fähigkeit, Robotaxi-Operationen zu skalieren, stärker von Softwareentwicklung und -leistung abhängen wird als von der Fahrzeugfertigung.

Zwischenzeitlich sorgte eine große institutionelle Käuferposition für Aufmerksamkeit: Jupiter Topco LLC erwarb im zweiten Quartal 466.647 Tesla-Aktien im Wert von rund 196,2 Millionen USD. Institutionelle Anleger halten inzwischen 66,2 % von Tesla.

Weitere große Käufer der letzten Quartale sind unter anderem Norges Bank, Legal and General Group, Bank of New York Mellon und Deutsche Bank.

NHTSA-Überprüfung erhöht den Druck

Die National Highway Traffic Safety Administration eröffnete eine Überprüfung von rund 1.000 Cybercabs. Die Regulierungsbehörden prüfen, ob ein Fahrzeug ohne Lenkrad, Pedale oder herkömmliche Spiegel den bundesstaatlichen Sicherheitsstandards entspricht.

Diese Untersuchung fügt Teslas Einfahrtszeitplan eine zusätzliche Ebene regulatorischer Unsicherheit hinzu. Die Federal Motor Vehicle Safety Standards gingen historisch von herkömmlichen Bedienelementen aus; Fahrzeuge ohne diese benötigen in der Regel regulatorische Ausnahmegenehmigungen oder Regeländerungen vor einer Masseneinführung – weshalb die Überprüfung ein erhebliches Hindernis für das Design des Cybercab darstellt.

Was die Zahlen betrifft, meldete Tesla im zweiten Quartal einen Umsatz von 28,24 Milliarden USD – ein Anstieg von 25,5 % gegenüber dem Vorjahr und über der Schätzung von 26,42 Milliarden USD. Das bereinigte EPS lag jedoch bei 0,33 USD und verfehlte damit den Konsens von 0,50 USD um 0,17 USD.

Teslas Cybercab nutzt einen Motor ohne Seltene Erden, was die Lieferkettenabhängigkeit verringern könnte. Französische Behörden haben zudem begonnen, Teslas Full-Self-Driving-Technologie zu testen – ein möglicher Schritt in Richtung europäische Zulassung. Autonomie steht im Zentrum der Bewertungsdebatte um Tesla: Bullen sehen in der Robotaxi-Ökonomie einen bedeutenden künftigen Erlösstrom, während Skeptiker auf behördliche Zulassungen und ungeklärte Sicherheitsfragen als entscheidende Faktoren verweisen. Für Leser, die die Geschichte verfolgen, sind die nächsten Beobachtungspunkte das Ergebnis der NHTSA-Überprüfung, weitere Details zu Produktions skala und Flottenbetreiber-Partnerschaften des Cybercab sowie der Fortschritt der europäischen FSD-Tests.

Die Analysteneinstufungen belaufen sich derzeit auf 22 Buy, 18 Hold und 4 Sell bei einem durchschnittlichen Kursziel von 401,74 USD.