NachrichtenAktienZuckerpreise steigen sharply: Goldman Sachs sieht bei Britannia die größte Auswirkung unter den Konsumaktien

Zuckerpreise steigen sharply: Goldman Sachs sieht bei Britannia die größte Auswirkung unter den Konsumaktien

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Goldman Sachs beurteilt, dass Britannia unter den indischen Konsumaktien am stärksten vom Anstieg der Zuckerpreise getroffen wird.
  • Britannias hohe Abhängigkeit von Zucker und Palmöl in Kombination mit dem hohen Anteil an Packs mit festen Preispunkten schränkt die Möglichkeit ein, Kostensteigerungen weiterzugeben.
  • Auch Nestlé India und Varun Beverages sind von steigenden Zuckerpreisen betroffen, sollen die Auswirkungen jedoch besser abfedern können als Britannia.
  • Indien ist der weltweit größte Zuckerverbraucher und einer der größten Produzenten, daher prägt die inländische Zuckerpreisbildung direkt die Inputkosten der Hersteller verpackter Lebensmittel und Getränke.
  • Packs mit festen Preispunkten, die zu festen niedrigen Verkaufspreisen angeboten werden, zwingen Hersteller, die Grammatur zu reduzieren oder Kostensteigerungen zu absorbieren, was die Margen statt die Preisrealisierung belastet.
Zuckerpreise steigen sharply: Goldman Sachs sieht bei Britannia die größte Auswirkung unter den Konsumaktien

Die Zuckerpreise sind stark gestiegen, und Goldman Sachs beurteilt, dass Britannia infolgedessen die größte Auswirkung unter den indischen Konsumaktien erleben wird.

Laut der Bank hat Britannia eine relativ hohe Abhängigkeit von Zucker und Palmöl als Anteil seiner Inputkosten. Darüber hinaus könnte der hohe Anteil des Unternehmens an Packs mit festen Preispunkten es erschweren, höhere Kosten vollständig an die Verbraucher weiterzugeben.

Auch Nestlé India und Varun Beverages werden voraussichtlich einige Auswirkungen durch den Anstieg der Zuckerpreise spüren. Goldman Sachs geht jedoch davon aus, dass diese beiden Unternehmen die Auswirkungen besser abfedern können.

Zur Einordnung: Zucker ist ein zentraler Input für Indiens verpackte Lebensmittel- und Getränkeindustrie, und starke Bewegungen der Rohstoffkosten wirken sich direkt auf die Margen der Unternehmen in diesem Sektor aus. Indien ist der weltweit größte Zuckerverbraucher und zugleich einer der größten Produzenten, daher prägen die inlandliche Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Zucker die Inputkosten für Hersteller von Keksen, Süßwaren und Getränken gleichermaßen. Packs mit festen Preispunkten – Produkte, die zu festen niedrigen Verkaufspreisen angeboten werden – sind auf Indiens FMCG-Markt verbreitet und schränken die Flexibilität der Hersteller ein, Packungsgrößen oder Preise als Reaktion auf Inputkosten-Inflation anzupassen. Steigen die Inputkosten, reduzieren Unternehmen, die solche Packs verkaufen, typischerweise entweder die Grammatur oder absorbieren den Anstieg – beides belastet die Margen statt die Preisrealisierung.

Für Unternehmen wie Britannia ist die kombinierte Bewegung von Zucker und Palmöl besonders relevant, da beide wichtige Inputs für Kekse sind, seine Kernkategorie. Anleger, die diese Aktien verfolgen, werden die kommenden Quartalszahlen und Managementkommentare daraufhin beobachten, wie die Bruttomargen auf den Rohstoffzyklus reagieren und ob Preis- oder Kostenmaßnahmen angekündigt werden.

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Quelle: CNBC-TV18