NachrichtenKryptoStrategy, BlackRock, Coinbase und Fidelity gründen Bitcoin Security Consortium zur Abwehr der Quantencomputer-Bedrohung

Strategy, BlackRock, Coinbase und Fidelity gründen Bitcoin Security Consortium zur Abwehr der Quantencomputer-Bedrohung

Autor: Bitcoinsistemi·

Wichtige Erkenntnisse

  • Strategy hat das Bitcoin Security Consortium mit Gründungsmitgliedern gebildet, darunter BlackRock, Fidelity, Coinbase, Anchorage, ARK Invest, Galaxy Digital und weitere namhafte Unternehmen aus dem Bereich digitaler Vermögenswerte.
  • Das Konsortium plant, über drei Jahre hinweg 15 Millionen US-Dollar an direkter Förderung zu vergeben, um Entwickler und Forscher im Bereich Bitcoin-Sicherheit zu unterstützen.
  • Die anfängliche Priorität der Organisation ist die Vorbereitung auf Risiken durch Quantencomputing, wobei eingeräumt wird, dass Quantencomputer, die die Kryptografie von Bitcoin bedrohen könnten, noch Jahre entfernt sind.
  • Das Konsortium stellte ausdrücklich fest, dass es die Entwicklung des Bitcoin-Protokolls weder steuern noch Entscheidungen darüber treffen wird, da dieser Prozess dezentral und community-gesteuert bleibt.
  • Das U.S. National Institute of Standards and Technology veröffentlichte 2024 seine ersten post-quanten-kryptografischen Standards, was darauf hindeutet, dass die Migrationsplanung eine breitere branchenübergreifende Priorität darstellt.
Strategy, BlackRock, Coinbase und Fidelity gründen Bitcoin Security Consortium zur Abwehr der Quantencomputer-Bedrohung

Strategy (MSTR), das von Michael Saylor gegründete Unternehmen, hat die Gründung des Bitcoin Security Consortium bekanntgegeben, das von einigen der bekanntesten Namen der digitalen Vermögensbranche unterstützt wird. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Anchorage, ARK Invest, BlackRock, Blocks, Blockstream, Coinbase, Fidelity Digital Assets, Galaxy Digital und Strategy selbst. Die Beteiligung von Vermögensverwaltern wie BlackRock und Fidelity – die beide spot Bitcoin Exchange-Traded Funds betreiben – neben Verwahrern und Infrastrukturanbietern verdeutlicht das Ausmaß der institutionellen Beteiligung, die mittlerweile mit der langfristigen Sicherheit von Bitcoin verknüpft ist.

Die Hauptaufgabe des Konsortiums besteht darin, das Bitcoin-Netzwerk auf kryptografische Risiken vorzubereiten, die Quantencomputer in Zukunft darstellen könnten. Im Rahmen dieser Initiative werden über die nächsten drei Jahre insgesamt 15 Millionen US-Dollar an direkter Förderung an ausgewählte Forscher, Entwickler und Organisationen vergeben. Das Fördermodell orientiert sich an bestehenden Bitcoin-Sicherheitsförderern wie Brink und Spiral, die Open-Source-Mitwirkende bei der Stärkung des Protokolls unterstützt haben.

Ziele und Schwerpunkte

Gemäß der Gründungserklärung des Konsortiums verfolgt die Organisation zwei Hauptziele:

  1. Förderung und Unterstützung von Entwicklern und Forschern, die zur Sicherheit von Bitcoin beigetragen haben.
  2. Aufklärung der breiten Öffentlichkeit in der Diskussion über die Sicherheit von Bitcoin.

Wohl der anfängliche Schwerpunkt des Bitcoin Security Consortium auf Quantencomputing liegt, räumte die Organisation ein, dass groß angelegte Quantencomputer, die die Kryptografie von Bitcoin bedrohen könnten, derzeit nicht existieren. seriöse Schätzungen deuten darauf hin, dass eine solche Technologie noch Jahre entfernt ist. Nichtsdestotrotz bezeichnete das Konsortium die Vorbereitung als sinnvolle langfristige Priorität und stellte fest, dass die Bitcoin-Community bereits in entsprechenden Bemühungen engagiert ist.

Quantencomputing wird weithin als eines der bedeutendsten langfristigen Risiken für Bitcoin und den breiteren Kryptowährungsmarkt genannt. Die theoretische Besorgnis konzentriert sich auf den Shor-Algorithmus, den ein ausreichend leistungsstarker Quantencomputer nutzen könnte, um die elliptische Kurvenkryptografie zu brechen, die den digitalen Signaturen von Bitcoin zugrunde liegt. Bitcoin nutzt derzeit die secp256k1-Kurve für ECDSA-Signaturen und SHA-256 für Hashing. Die Standardisierung post-quanten-kryptografischer Verfahren ist auch im weiteren Kontext bereits im Gange: Das U.S. National Institute of Standards and Technology veröffentlichte 2024 seine ersten post-quanten-kryptografischen Standards, was darauf hindeutet, dass die Migrationsplanung zu einer branchenübergreifenden Priorität geworden ist.

Konsortium wird das Bitcoin-Protokoll nicht steuern

Die Ankündigung von Strategy betonte ausdrücklich, dass das Konsortium nicht als Gremium fungieren wird, das die Entwicklung des Bitcoin-Protokolls verwaltet oder Entscheidungen darüber trifft. Die Entwicklung des Bitcoin-Protokolls bleibt ein offener, dezentraler Prozess, der von der globalen Gemeinschaft der Mitwirkenden getragen wird.

Stattdessen wird das Konsortium als unabhängiger Förderer agieren und Investoren sowie Entwicklern Sicherheitsforschung, technische Analysen und Schulungsmaterialien zur Verfügung stellen.

Strategy-CEO Phong Le sagte in einer Erklärung: „Als langfristige Inhaber haben wir alle Veranlassung dafür zu sorgen, dass Bitcoin für kommende Generationen sicher bleibt. Die Menschen, die diese Arbeit leisten, zu finanzieren und zur Aufklärung der Diskussion darüber beizutragen, ist für uns eine natürliche Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten."