NachrichtenMakroUS-Aktienindizes kaum verändert, da Anleger auf wichtige Inflationsdaten warten

US-Aktienindizes kaum verändert, da Anleger auf wichtige Inflationsdaten warten

Autor: Yahoo Finance·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die wichtigsten US-Aktienindizes bewegten sich am Montag nur wenig: Der Dow fiel um 0,24%, der S&P 500 stieg um 0,07% und der Nasdaq blieb nahezu unverändert.
  • Rohöl-Futures legten um 3,26% zu, während Brent-Rohöl bei 85 US-Dollar pro Barrel notierte, angesichts der Unsicherheit über eine mögliche Wiederöffnung der Straße von Hormus.
  • Der am Mittwoch anstehende Verbraucherpreisindex (CPI) dürfte die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve maßgeblich beeinflussen.
  • Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht für Juli mit einem Stellenverlust von 23.000 hat die Markterwartung gestützt, dass die Fed mit Zinssenkungen fortfahren könnte.
  • Mehrere Unternehmen aus der KI-Infrastruktur, darunter CoreWeave, Nebius, Cerebras Systems und Super Micro Computer, stehen noch vor der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen, während bereits mehr als 80% der S&P 500-Unternehmen berichtet haben.
US-Aktienindizes kaum verändert, da Anleger auf wichtige Inflationsdaten warten

US-Aktien bewegten sich am Montag kaum, da sich Anleger auf eine entscheidende Woche mit neuen Inflationsdaten und einer Reihe von Unternehmensberichten vorbereiteten. Nach der starken Entwicklung in der Vorwoche liegen die wichtigsten Indizes weiterhin in Reichweite ihrer Allzeithochs.

Der Dow Jones Industrial Average (^DJI) gab um 0,24% nach, während der S&P 500 (^GSPC) um 0,07% zulegte. Der technologielastige Nasdaq Composite (^IXIC) lag mit -0,00% praktisch unverändert. Rohöl-Futures (CL=F) stiegen um 3,26%.

Geopolitischer Fokus auf die Straße von Hormus

Marktteilnehmer nahmen eine abwartende Haltung ein, nachdem Iran signalisiert hatte, dass eine Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus "very close" sei. Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Engpässe für den weltweiten Öltransport; durch sie werden etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Eine Störung oder Schließung der Wasserstraße hat historisch zu deutlich höheren Ölpreisen geführt, mit Auswirkungen auf Benzinkosten, Transport und Vorleistungen in der Produktion.

Die Ölpreise stiegen am Montag, wobei Brent-Rohöl-Futures (BZ=F) als weltweite Benchmark bei 85 US-Dollar pro Barrel notierten, während die Unsicherheit darüber anhielt, ob die Wiederöffnung von Hormus tatsächlich zustande kommt. Energiekosten fließen direkt in Messgrößen der Verbraucherpreisinflation ein, weshalb der Status der Meerenge für die Inflationsdaten dieser Woche relevant ist.

Inflationsdaten und Ausblick auf die Federal Reserve

Anleger bereiten sich auf den neuesten Verbraucherpreisindex (CPI) vor, der am Mittwoch veröffentlicht werden soll und ein zentraler Datenpunkt ist, der die vorherrschende Inflationsnarrative verschieben könnte. Die Veröffentlichung am Mittwoch zählt zu den letzten großen Konjunkturdaten vor der nächsten geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve und hat daher besonderes Gewicht für die Erwartungen an Zinssenkungen. Vertreter der Federal Reserve bleiben uneins über den weiteren Zinskurs, während sie den Ölpreisschock aus dem Konflikt im Nahen Osten und dessen Folgen für den Inflationsdruck bewerten.

Ein überraschend schwacher Arbeitsmarktbericht für Juli, der am Freitag veröffentlicht wurde und zeigte, dass die US-Wirtschaft 23.000 Stellen verloren hat, weit weniger als erwartet, nahm der Fed etwas Druck. Die schwachen Arbeitsmarktdaten stärkten die Markterwartung, dass die Fed Zinssenkungen fortsetzen könnte, da ein sich abschwächender Arbeitsmarkt das Risiko einer lohngetriebenen Inflationsspirale verringert. Die Entscheidungsträger haben jedoch signalisiert, dass sie bereit sind zu handeln, falls die Inflationsdaten heißer ausfallen als erwartet.

Berichtssaison läuft aus, KI-Infrastruktur im Fokus

Der Kalender für Unternehmenszahlen ist im Vergleich zu den vergangenen Wochen eher leicht, da bereits mehr als 80% der S&P 500-Unternehmen ihre Quartalszahlen vorgelegt haben. Dennoch stehen mehrere Unternehmen aus der KI-Infrastruktur vor der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse und dürften Anlegern neue Einblicke in den fortlaufenden Ausbau der Künstlichen Intelligenz geben. Diese Unternehmen bilden die Zuliefer- und Infrastruktur-Ebene der KI-Wirtschaft und stellen GPU-Rechenleistung, Rechenzentrumskapazitäten und spezialisierte Halbleiter bereit, die das Training und den Einsatz großer Sprachmodelle tragen. Dazu zählen CoreWeave (CRWV), Nebius (NBIS), Cerebras Systems (CBRS) und Super Micro Computer (SMCI).