NachrichtenAktienSpaceX-Aktien trotzen dem Druck des Lockup-Ablaufs und steigen um 6 %, da starkes Anlegerinteresse den Insider-Verkaufsauftrag aufnimmt

SpaceX-Aktien trotzen dem Druck des Lockup-Ablaufs und steigen um 6 %, da starkes Anlegerinteresse den Insider-Verkaufsauftrag aufnimmt

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • SpaceX-Aktien legten am 6. August approximately 6 % zu, obwohl 911,5 Millionen Insider-Aktien für den Handel freigegeben wurden, wodurch sich der öffentlich handelbare Freefloat in einer einzigen Sitzung mehr als verdoppelte.
  • SpaceX ging im Juni 2026 bei 135 US-Dollar pro Aktie an die Börse und wählte einen gestaffelten Lockup-Zeitplan anstelle der bei den meisten IPOs üblichen einzelnen 180-tägigen Sperre.
  • Eine Beschleunigungsklausel, die zusätzliche 10 % der Aktien vorzeitig hätte freigeben können, wurde nicht ausgelöst, da die Aktie am Ablauftag rund 15 % unter dem IPO-Preis notierte.
  • Weitere Lockup-Tranchen sind bis Dezember 2026 zur Freigabe geplant, während die persönliche Beteiligung von Elon Musk und bestimmte Executive-Bestände bis Mitte 2027 gesperrt bleiben.
SpaceX-Aktien trotzen dem Druck des Lockup-Ablaufs und steigen um 6 %, da starkes Anlegerinteresse den Insider-Verkaufsauftrag aufnimmt

Die SpaceX-Aktie stieg am 6. August, obwohl mehr als 911 Millionen Insider-Aktien für den Handel freigegeben wurden. Damit durchbrach das Unternehmen ein wohlbekanntes Muster, bei dem Lockup-Abläufe Verkäufe auslösen, da Frühinvestoren und Insider nach Ablauf der obligatorischen Post-IPO-Sperrfrist versuchen, stark konzentrierte Positionen zu diversifizieren oder Gewinne zu realisieren.

SPCX schloss im Bereich von 114 bis 115 US-Dollar und stieg damit approximately 6 % gegenüber dem Schlusskurs des vorangegangenen Handelstages von 108,27 US-Dollar. Der Anstieg erfolgte an demselben Tag, an dem 911,5 Millionen von Insidern und Frühinvestoren gehaltene Aktien freigegeben wurden, wodurch sich der öffentlich handelbare Freefloat in einer einzigen Handelssitzung mehr als verdoppelte.

SpaceX' gestaffelte Lockup-Struktur

SpaceX ging im Juni 2026 bei 135 US-Dollar pro Aktie an die Börse. Das Unternehmen beschränkte seinen anfänglichen Freefloat bewusst auf rund 639 Millionen Aktien, was weniger als 5 % der ausstehenden Gesamtaktien entsprach.

Anstatt die bei den meisten IPOs übliche einzelne 180-tägige Sperre zu verwenden, implementierte SpaceX einen gestaffelten Freigabeplan. Die erste Tranche, die nun abgelaufen ist, gab 911,5 Millionen Aktien frei. Weitere Tranchen sind bis Dezember 2026 und darüber hinaus zur Freigabe geplant. Die persönliche Beteiligung von Elon Musk und bestimmte Executive-Bestände bleiben bis Mitte 2027 gesperrt.

Die Lockup-Struktur enthielt auch eine Beschleunigungsklausel: zusätzliche 10 % der Aktien hätten vorzeitig freigegeben werden können, wenn SPCX an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 30 % über dem IPO-Preis gehandelt worden wäre. Da die Aktie am Ablauftag rund 15 % unter ihrem IPO-Preis notierte, wurde dieser Auslöser nicht aktiviert.

Atypischer Post-Lockup-Rally

SPCX hatte seit seinem Börsendebüt eine erhebliche Volatilität erlebt. Nach einem Höchststand von über 225 US-Dollar verlor die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes, gedrückt durch eine Kombination aus allgemeiner Marktturbulenz und unternehmensspezifischem Druck nach Earnings-Reports.

Ein historischer Präzedenzfall für einen bärischen Lockup-Ablauf ist der Lockup-Ablauf von Facebook im Jahr 2012, der die Aktie in einer einzigen Sitzung um knapp 7 % einbrechen ließ. Die SpaceX-Aktie entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung.

Das hohe Handelsvolumen deutete darauf hin, dass die neu freigegebenen Aktien willige Käufer fanden. Mit einem Preis von rund 20 % unter dem IPO-Preis und mehr als 50 % unter dem Höchststand bot die Bewertung eine andere Ausgangslage als damals, als die Aktie über 200 US-Dollar gehandelt wurde.

Anstehende Lockup-Freigaben

Während die erste Tranche abgelaufen ist, werden nachfolgende Freigaben bis Ende 2026 weiterhin neue Aktien in den Markt bringen. Die Bestände von Musk und Schlüssel-Executives werden erst Mitte 2027 in den Umlauf gelangen.

Die Spanne zwischen dem aktuellen Handelspreis und dem IPO-Niveau von 135 US-Dollar könnte ebenfalls als psychologische Decke wirken. Insider, die sahen, wie ihre Buchgewinne von 225 auf 108 US-Dollar schrumpften, könnten unterschiedlich reagieren, je nachdem, ob sich die Aktie dem IPO-Preis nähert oder sich davon entfernt, wenn die nächste Tranche freigegeben wird. Jede weitere Tranche wird zeigen, ob die Nachfrage das zusätzliche Angebot weiterhin aufnehmen kann oder ob der Verkaufsdruck diversifizierender Aktionäre das Käuferinteresse schließlich übersteigt.