SpaceX-Aktie nahe 149 US-Dollar, da Starship-V3-Test Kostenrisiken verdeutlicht
Wichtige Erkenntnisse
- •Starlink-V3-Satelliten wiegen etwa 2.000 Kilogramm und sind zu groß für Falcon 9, weshalb sie für den Start Starship benötigen.
- •Starlink erzielte im zweiten Quartal mehr als 4,29 Milliarden US-Dollar Umsatz, was 53 % des Gesamtumsatzes von SpaceX entspricht.
- •SpaceX meldete im zweiten Quartal Investitionsausgaben von mehr als 18 Milliarden US-Dollar, davon entfielen mehr als 15 Milliarden US-Dollar auf das KI-Geschäft.
- •Das Unternehmen verfügte über mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren, darunter 85,7 Milliarden US-Dollar aus dem Börsengang.
- •Die technische Analyse identifizierte bei der SPCX-Aktie einen steigenden Keil und eine bärische Divergenz mit einem möglichen Abwärtsziel nahe 120 US-Dollar.

Die SpaceX-Aktie wurde am 11. September nahe 149 US-Dollar gehandelt, während sich das Unternehmen einem weiteren wichtigen Starship-Meilenstein näherte und zugleich mit erheblichen Ausgaben konfrontiert war. Die SPCX-Aktie blieb unter ihrem jüngsten September-Hoch und hatte sich nach der deutlichen Volatilität seit dem Börsengang im Juni in einer relativ engen Spanne eingependelt.
Der bevorstehende Starship-V3-Test und das Tempo der Ausgaben für die KI-Infrastruktur sind zwei wichtige kurzfristige Entwicklungen für das Unternehmen. Die operativen Geschäftsbereiche von SpaceX wachsen weiter, angeführt von der Starlink-Konnektivität und einem wachsenden KI-Segment. Der jüngste SEC-Bericht zeigte jedoch, dass die vierteljährlichen Investitionsausgaben 18 Milliarden US-Dollar überstiegen. Dies verdeutlicht die Kosten, die gleichzeitig für Raketen, Satelliten und Rechenzentren anfallen. Auch technische Indikatoren deuten darauf hin, dass sich die Aktie einem wichtigen Entscheidungspunkt nähert.
SpaceX konzentriert sich auf Starlink V3 und Starship
Die kommende Woche dürfte für SpaceX wichtig werden, da das Unternehmen den Start von Starlink V3 durchführt. Starlink V3 ist der Starlink-Satellit der dritten Generation, der an Bord von Starship statt Falcon 9 gestartet werden soll.
Die neuen Satelliten benötigen Starship, weil jeder von ihnen etwa 2.000 Kilogramm wiegt und damit mehr als dreimal so schwer ist wie ein Satellit der zweiten Generation. Starlink V3 soll eine Downlink-Kapazität von bis zu 1 Tbps und eine Uplink-Kapazität von 160 Gbps unterstützen können. Die Uplink-Kapazität entspricht dem 24-Fachen der Kapazität eines V2-Mini-Satelliten.
SpaceX plant, den V3-Satelliten in der kommenden Woche vor dem späteren operativen Start zu starten. Der Satellit wird von Starship befördert, demselben Fahrzeug, mit dessen Hilfe Elon Musk das Unternehmen künftig Rechenzentren auf dem Mars errichten lassen möchte. Eine Weiterentwicklung des Raumfahrzeugs soll künftig außerdem Menschen zum Mond und zum Mars transportieren.
Diese Entwicklungen sind für das breitere Geschäft von SpaceX von Bedeutung. Die jüngsten Ergebnisse des Unternehmens zeigten, dass Starlink, ein Teil des Konnektivitätssegments, im zweiten Quartal mehr als 4,29 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, was 53 % des Gesamtumsatzes entspricht.
Steigende Investitionsausgaben in den SpaceX-Geschäftsbereichen
Die geplanten Entwicklungen sind mit erhöhten Kosten verbunden. In seinem jüngsten Ergebnisbericht teilte SpaceX mit, dass die Investitionsausgaben im zweiten Quartal auf mehr als 18 Milliarden US-Dollar gestiegen seien. Der größte Teil dieser Ausgaben entfiel auf das KI-Geschäft, zu dem unter anderem Tools wie Grok und die Rechenzentren des Unternehmens gehören. Auf das KI-Geschäft entfielen mehr als 15 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben.
Auch in den Raumfahrt- und Starlink-Geschäftsbereichen des Unternehmens stiegen die Investitionsausgaben auf 1,17 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1,3 Milliarden US-Dollar. Diese Ausgaben trugen zum Verlust des Unternehmens im jüngsten Quartal bei.
SpaceX verfügt dennoch über erhebliche liquide Mittel in seiner Bilanz. Das Unternehmen hält mehr als 100 Milliarden US-Dollar in Form von Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren. Darin enthalten sind die 85,7 Milliarden US-Dollar, die durch den Börsengang (IPO) eingenommen wurden, sowie separate Mittel aus einem Anleiheverkauf.
Analysten erwarten außerdem eine Beschleunigung des Umsatzwachstums von SpaceX. Daten von Yahoo Finance zeigen, dass Analysten einen Jahresumsatz von 44,7 Milliarden US-Dollar prognostizieren, der durch die Branche der künstlichen Intelligenz angetrieben wird. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mehr als 18 Milliarden US-Dollar, während Analysten für das kommende Jahr einen Jahresumsatz von mehr als 106 Milliarden US-Dollar erwarten. Das prognostizierte Wachstum soll aus dem KI- und dem Starlink-Geschäft kommen.
Technische Analyse der SPCX-Aktie
Im Tageschart bewegte sich die SPCX-Aktie in den vergangenen Wochen weiterhin innerhalb einer engen Spanne. Eine genauere Betrachtung zeigt, was die Quelle als wichtige bärische Chartmuster beschreibt, darunter einen steigenden Keil, dessen beide Trendlinien sich einer Konvergenz nähern.
Die Aktie hat außerdem eine bärische Divergenz entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Muster, bei dem ein Oszillator fällt, während sich der Kurs des Vermögenswerts nach oben bewegt. In diesem Fall fallen sowohl der Percentage Price Oscillator (PPO) als auch der Relative Strength Index (RSI).
Das Chartbild könnte daher einem bärischen Ausbruch vorausgehen, wobei laut der in der Quelle beschriebenen technischen Analyse eine mögliche Bewegung in Richtung 120 US-Dollar besteht.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und sollte nicht als Finanz- oder Anlageberatung betrachtet werden. Die Aktienmärkte bleiben volatil. Leser sollten eigene Recherchen durchführen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen.
Quelle: The Market Periodical