NachrichtenAktienUS-Aktien eröffnen im Minus – S&P 500 und Nasdaq rutschen unter ihre 100-Stunden-Durchschnitte

US-Aktien eröffnen im Minus – S&P 500 und Nasdaq rutschen unter ihre 100-Stunden-Durchschnitte

Autor: ForexLive·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der S&P 500 fiel um rund 31 Punkte bzw. 0,41 % auf 7678,26, während der Nasdaq Composite etwa 75 Punkte auf 26.328 nachgab.
  • Hawkische Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole sowie eskalierende Spannungen im Nahen Osten mit steigenden Ölpreisen belasteten die Aktienmärkte.
  • Die US-Anleiherenditen stiegen: Die 10-jährige Rendite legte um 3,8 Basispunkte auf 4,76 % zu, die 30-jährige um 5,2 Basispunkte auf 5,260 %.
  • Beide Indizes notieren unter ihren 100-Stunden-Durchschnitten, bleiben jedoch über ihren 200-Stunden-Durchschnitten – die kurzfristige technische Tendenz bleibt neutral.
  • Ein Bruch unter die 200-Stunden-Durchschnitte würde die Verkäufer begünstigen, mit dem 100-Tage-Durchschnitt des S&P 500 bei 7441,52 und dem des Nasdaq bei 25.753,74 als wichtige Abwärtsziele.
US-Aktien eröffnen im Minus – S&P 500 und Nasdaq rutschen unter ihre 100-Stunden-Durchschnitte

Der letzte Handelstag des Monats markiert zugleich den Beginn einer neuen Handelswoche für den breiter gefassten S&P 500 und den Nasdaq Composite. Trotz des Tagesrückgangs liegt der S&P für den Monat 2,54 % im Plus, während der Nasdaq 3,69 % zugelegt hat. Beide Indizes notieren heute jedoch niedriger und geben einen Teil dieser Gewinne ab.

Der Druck folgt auf Sorgen über steigende US-Zinssätze im Gefolge hawkischer Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole. Zunehmende Spannungen im Nahen Osten haben zudem den Ölpreis deutlich nach oben getrieben. Höhere Ölpreise und steigende Anleiherenditen belasten Aktien in der Regel, indem sie die Kreditkosten erhöhen und die Gewinnspannen von Unternehmen schmälern – was erklärt, warum zins- und wachstumssensible Indizes wie der Nasdaq empfindlich auf Verschiebungen in der Fed-Rhetorik reagieren. Am Anleihemarkt liegt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen 3,8 Basispunkte höher bei 4,76 %, während die 30-jährige Rendite um 5,2 Basispunkte auf 5,260 % gestiegen ist – ein anhaltender Aufwärtsdruck am langen Ende der Kurve.

Technisches Bild des S&P 500

Der S&P 500 notiert derzeit rund 31 Punkte oder 0,41 % tiefer bei 7678,26. Der Rückgang hat den Index unter seinen 100-Stunden-Durchschnitt bei 7716,94 und in Richtung des Mittelpunkts der Spanne zwischen diesem Niveau und dem 200-Stunden-Durchschnitt bei 7632,08 geführt. Derartige gleitende Durchschnitte werden von kurzfristig orientierten Händlern als Momentum-Indikatoren genau beobachtet: Ein Halten darüber gilt allgemein als Zeichen Kaufnachfrage, ein Bruch darunter als frühes Anzeichen nachlassender Stärke.

Der Rutsch unter den 100-Stunden-Durchschnitt hat dem Markt etwas an bullischem Momentum entzogen. Da der Index jedoch weiterhin über dem 200-Stunden-Durchschnitt hält, bleiben die Käufer im Spiel. Die kurzfristige technische Tendenz ist damit weitgehend neutral, während die Händler auf den nächsten gerichteten Ausbruch warten.

Ein Anstieg zurück über den 100-Stunden-Durchschnitt bei 7716,94 würde den Käufern mehr Kontrolle verschaffen und den Blick auf das Allzeithoch bei 7816,70 lenken. Umgekehrt würde ein Bruch unter den 200-Stunden-Durchschnitt bei 7632,08 die Tendenz deutlicher zugunsten der Verkäufer kippen lassen und den Weg zum steigenden 100-Tage-Durchschnitt bei 7441,52 öffnen. Da der Index zwischen zwei genau beobachteten Stunden-Niveaus liegt, wird es in den kommenden Sitzungen darauf ankommen, welche Seite dieser Spanne zuerst nachgibt.

Der Nasdaq Composite spiegelt das Muster

Im Nasdaq Composite zeichnet sich eine ähnliche technische Dynamik ab. Der Index notiert derzeit rund 75 Punkte tiefer bei 26.328 und liegt damit unter seinem 100-Stunden-Durchschnitt bei 26.387,90, verbleibt jedoch über seinem 200-Stunden-Durchschnitt bei 26.020,64.

Wie beim S&P 500 nimmt der Rückgang unter den 100-Stunden-Durchschnitt etwas von der Bullisheit aus dem technischen Bild, doch der 200-Stunden-Durchschnitt bietet weiterhin Unterstützung und hält die Käufer im Spiel.

Ein Anstieg zurück über den 100-Stunden-Durchschnitt bei 26.387,90 würde die Tendenz wieder zugunsten der Käufer neigen. Auf der Unterseite würde ein Bruch unter den 200-Stunden-Durchschnitt bei 26.020,64 den Verkäufern kurzfristig mehr Kontrolle geben, wobei der 100-Tage-Durchschnitt bei 25.753,74 das nächste wichtige Ziel darstellt.