NachrichtenMakroSüdkorea und Indien versprechen engere Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten

Südkorea und Indien versprechen engere Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten

Autor: Korea Herald Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der südkoreanische Zolldienst und das indische CBIC trafen sich am Dienstag in Neu-Delhi und vereinbarten eine Stärkung der bilateralen Zollzusammenarbeit.
  • Südkoreanische Beamte legten konkrete Fälle zollbedingter Schwierigkeiten vor, mit denen koreanische Unternehmen in Indien konfrontiert waren.
  • Beide Länder erörterten eine Ausweitung der Zusammenarbeit durch gemeinsame Schulungsprogramme für Zollpersonal.
  • Südkorea und Indien pflegen seit 2010 ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (CEPA), das Indiens erstes Freihandelsabkommen mit einem OECD-Mitgliedsland war.
  • Das Bestreben um engere Zollbeziehungen spiegelt den breiteren Trend südkoreanischer Hersteller wider, Produktionsstandorte über China hinaus zu diversifizieren, wobei Indien als wichtiges Ziel aufsteigt.
Südkorea und Indien versprechen engere Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten

Der südkoreanische Zolldienst (Korea Customs Service, KCS) gab am Mittwoch bekannt, dass er eine Vereinbarung mit seinem indischen Pendant zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten und zur Erleichterung eines reibungsloseren Handels zwischen den beiden Ländern getroffen hat.

Die Ankündigung folgte auf ein Treffen am Dienstag in Neu-Delhi, bei dem KCS-Beamte mit Vertretern des indischen Zentralamts für indirekte Steuern und Zoll (Central Board of Indirect Taxes and Customs, CBIC) zusammenkamen. Während der Gespräche ersuchte der KCS die indische Regierung förmlich um Unterstützung, um reibungslose Zollabfertigungsverfahren für südkoreanische Unternehmen zu gewährleisten, die in Indien tätig sind oder dorthin exportieren.

Südkoreanische Beamte legten konkrete Fälle vor, in denen in Indien ansässige inländische Unternehmen mit zollbedingten Schwierigkeiten konfrontiert waren, so der KCS. Beide Seiten erörterten zudem Möglichkeiten zur Ausweitung der bilateralen Zusammenarbeit, einschließlich der Entwicklung gemeinsamer Schulungsprogramme für Zollpersonal.

„Da Indien ein wichtiger Partner in der Asien-Pazifik-Region ist, beabsichtigen beide Länder, die Zusammenarbeit künftig zu verstärken, um Hürden für südkoreanische Unternehmen abzubauen, die nach Indien exportieren möchten", sagte Han Min, Generaldirektor für internationale Angelegenheiten beim KCS, in einer Erklärung.

Südkorea und Indien pflegen seit 2010 ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement, CEPA), das als grundlegendes Handelsrahmenwerk zwischen den beiden Ländern dient. Das Abkommen war das erste Freihandelsabkommen, das Indien mit einem OECD-Mitgliedsland abschloss. Indien hat sich zunehmend zu einem wichtigen Handels- und Investitionsziel für südkoreanische Unternehmen entwickelt, insbesondere in Branchen wie Elektronik, Automobilbau und Stahl, in denen Konglomerate wie Samsung, LG, Hyundai und POSCO erhebliche Produktions- und Handelsstandorte im Land aufgebaut haben.

Das Bestreben um eine engere Zollzusammenarbeit spiegelt außerdem einen breiteren Trend südkoreanischer Hersteller wider, Lieferketten zu diversifizieren und Produktionsstandorte über China hinaus auszubauen, wobei Indien im Rahmen seiner eigenen nationalen Produktionsinitiativen zu einem wichtigen Nutznießer dieser Verlagerung wird.

Der KCS erklärte, er werde sich weiterhin mit den indischen Zollbehörden austauschen, um operative Herausforderungen zu lösen und grenzüberschreitende Handelsprozesse weiter zu optimieren.

(Yonhap)