NachrichtenAktienSüdkoreas Medienregulierungsbehörde stellt fest, dass Google und Apple gegen In-App-Zahlungsgesetze verstoßen haben

Südkoreas Medienregulierungsbehörde stellt fest, dass Google und Apple gegen In-App-Zahlungsgesetze verstoßen haben

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die KMCC kam offiziell zu dem Schluss, dass Google und Apple durch den Missbrauch ihrer dominanten Position auf mobilen App-Marktplätzen gegen die südkoreanischen Telekommunikationsgesetze verstoßen haben.
  • Die Entscheidung befasst sich mit dem Vorwurf, dass beide Unternehmen eine Gesetzesänderung von 2021 unterliefen – das erste solche Gesetz weltweit –, das App-Store-Betreiber daran hindern sollte, Entwickler zur Nutzung proprietärer Zahlungssysteme zu zwingen.
  • Google und Apple ließen Drittanbieter-Zahlungs-Gateways zu, erhoben jedoch rund 26 Prozent Transaktionsgebühren, was Kritiker zufolge Entwickler kaum einen Anreiz zur Nutzung von Alternativen ließ.
  • Die KMCC hat die Höhe der Sanktionen noch nicht konkretisiert, obwohl Verstöße nach südkoreanischem Recht Korrekturanordnungen und Verwaltungsstrafen nach sich ziehen können.
  • Der Fall hat internationale Aufmerksamkeit erregt, da Regulierungsbehörden in der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und Japan vergleichbare Maßnahmen zur App-Store-Wettbewerbsregulierung verfolgen.
Südkoreas Medienregulierungsbehörde stellt fest, dass Google und Apple gegen In-App-Zahlungsgesetze verstoßen haben

Südkoreas Medienregulierungsbehörde kam am Mittwoch zu dem Schluss, dass Google und Apple gegen die Telekommunikationsgesetze des Landes verstoßen haben, indem sie ihre dominante Position auf ihren jeweiligen mobilen App-Marktplätzen missbrauchten.

Die Korea Media Communications Commission (KMCC) verkündete das Ergebnis auf einer am Nachmittag stattfindenden regelmäßigen Sitzung. Die Kommission gab die Höhe der Sanktionen nicht sofort bekannt und erklärte, dass die Strafen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt würden.

Die Entscheidung konzentriert sich auf den Vorwurf, dass beide Unternehmen eine 2021 beschlossene Änderung des südkoreanischen Telekommunikationsgeschäftsgesetzes faktisch umgangen haben. Diese Änderung – die erste ihrer Art weltweit – sollte große App-Store-Betreiber daran hindern, Entwickler zur ausschließlichen Nutzung ihrer proprietären In-App-Zahlungssysteme zu zwingen.

Nach der Gesetzesänderung ließen Google und Apple es tatsächlich zu, dass Kunden über Drittanbieter-Zahlungs-Gateways einkaufen konnten. Beide Unternehmen erhoben jedoch eine Transaktionsgebühr von rund 26 Prozent auf Zahlungen, die außerhalb ihrer eigenen Systeme abgewickelt wurden. Kritiker argumentierten, dass diese Gebührenstruktur den Zweck des Gesetzes untergrub, da Entwickler kaum einen praktischen Anreiz hatten, alternative Zahlungsoptionen anzubieten.

Der Ausgang in Südkorea wird über die Landesgrenzen hinaus aufmerksam beobachtet. Regulierungsbehörden in mehreren Rechtsgebieten haben ähnliche Bedenken aufgegriffen: Der Digital Markets Act der Europäischen Union verlangt nun von designierten Gatekeepern die Zulassung alternativer App-Stores und Zahlungsabwicklungen, und ein US-Bundesgericht hat im Rechtsstreit Epic v. Apple angeordnet, dass Apple Entwicklern erlauben muss, auf externe Zahlungsoptionen zu verlinken. Auch die Fair Trade Commission Japans hat Apple dazu gedrängt, bestimmte Drittanbieter-Zahlungen für Reader-Apps zuzulassen.

Die Gesetzesänderung von 2021, oft als „Anti-Google-Gesetz“ bezeichnet, galt weithin als wegweisender Versuch, die Marktmacht der beiden dominanten Mobilfunkplattform-Betreiber einzudämmen. Südkorea war das erste Land, das eine derartige Gesetzgebung verabschiedete, und sie wurde seitdem in regulatorischen Debatten in anderen Rechtsgebieten herangezogen, darunter auch beim Digital Markets Act der Europäischen Union.

Im Oktober 2023 warnte die KMCC, dass sie die maximal möglichen Geldstrafen gegen Google und Apple für ihre fortgesetzten Praktiken verhängen würde. Bis heute wurden jedoch keine formellen Sanktionen umgesetzt.

Mit der Schlussfolgerung vom Mittwoch wurde der bisher bedeutendste Schritt in Richtung möglicher Sanktionen getan, though Zeitplan und Schwere etwaiger Durchsetzungsmaßnahmen bleiben ungewiss. Nach dem südkoreanischen Telekommunikationsgeschäftsgesetz können Verstöße Korrekturanordnungen und Verwaltungsstrafen nach sich ziehen, wobei die KMCC nicht bekannt gegeben hat, welche Summen sie prüft. Google und Apple haben auf die jüngste Feststellung der KMCC öffentlich nicht reagiert.

Quelle: The Korea Times