Petition zur Krypto-Steuer in Südkorea fordert nach 50.000 Unterschriften zweijährige Verschiebung
Wichtige Erkenntnisse
- •Die Petition fordert eine zweijährige Verschiebung der Krypto-Steuer in Südkorea, nicht deren Abschaffung.
- •Die gemeldete Zahl von 50.000 Unterschriften stammt von crypto.news und wurde über die ursprüngliche Petitionsseite nicht unabhängig überprüft.
- •Die Besteuerung von Krypto-Einkünften soll weiterhin am 1. Januar 2027 beginnen, sofern die Abgeordneten keine Änderung beschließen.
- •Der Rahmen umfasst einen nationalen Steuersatz von 20 %, eine gemeldete lokale Steuer von 2 % und einen jährlichen Grundfreibetrag von 2,5 Millionen Won.
- •Einwohner sollen ihre jährlichen Krypto-Gewinne und -Verluste zusammenrechnen und sie vom 1. Mai bis zum 31. Mai des Folgejahres als sonstige Einkünfte melden.

Eine öffentliche Petition, die eine zweijährige Verschiebung der Krypto-Steuer in Südkorea fordert, hat laut einem Bericht von crypto.news vom 14. September 2026 50.000 Unterschriften erhalten. Die Steuer soll derzeit am 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Die Petition fordert die Abgeordneten auf, den Beginn der Steuer vor ihrem Inkrafttreten zu verschieben. Sie stellt jedoch lediglich eine Forderung dar und keine genehmigte Änderung des Steuerzeitplans. Die verfügbaren Informationen zeigen nicht, dass eine Verschiebung genehmigt oder ein neues Datum für die Umsetzung festgelegt wurde.
Petition fordert zweijährige Verschiebung
Die gemeldete Zahl der Unterschriften beträgt 50.000. Diese Zahl stammt aus dem Bericht von crypto.news. Die ursprüngliche Seite der parlamentarischen Petition konnte hingegen nicht direkt eingesehen werden, sodass die Gesamtzahl nicht unabhängig bestätigt wurde. Die Unterschriften zeigen das Interesse einiger Anleger, repräsentieren jedoch nicht alle Krypto-Halter in Südkorea.
Die Petition fordert, den Beginn der Steuer um zwei Jahre zu verschieben. Sie verlangt keine Abschaffung der Steuer, sondern will nach eigenen Angaben zusätzliche Zeit schaffen, bevor die Regeln zur Anwendung kommen.
Eine Petition ändert das Gesetz oder den Steuerzeitplan nicht automatisch. Crypto.news berichtete, dass die Einreichung einer Petition bei einem Ausschuss weder das Einkommensteuergesetz Südkoreas ändert noch die Steuer automatisch verschiebt. Die Prüfung durch einen Ausschuss ist daher ein Verfahrensschritt und keine Entscheidung.
Für 2027 vorgesehene Steuerregeln
Der südkoreanische Nationale Steuerdienst erklärt, dass ein im Dezember 2024 verabschiedetes Gesetz die Besteuerung von Krypto-Einkünften bereits um zwei Jahre verschoben hat. Nach diesem Gesetz werden Übertragungen und Verleihgeschäfte ab dem 1. Januar 2027 steuerpflichtig. Der Nationale Steuerdienst stellt hier Informationen zu den Regeln bereit.
Der Rahmen sieht einen nationalen Steuersatz von 20 % auf die steuerliche Bemessungsgrundlage der Krypto-Einkünfte sowie einen jährlichen Grundfreibetrag von 2.500.000 südkoreanischen Won vor, der in der Quelle mit etwa 250만원 angegeben wird. Laut crypto.news kommt eine lokale Steuer von 2 % hinzu, wodurch sich ab 2027 ein kombinierter Steuersatz von 22 % auf Krypto-Gewinne ergibt.
Die Steuerbehörde erklärt, dass Einwohner ihre Gewinne und Verluste des Jahres zusammenrechnen und den Gesamtbetrag vom 1. Mai bis zum 31. Mai des Folgejahres als „sonstige Einkünfte“ melden müssen.
Die Regeln behandeln auch die Anschaffungskosten von Personen, die bereits Krypto-Assets halten. Die Kosten werden nach der Gesamt-Durchschnittsmethode (총평균법) berechnet, bei der alle Käufe gemeinsam gemittelt werden. Für Vermögenswerte, die vor dem 1. Januar 2027 gehalten wurden, entsprechen die Anschaffungskosten dem höheren Wert aus dem tatsächlichen Kaufpreis und dem Marktwert des Vermögenswerts am 31. Dezember 2026.
Aktueller Stand des Steuerzeitplans
Auf Grundlage der verfügbaren Informationen bestätigt die Petition lediglich, dass ein Antrag auf eine zweijährige Verschiebung eingereicht wurde und angeblich 50.000 Unterschriften erhalten hat. Daraus geht nicht hervor, dass der Antrag angenommen oder das Inkrafttreten der Steuer geändert wurde.
Derzeit soll die Krypto-Steuer in Südkorea weiterhin am 1. Januar 2027 beginnen; die Steuererklärungen sollen im darauffolgenden Mai eingereicht werden. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit den weiter verschärften Krypto-Regeln des Landes, darunter strengere Meldeanforderungen für Übertragungen. Solange die Petition nicht zu einer genehmigten Gesetzesänderung führt, bleibt der bestehende Zeitplan bestehen. Beobachtet werden sollten die Maßnahmen des Ausschusses, mögliche Gesetzesänderungen und aktualisierte Leitlinien des Nationalen Steuerdienstes. Bis eine dieser Änderungen bestätigt ist, bleiben die veröffentlichten Steuerregeln und der Meldezeitplan maßgeblich.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und Digital-Asset-Märkte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie stets eigene Recherchen durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.
Quelle: CoinLineup.