NachrichtenKryptoSüdafrika schlägt einen Entwurf für ein Crypto Asset Manual zur Regulierung grenzüberschreitender digitaler Asset-Übertragungen vor

Südafrika schlägt einen Entwurf für ein Crypto Asset Manual zur Regulierung grenzüberschreitender digitaler Asset-Übertragungen vor

Autor: Tron Weekly·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Entwurf des Crypto Asset Manual, der am 3. August 2026 veröffentlicht wurde, würde von autorisierten Dienstleistern verlangen, Kryptowährungstransfers von inländischen Plattformen an Offshore-Anbieter oder private Non-Custodial-Wallets der Financial Surveillance Department der Reserve Bank zu melden.
  • Transaktionen, die vollständig innerhalb Südafrikas durchgeführt werden, wie der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen mit Rand über lizenzierte lokale Einrichtungen, blieben von den grenzüberschreitenden Meldeanforderungen ausgenommen.
  • In der Anfangsphase wäre es nur Privatpersonen gestattet, Krypto-Assets über autorisierte Einrichtungen zu exportieren, vorbehaltlich der bestehenden Freibeträge für die Single Discretionary Allowance und die Foreign Capital Allowance.
  • Der Rahmenplan verleiht Kryptowährungen keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel, konzentriert sich aber darauf, digitale Assets in das umfassendere System zur Verwaltung der Kapitalflüsse Südafrikas zu integrieren.
  • Der Handbuch-Entwurf steht bis zum 30. September 2026 zur öffentlichen Konsultation offen, wonach er auf Basis des Feedbacks der Interessengruppen überprüft und finalisiert wird.
Südafrika schlägt einen Entwurf für ein Crypto Asset Manual zur Regulierung grenzüberschreitender digitaler Asset-Übertragungen vor

Das National Treasury und die South African Reserve Bank (SARB) Südafrikas haben am 3. August einen Entwurf für ein Crypto Asset Manual veröffentlicht, das neue Regeln zur Regulierung grenzüberschreitender Kryptowährungstransaktionen vorschlägt.

Der Rahmenplan führt Meldepflichten für Transfers mit Offshore-Plattformen und privaten Wallets ein und integriert digitale Assets in das umfassendere System zur Verwaltung der Kapitalflüsse des Landes. Der Vorschlag baut auf den im April 2026 veröffentlichten Entwürfen zu den Capital Flow Management Regulations auf und zielt darauf ab, regulatorische Lücken zu schließen, die finanzielle Transparenz zu verbessern und zu verhindern, dass Kryptowährungen zur Umgehung der Devisenkontrollen Südafrikas genutzt werden. Südafrika unterhält seit der Apartheid-Ära Devisenkontrollen, die den Betrag begrenzen, den Einwohner ins Ausland transferieren können. Der Entwurf des Handbuchs dehnt diese langjährigen Prinzipien nun erstmals auf digitale Assets aus.

Quelle: Reuters

Grenzüberschreitende Transfers sehen sich neuen Meldepflichten gegenüber

Nach dem Entwurf des Rahmenplans wird eine Transaktion meldepflichtig, sobald digitale Assets von einem lokal autorisierten Krypto-Asset-Dienstleister (CASP) zu einem Offshore-Anbieter fließen. Überweisungen von einem inländischen autorisierten Anbieter an eine privat kontrollierte Non-Custodial-Wallet würden ebenfalls als grenzüberschreitende Abflüsse eingestuft. In beiden Fällen muss der autorisierte Anbieter die Transaktion der Financial Surveillance Department (FinSurv) der Reserve Bank melden.

Aktivitäten, die vollständig innerhalb Südafrikas durchgeführt werden, bleiben vom Meldebestimmungen ausgenommen. Der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen unter Verwendung des südafrikanischen Rand über eine lizenzierte lokale Einrichtung oder die Übertragung von Assets zwischen lizenzierten inländischen Plattformen stellt keine grenzüberschreitende Aktivität dar.

In der Anfangsphase wäre es nur Privatpersonen gestattet, ihre Krypto-Assets über autorisierte Einrichtungen zu exportieren, vorbehaltlich der Beschränkungen für die Single Discretionary Allowance und die Foreign Capital Allowance. Diese Freibeträge, die derzeit im Rahmen der Devisenkontrollen Südafrikas festgelegt sind, begrenzen den Betrag, den Privatpersonen jährlich ins Ausland überweisen dürfen.

Regulierungsreform spiegelt wachsende Krypto-Adaption wider

Laut der SARB verleiht die Initiative Kryptowährungen keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel und klassifiziert digitale Assets auch nicht in verschiedene Kategorien. Stattdessen konzentriert sie sich auf die Regulierung grenzüberschreitender Kryptowährungstransaktionen, wobei weitere Verfeinerungen erwartet werden, sobald zusätzliche Forschung durchgeführt wird.

Die vorgeschlagene Gesetzgebung kommt inmitten einer raschen Expansion des Kryptowährungssektors in Südafrika. Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis berichtet, dass Hunderte von lizenzierten Anbietern virtueller Assets in Südafrika tätig sind und mehrere große Banken im Land begonnen haben, institutionellen Kunden Kryptowährungs-bezogene Produkte anzubieten. Die regulatorische Entwicklung des Landes begann im Jahr 2022, als die Financial Sector Conduct Authority (FSCA) Krypto-Assets im Rahmen des Financial Advisory and Intermediary Services (FAIS) Act als Finanzprodukte einstufte und von CASPs den Erwerb von Lizenzen verlangte. Die anschließende Aufnahme Südafrikas auf die graue Liste der Financial Action Task Force (FATF) im Februar 2023 beschleunigte die Bemühungen zur Stärkung der Kontrollen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im gesamten Finanzsektor weiter.

Experten gehen davon aus, dass die Einführung einer formellen Regulierung das Vertrauen der Investoren stärken und mehr institutionelle Teilnehmer anziehen könnte, auch wenn die Börsen mit zusätzlichen Compliance-Anforderungen konfrontiert sind.

Öffentliche Konsultation und nächste Schritte

Der Entwurf des Crypto Asset Manual wird bis zum 30. September 2026 für öffentliche Kommentare geöffnet bleiben. Nach Ablauf der Konsultationsphase wird das Dokument auf Basis des Feedbacks der Interessengruppen überprüft und finalisiert.

Falls verabschiedet, würde der Rahmenplan das erste umfassende Melderegime Südafrikas für grenzüberschreitende Kryptowährungstransaktionen etablieren, die Überwachung von digitalen Asset-Strömen verbessern und sowohl für Regulierungsbehörden als auch für Marktteilnehmer klarere Leitlinien bieten.