NachrichtenMakroDrei Gründe, warum Solarkunden jetzt Batteriespeicher fordern

Drei Gründe, warum Solarkunden jetzt Batteriespeicher fordern

Autor: Solar Power World·

Wichtige Erkenntnisse

  • Kaliforniens NEM 3.0-Richtlinie, die 2023 in Kraft trat, senkte die Einspeisevergütungssätze für Solarstrom deutlich und hat die batteriegestützte Eigenversorgung wirtschaftlich deutlich attraktiver gemacht.
  • Der Inflation Reduction Act weitete eine 30-prozentige bundesweite Steuergutschrift auf eigenständige Batteriespeichersysteme für Privathaushalte von mindestens 3 kWh aus und senkte so die Anschaffungskosten für Verbraucher.
  • Virtuelle Kraftwerksprogramme ermöglichen es Hausbesitzern, Zahlungen oder Rechnungsgutschriften zu erhalten, indem sie ihre Batteriekapazität Netzbetreibern in Zeiten hoher Nachfrage zur Verfügung stellen.
  • Millionen bestehender Solaranlagen im Wohnbereich, die installiert wurden, bevor Batteriespeicher zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar waren, stellen eine erhebliche und weitgehend unerschlossene Nachrüstmöglichkeit für Installateure dar.
  • Zeitabhängige Stromtarifstrukturen haben die Lücke zwischen Spitzen- und Nebenspitzenlastpreisen vergrößert und das wirtschaftliche Argument für Batteriespeicher im Wohnbereich weiter gestärkt.
Drei Gründe, warum Solarkunden jetzt Batteriespeicher fordern

Der Markt für Solarenergiespeicher hat sich von einem optionalen Zubehörteil zu einer zunehmend unverzichtbaren Komponente von Wohn- und Gewerbesolaranlagen entwickelt. Branchenfachleute auf aktuellen Fachmessen stellen fest, dass Gespräche über Solaranlagen mittlerweile fast immer auch die Diskussion über Batteriespeicher umfassen, insbesondere in Märkten, in denen politische Veränderungen und Bedenken hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit eigenständige Solaranlagen weniger attraktiv gemacht haben.

Auf der Empower-Konferenz von Aurora Solar präsentierten Rachel Liddell, Director of Product Management bei Aurora, und Chris Collins, Gründer und CEO von Ohm Analytics, eine detaillierte Analyse der Kräfte, die die Akzeptanz von Batteriespeichern vorantreiben. Ihre Sitzung konzentrierte sich auf die Identifizierung der wichtigsten Wachstumstreiber im Speichermarkt und die Hervorhebung aufkommender Möglichkeiten für Solarinstallateure, die weitgehend ungenutzt bleiben.

Der breitere Branchenkontext für diesen Wandel ist gut dokumentiert. Die Installation von Batteriespeichern im Wohnsektor in den Vereinigten Staaten hat in den letzten Jahren beschleunigt zugenommen, angetrieben durch mehrere konvergierende Trends. Änderungen an den Net-Metering-Richtlinien in wichtigen Solarbundesstaaten haben den Wert der Einspeisung überschüssiger Solarstromerzeugung ins Netz verringert, was die Eigenversorgung über Batterien wirtschaftlich attraktiver macht. Kaliforniens Übergang vom vollständigen Net-Metering zu Net Billing unter NEM 3.0, das 2023 in Kraft trat, senkte die Einspeisevergütungssätze deutlich und wird häufig als maßgebliches Beispiel genannt. Zeitabhängige Stromtarifstrukturen, die größere Unterschiede zwischen Spitzen- und Nebenspitzenlastpreisen schaffen, haben das wirtschaftliche Argument für Speicher weiter verbessert. Bedenken hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit, einschließlich der zunehmenden Häufigkeit wetterbedingter Stromausfälle in Bundesstaaten wie Kalifornien und Texas, haben auch das Verbraucherinteresse an Notstromfunktionen gesteigert. Die Ausweitung des bundesweiten Residential Clean Energy Credit unter dem Inflation Reduction Act, der eine 30-prozentige Steuergutschrift auf eigenständige Batteriespeichersysteme von mindestens 3 kWh ausweitete, hat die Anschaffungskosten für Privatkunden weiter gesenkt.

Die Ausweitung von virtuellen Kraftwerk(VPP)-Programmen stellt einen weiteren bedeutenden Nachfragetreiber dar. VPPs bündeln verteilte Batteriesysteme über viele Haushalte und Unternehmen hinweg und ermöglichen es Netzbetreibern, in Zeiten hoher Nachfrage auf gespeicherte Energie zurückzugreifen. Hausbesitzer, die an diesen Programmen teilnehmen, können Zahlungen oder Rechnungsgutschriften erhalten, indem sie einen Teil ihrer Batteriekapazität zur Verfügung stellen. Mehrere Stromversorger und Netzbetreiber in den Vereinigten Staaten haben VPP-Initiativen gestartet oder ausgeweitet und so einen neuen Einnahmestrom geschaffen, der die Renditeberechnung für Wohnraumbatterien verbessert.

Die Nachrüstung bestehender Solaranlagen mit Batteriespeichern entwickelt sich zu einem erheblichen und weitgehend unerschlossenen Marktsegment. Millionen von Solaranlagen für Privathaushalte wurden in den Jahren installiert, bevor Batteriespeicher zu wettbewerbsfähigen Preisen allgemein verfügbar waren. Viele dieser Hausbesitzer kehren nun zurück, um Speicher hinzuzufügen, und schaffen so eine breite, adressierbare Möglichkeit für Installateure, die den Nachrüstmarkt effizient bedienen können.

Aurora Solar ist eine Softwareplattform für Solardesign und -vertrieb, die weit verbreitet von Wohn- und Gewerbeinstallateuren genutzt wird. Ohm Analytics ist ein Marktforschungsunternehmen, das auf den Sektor der verteilten Energieressourcen spezialisiert ist, einschließlich Solar-, Speicher- und Elektrifizierungstrends.

Die vollständige Analyse, einschließlich der drei Hauptgründe, warum Kunden Batteriespeicher suchen, und einem detaillierten Blick darauf, wo Installateurmöglichkeiten ungenutzt bleiben, ist auf der Website von Aurora Solar verfügbar.

Quelle: Solar Power World