Solana-Foundation-CISO warnt: KI macht Krypto-Betrugsmaschen überzeugender
Wichtige Erkenntnisse
- •Michael Coates, zuvor CISO bei Twitter und Sicherheitsverantwortlicher bei Mozilla, kam Anfang dieses Jahres als neuer Chief Information Security Officer zur Solana Foundation.
- •Coates berichtet, dass die meisten jüngsten Krypto-Hacks auf Social Engineering und kompromittierte Zugangsdaten zurückzuführen sind und nicht auf Schwachstellen in Smart Contracts.
- •KI-Tools ermöglichen Angreifern realistische Nachrichten, synthetische Stimmen und überzeugende falsche Identitäten in großem Maßstab, was Social-Engineering-Betrug aus Sicht von Coates deutlich verschärfen dürfte.
- •Coates befürwortet gestaffelte Defense-in-Depth-Sicherheitskonzepte und fordert, dass Krypto-Systeme sichere Entscheidungen als Standard vorgeben, damit Nutzer keine spezialisierten Kenntnisse benötigen.
- •Die Solana Foundation sieht Quantencomputing als zukünftiges Risiko und hat bereits eine eigene Strategie zur Post-Quantum-Bereitschaft veröffentlicht.

TLDR
Solana-Foundation-CISO Michael Coates sagt, dass KI Krypto-Betrugsmaschen durch Phishing, Identitätsvortäuschung und Sprach-Deepfakes überzeugender macht.
Die Warnung betrifft Social Engineering und nicht einen Fehler in der Solana-Blockchain oder in Smart Contracts.
Coates arbeitete zuvor als CISO bei Twitter und leitete Sicherheitsfunktionen bei Mozilla, bevor er dieses Jahr zur Solana Foundation kam.
Er sagt, Krypto-Systeme müssten standardmäßig sicher sein, statt darauf zu setzen, dass Nutzer jeden Betrug erkennen.
Coates nannte zudem Quantencomputing als längerfristiges Sicherheitsrisiko für Krypto-Netzwerke.
Michael Coates, der neue Chief Information Security Officer der Solana Foundation, warnt, dass künstliche Intelligenz Krypto-Betrugsmaschen schwerer erkennbar macht. Die Gefahr gehe vom Social Engineering aus und nicht von Schwächen im Blockchain-Code.
Coates war zuvor CISO bei Twitter. Während der Browserkriege leitete er außerdem die Sicherheitsarbeit bei Mozilla. Er kam Anfang dieses Jahres zur Solana Foundation.
Seine neue Rolle umfasst mehr als nur den Schutz der Stiftung selbst. Er arbeitet auch mit Projekten im gesamten Solana-Ökosystem zusammen und spricht mit Regulierungsbehörden über Cybersicherheitsstandards.
KI verändert, wie Betrug funktioniert
Coates sagte gegenüber CoinDesk, dass viele jüngste Krypto-Hacks nicht durch Smart-Contract-Fehler entstanden seien. Stattdessen seien kompromittierte Zugangsdaten und gefälschte Identitäten die Ursache gewesen.
"In many cases, it is an operational security issue or a Web2 issue that led to a key compromise," sagte er.
"In many cases, it is an operational security issue or a Web2 issue that led to a key compromise," sagte er.
Er rechnet damit, dass sich dieser Trend mit besseren KI-Tools verschärft. Angreifer können inzwischen realistische Nachrichten, gefälschte Stimmen und überzeugende Identitäten in großem Maßstab erzeugen.
"The social engineering piece is going to get a lot worse because of the power of AI and deepfakes," sagte Coates. Er warnte, dass vollständig gefälschte Telefonanrufe mit den Stimmen von Personen, die Opfer kennen, üblich werden könnten.
Im Kryptobereich sind Fehler oft dauerhaft. Wenn jemand eine schlechte Transaktion signiert oder eine Seed Phrase weitergibt, gibt es keine Bank zum Anrufen und keine Möglichkeit, die Überweisung rückgängig zu machen.
Das macht überzeugende Betrugsversuche besonders kostspielig. Coates sagte, Angreifer würden weiterhin jede Gelegenheit nutzen, weil gestohlene Gelder nach dem Diebstahl in der Regel nicht zurückgeholt werden können.
Systeme bauen, die mit Fehlern rechnen
Coates glaubt nicht, dass sich Betrug vollständig verhindern lässt. Selbst vorsichtige Nutzer würden letztlich auf einen gut gemachten Betrug hereinfallen.
"You cannot fully prevent anyone from falling victim," sagte er. "Eventually, you will be fooled because the cons are that good."
Deshalb, so seine Argumentation, brauchen Unternehmen gestaffelte Sicherheitsmaßnahmen. Fällt eine Ebene aus, sollte eine andere den Nutzer oder die Gelder weiter schützen.
Das gilt sowohl für Einzelpersonen als auch für Krypto-Teams. Ein gefälschter Lieferant, Investor oder Kollege, der KI-generierte Audioinhalte oder Nachrichten nutzt, könnte einen Mitarbeiter dazu bringen, eine Transaktion freizugeben oder Zugänge herauszugeben.
Coates sagte, der langfristige Erfolg der Branche hänge davon ab, die sichere Wahl zur Standardeinstellung zu machen. Nutzer sollten keine Sicherheitsexperten sein müssen, um geschützt zu bleiben.
"We need to meet the users where they are, and we need to make the default secure decision for the user," sagte er.
"We need to meet the users where they are, and we need to make the default secure decision for the user," sagte er.
Er verwies außerdem auf Quantencomputing als zukünftiges Risiko für Krypto-Netzwerke, einschließlich Solana. Der Zeitpunkt, zu dem Quantencomputer die heutige Verschlüsselung knacken könnten, ist weiterhin unklar.
"The challenge with quantum readiness is we don’t know when the Q-day will hit," sagte Coates. Er fügte hinzu, dass die Lösung bekannt sei: frühzeitig Post-Quantum-Algorithmen einzuführen.
Die Solana Foundation hat bereits ihre eigene Strategie zur Vorbereitung auf diesen Wandel veröffentlicht. Coates sagte, ob es sich um KI-Betrug oder Quantencomputing handele, gelte derselbe Grundsatz: Systeme sollten Nutzer automatisch schützen, statt jederzeit perfektes Verhalten zu erwarten.
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