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Singapurs MAS schlägt Stablecoin-Lizenz mit 100 % Reserven und ohne Zinsen für Inhaber vor

Autor: Hokanews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die MAS hat Änderungen am Payment Services Act Singapurs vorgeschlagen, um eine eigene Lizenz für die Ausgabe von Stablecoins zu schaffen.
  • Emittenten müssten unter dem Rahmen Reserven von mindestens 100 % des Wertes der ausstehenden Stablecoins halten und festgelegte Einlösungsfristen einhalten.
  • Der Vorschlag würde Emittenten verbieten, Zinsen oder andere mit dem Halten regulierter Stablecoins verbundene Vorteile zu zahlen.
  • Nur Emittenten, die unter dem Rahmen operieren, dürften die Bezeichnung MAS-regulierte Stablecoins verwenden.
  • Singapurs Ansatz deckt sich mit den Reserve- und Einlösungsanforderungen des EU-MiCA-Regimes und der voranschreitenden US-Bundesgesetzgebung zu Stablecoins.
Singapurs MAS schlägt Stablecoin-Lizenz mit 100 % Reserven und ohne Zinsen für Inhaber vor

Singapurs Zentralbank und Finanzregulierungsbehörde hat einen eigenständigen Lizenzrahmen für Stablecoin-Emittenten vorgeschlagen, der vorsehen würde, dass Tokens mindestens eine 100-prozentige Reserveunterlegung aufweisen und die Zahlung von Zinsen an Inhaber eingeschränkt wird.

Laut Informationen, die von @WuBlockchain veröffentlicht wurden, hat die Monetary Authority of Singapore (MAS) Änderungen am Payment Services Act vorgeschlagen, die eine spezielle Lizenz für die Ausgabe von Stablecoins begründen würden. Nur Emittenten, die unter dem vorgeschlagenen Rahmen operieren, dürften ihre Tokens als „MAS-regulierte Stablecoins“ bezeichnen. Der Vorschlag baut auf MAS' früherer öffentlicher Konsultationsarbeit zur Stablecoin-Regulierung auf, die Reservenunterlegung und Einlösungsdisziplin bereits als zentrale politische Prioritäten benannt hatte.

MAS legt Reserve- und Einösungsanforderungen fest

Unter dem vorgeschlagenen Rahmen müssten Stablecoin-Emittenten Reserven in Höhe von mindestens 100 % des Wertes ihrer ausstehenden Tokens halten. Diese Anforderung soll sicherstellen, dass die vom Regime erfassten Stablecoins über eine ausreichende Absicherung verfügen, um Einösungsverpflichtungen zu erfüllen.

Emittenten müssten außerdem festgelegte Einlösungsfristen einhalten, was Anbieter verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Inhaber ihre Stablecoins innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraums wieder in die entsprechenden zugrunde liegenden Vermögenswerte umtauschen können.

Die vorgeschlagenen Regeln würden neben anderen Lizenz- und Regulierungsanforderungen nach MAS' Payment Services Act gelten, der Singapurs Kernrahmen für Zahlungsdienste bildet. Durch die Schaffung einer eigenen Kategorie für regulierte Stablecoins möchte die Aufsichtsbehörde klarere Standards für Emittenten schaffen, die innerhalb des Finanzsystems des Landes tätig sind.

Die Betonung vollständiger Reservenunterlegung und zuverlässiger Einlösung bringt Singapur in Einklang mit der Richtung anderer wichtiger Rechtsräume, etwa dem MiCA-Regime der Europäischen Union, das ebenfalls Reserve- und Einlösungsanforderungen an Stablecoin-Emittenten stellt, und den Vereinigten Staaten, wo die Bundesgesetzgebung zu Stablecoins im Kongress vorangekommen ist.

Stablecoin-Inhaber würden keine Zinsen erhalten

Ein weiteres wesentliches Element des Vorschlags ist eine Beschränkung für Stablecoin-Emittenten, Zinsen zu zahlen oder andere mit dem Token-Besitz verbundene Vorteile zu gewähren.

Diese Maßnahme würde regulierte Stablecoins von Produkten unterscheiden, die darauf ausgelegt sind, Erträge für Inhaber zu generieren. Emittenten müssten ihre Angebote daher auf Zahlungs- und Abwicklungsfunktionen ausrichten statt auf direkte finanzielle Anreize, die an das Halten der Tokens geknüpft sind. Die Beschränkung trennt regulierte Stablecoins zudem von zinstragenden Token-Produkten einiger Krypto-Plattformen, die in mehreren Rechtsräumen regulatorische Prüfung auf sich gezogen haben.

Für die breitere Digitalvermögensbranche könnte Singapurs Ansatz ein Regulierungsmodell stärken, das auf Reservequalität, Einlösungszuverlässigkeit und Grenzen für renditegenerierende Funktionen zentriert ist. Der Rahmen könnte auch klarere Parameter für Finanzinstitute und Unternehmen bieten, die Stablecoin-basierte Zahlungen erwägen.

Der nächste Schritt wird die Prüfung der vorgeschlagenen Änderungen und die Ausarbeitung der endgültigen Lizenzanforderungen sein, einschließlich der konkreten Standards, die Emittenten erfüllen müssen, bevor sie die Bezeichnung „MAS-regulierte Stablecoins“ verwenden dürfen. Wie Emittenten auf die Zinsbeschränkung reagieren und ob andere Aufsichtsbehörden ähnliche Grenzen übernehmen, werden Punkte sein, die es beim Abschluss des Rahmens zu beobachten gilt.

Kurz zusammengefasst: Singapur schlägt eine Stablecoin-Lizenz vor, die 100 % Reserven, zeitnahe Einlösung sowie keine Zinsen oder sonstige Vorteile für Inhaber regulierter Tokens verlangt.

Quelle: Hokanews