Silber hält sich über 66 US-Dollar, während der Konflikt zwischen den USA und den Iran Öl nahe 100 US-Dollar vor der Fed-Sitzung treibt
Wichtige Erkenntnisse
- •Silber-Dezember-Futures eröffneten am 8. September 2026 bei 66,82 US-Dollar pro Unze, 0,1 % über dem vorherigen Schlusskurs, und standen um 8:08 Uhr Ortszeit (ET) bei 66,53 US-Dollar.
- •Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben Öl auf nahezu 100 US-Dollar pro Barrel getrieben und eine Woche vor der Zinssitzung der Federal Reserve ab dem 15. September Inflations Sorgen geschürt.
- •Der Markt preist derzeit rund 60 % Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed in der Sitzung am kommenden Mittwoch die Zinsen erhöht, was traditionell auf Edelmetallpreise drückt.
- •Der Eröffnungspreis von Silber liegt 5,0 % über dem Niveau von vor einem Monat und 62,4 % über dem von vor einem Jahr, nachdem das Jahreswachstum am 14. Mai mit 173,3 % seinen Höhepunkt erreichte.
- •Experten von BlackRock und J.P. Morgan projizieren Silber über 80 US-Dollar pro Unze bis Ende 2026 und möglicherweise 100 US-Dollar bis 2030 – trotz der Geschichte starker Volatilität, einschließlich eines Rückgangs um rund 32 % von Januar bis Februar 2026.

Silber-Dezember-Futures (SI=F) eröffneten am Dienstag, dem 8. September 2026, bei 66,82 US-Dollar pro Unze, 0,1 % über dem Schlusskurs vom Freitag. Die Preise blieben über den Morgen stabil und erreichten um 8:08 Uhr Ortszeit (ET) 66,53 US-Dollar.
Der Hintergrund bleibt von der Geopolitik geprägt. Die anhaltenden gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise (BZ=F) wieder auf nahezu 100 US-Dollar pro Barrel getrieben und die Inflationssorgen nur eine Woche vor der Zinssitzung der Federal Reserve, die am 15. September beginnt, verschärft. Diese Kombination zieht Silber gleichzeitig in zwei Richtungen: Geopolitische Spannungen steigern in der Regel die Nachfrage nach Edelmetallen als sichere Häfen, während die Aussicht auf höhere Zinsen – die die Opportunitätskosten der Haltung nicht verzinslicher Anlagen erhöhen – traditionell auf sie lastet.
Der Eröffnungspreis am Dienstag lag unter dem Eröffnungsniveau vom Freitag, bewegte sich aber allgemein im Einklang mit den Eröffnungspreisen der Vorwoche.
Investoren und das FOMC-Komitee bekommen am Ende dieser Woche einen letzten Blick auf die neuesten verfügbaren Inflationsdaten. Der Markt preist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 60 % ein, dass die Fed am kommenden Mittwoch die Zinsen erhöht. Höhere Zinsen sind traditionell ein Belastungsfaktor für Edelmetallpreise. Über seine Rolle als Währungsmetall hinaus ist Silber auch ein Industriemetall, das in der Elektronik- und Solarpanel-Produktion verwendet wird – weshalb Anleger neben den Inflationsdaten auch die Risiken von Lieferkettenunterbrechungen im Nahen Osten im Blick behalten.
Aktueller Silberpreis
Der Eröffnungspreis der Silber-Futures lag am Dienstag, dem 8. September 2026, 0,1 % über dem Schlusskurs vom Montag. So hat sich der heutige Eröffnungspreis im Vergleich zu früheren Zeiträumen entwickelt:
- Vor einer Woche: +0,5 %
- Vor einem Monat: +5,0 %
- Vor einem Jahr: +62,4 %
Zur Einordnung: Das Jahreswachstum des Silberpreises betrug am 14. Mai 173,3 %.
Silberpreise können rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, auf Yahoo Finance verfolgt werden (SI=F).
Silberpreis-Prognosen für das nächste Jahrzehnt
Die Prognosen für den Silberpreis variieren unter Experten stark. Einige erwarten, dass der Silberpreis stabil bleibt oder moderat steigt, während andere deutliche Preisspitzen vorhersagen. Zu den wichtigsten Prognosen gehören:
1. Silber erreicht 100 US-Dollar pro Unze
Experten von BlackRock und J.P. Morgan sind sich einig, dass die Aussichten für Silber stark bleiben und sein Preis steigen wird. Bis Ende 2026 sagen Experten voraus, dass der Silberpreis 80 US-Dollar pro Unze überschreiten wird, und bis 2030 könnte er 100 US-Dollar pro Unze erreichen. Prognostiker können ihre Projektionen jedoch jederzeit angesichts veränderter Bedingungen anpassen.
2. Silbermünzen werden beliebter
Angesichts des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten sind Anleger zunehmend besorgt über wirtschaftliche Turbulenzen und Unterbrechungen von Fertigungslieferketten. Historisch führen solche Bedingungen dazu, dass Anleger verstärkt Edelmetalle wie Silber kaufen. Da der Kauf einer Unze Gold für viele neue Anleger unerschwinglich teuer ist, stellen Silbermünzen oder -barren einen zugänglicheren Einstiegspunkt dar, was die Nachfrage stützen könnte.
3. Höhere Preisvolatilität
Im Vergleich zu Gold ist der Silberpreis tendenziell volatiler, mit stärkeren Auf- und Abwärtsbewegungen. Sein Preis schwankt mit Veränderungen der industriellen Nachfrage und des Anlegervertrauens. So überstieg der Silberpreis Anfang Januar 2026 beispielsweise 113 US-Dollar pro Unze. Bis Februar war er auf 77 US-Dollar gefallen – ein Rückgang von rund 32 % innerhalb weniger Wochen.
Weitere Details finden Sie unter: Silberpreis-Prognosen für das nächste Jahrzehnt: Was können Anleger erwarten?
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