NachrichtenAktienShein soll mit Börsengang in Hongkong 1,7 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar einsammeln: Berichte

Shein soll mit Börsengang in Hongkong 1,7 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar einsammeln: Berichte

Autor: Economic Times Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • Shein wird mit seinem Börsengang in Hongkong voraussichtlich rund 1,7 Milliarden US-Dollar einnehmen, indem die Aktien nahe HK$48,56 platziert werden – das entspricht einer Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar.
  • Das Unternehmen gab frühere Börsengangspläne in New York und London auf, nachdem es auf regulatorische und politische Hürden gestoßen war – darunter Forderungen US-amerikanischer Abgeordneter nach einer Überprüfung von Lieferkette und Datenpraktiken.
  • Die Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar beim Börsengang liegt weit unter den rund 100 Milliarden US-Dollar, die Shein Berichten zufolge 2022 in privaten Finanzierungsrunden erreichte.
  • Washingtons Abschaffung der US-zollfreien De-minimis-Ausnahme für Sendungen mit einem Wert unter 800 US-Dollar hat die Handelskosten für Sheins Versandmodell direkt ab Fabrik erhöht.
  • Shein sieht sich wachsendem Wettbewerb durch die günstigen Online-Konkurrenten Temu und TikTok Shop sowie die etablierten Fast-Fashion-Marken Zara und H&M gegenüber.
Shein soll mit Börsengang in Hongkong 1,7 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar einsammeln: Berichte

Shein, der Online-Händler für Fast Fashion, wird seinen Börsengang in Hongkong Berichten zufolge nahe HK$48,56 je Aktie platzieren und dabei rund 1,7 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar einsammeln.

Der Börsengang ist für das Unternehmen nach Jahren regulatorischer Herausforderungen ein wichtiger Meilenstein und würde die breitere Belebung der Börsengangsaktivität in Hongkong in diesem Jahr zusätzlich stützen, die unter anderem von großen Transaktionen wie der rund 4,6 Milliarden US-Dollar umfassenden Aktienplatzierung des Batterieherstellers CATL im Mai getragen wurde. Shein wurde in China gegründet, hat seinen Hauptsitz inzwischen in Singapur und hat sein Geschäft auf günstig bepreiste, online verkaufte Kleidung aufgebaut. Das Unternehmen strebte zunächst einen Börsengang in New York an und prüfte später einen Gang an die Börse in London, doch beide Vorhaben stießen auf regulatorische und politische Hürden – darunter Forderungen US-amerikanischer Abgeordneter nach einer Überprüfung seiner Lieferkette und Datenpraktiken –, bevor es sich an Hongkong wandte.

Trotz starker Nachfrage der Investoren sieht sich Shein Berichten zufolge mit verlangsamtem Wachstum, schrumpfenden Margen, höheren Handelskosten und weltweit zunehmendem Wettbewerb konfrontiert. Beim Kostendruck im Handel wirkt sich unter anderem das Ende der US-amerikanischen „De-minimis“-Ausnahme aus, die es Sendungen mit einem Wert unter 800 US-Dollar erlaubt hatte, zollfrei in das Land einzutreten, und die Sheins Versandmodell direkt ab Fabrik gestützt hatte; Washington beendete die Vergünstigung für Waren aus China und Hongkong bereits Anfang 2025, bevor sie im August umfassender ausgesetzt wurde. Im Wettbewerb steht Shein günstigen Online-Konkurrenten wie Temu von PDD Holdings und TikTok Shop von ByteDance gegenüber sowie etablierten Fast-Fashion-Anbietern wie Zara und H&M – sodass die Frage, wie das Unternehmen seine Logistik und Preisgestaltung an das neue Zollregime anpasst, zu einer Schlüsselfrage für Shein wird, das damit in den börslichen Handel eintritt.

Die Bewertung von 26,5 Milliarden US-Dollar bedeutet einen erheblichen Abschlag gegenüber Sheins früheren Bewertungen im Privatmarkt, die Berichten zufolge in Finanzierungsrunden im Jahr 2022 – als das Online-Shopping in der Pandemiezeit boomte – bis auf rund 100 Milliarden US-Dollar stiegen. Das unterstreicht, wie sehr die Wachstumsaussichten des Unternehmens aus Investorensicht seitdem abgekühlt sind.

Quelle: Economic Times Markets