September, nicht Oktober, könnte die echte Bewährungsprobe für die Krypto-Rallye 2026 bringen
Wichtige Erkenntnisse
- •US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten wöchentliche Zuflüsse von knapp 2 Milliarden US-Dollar – ihre stärkste Woche des Jahres –, liegen im Jahresverlauf jedoch weiterhin um mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar im Minus.
- •Bitcoin stieg in der Woche um 23 % in den Bereich von 80.000 US-Dollar – die beste Wochenperformance seit über drei Jahren –, bei einem RSI über 80, einem Wert, der häufig als überkauft gilt.
- •Der Senat soll am 15. September über die Eröffnung der Debatte über den Clarity Act abstimmen, der die Regulierungsbefugnisse von SEC und CFTC über digitale Vermögenswerte klären soll und 60 Stimmen benötigt.
- •Die Zinsentscheidung der Federal Reserve am 16. September samt Dot Plot sowie der Quadruple Witching am 18. September erhöhen die potenzielle Volatilität im selben Zeitfenster.
- •Fire Hustle verweist auf historische Episoden, darunter Bitcoins Rücksetzer 2019 nach dem Anstieg von rund 3.000 auf 14.000 US-Dollar, als Grund zur Vorsicht trotz der aktuellen Rallye.

Die Analystin Fire Hustle argumentiert, dass der September – nicht der allgemein beobachtete Monat Oktober – den nächsten großen Volatilitätstest für Bitcoin und Altcoins bringen könnte. Ihre Warnung vor ETF-Zuflüssen folgt auf ein gemeldetes wöchentliches Plus von 23 %, das Bitcoin in den Bereich von 80.000 US-Dollar hob – seine stärkste Woche seit mehr als drei Jahren – begleitet von einem deutlichen Stimmungswandel am Markt von Angst zu Gier.
Fire Hustles zentrale Aussage ist nicht, dass ein Abschwung sicher ist, sondern dass mehrere makroökonomische, regulatorische und Derivate-Ereignisse innerhalb weniger Tage zusammenfallen. Diese Kombination könnte darüber entscheiden, ob sich die Rallye fortsetzt oder der Korrektur weicht, die viele Trader bereits erwarten.
Die Bitcoin-Rallye erreicht überdehnte Signale
Laut der Expertin nahmen US-Spot-Bitcoin-ETFs in der Woche knapp 2 Milliarden US-Dollar auf – ihre beste Leistung des Jahres und die stärkste seit dem bisherigen Allzeithoch von Bitcoin. Ein einzelner täglicher Zufluss soll Berichten zufolge mehr als 600 Millionen US-Dollar betragen haben, während der RSI von Bitcoin über 80 stieg – ein Wert, der üblicherweise mit einem überkauften Markt in Verbindung gebracht wird.
Fire Hustle weist darauf hin, dass ETF-Fonds trotz der Erholung der Zuflüsse im Jahresverlauf weiterhin um mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar niedriger liegen. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine starke Woche mit Zuflüssen kann auf erneute Nachfrage hindeuten, stellt aber noch keine anhaltende Umkehr nach den früheren Abflüssen dar.
Historische Vergleiche dienten als Argument für Vorsicht. Auf den Anstieg Bitcoins im Jahr 2019 von rund 3.000 auf 14.000 US-Dollar folgte ein tiefer Rücksetzer, und auch Rallyes nach dem Tief von 2022 sahen 30- bis 50-prozentale Anstiege, die von erheblichen Rückgängen unterbrochen wurden. Von seinem Junitief im hohen 50.000-US-Dollar-Bereich hatte Bitcoin rund 40 % zugelegt, so die Moderatorin.
Ein voller September-Kalender könnte die Risikobereitschaft neu justieren
Die YouTube-Folge identifiziert den Zeitraum vom 15. bis 18. September als Schlüsselfenster. Der Senat soll am 15. September darüber abstimmen, ob die Debatte über den Clarity Act eröffnet wird. Das Gesetz, das bereits das Repräsentantenhaus durchlaufen hat, zielt darauf ab, eine klarere Aufteilung der Regulierungsbefugnisse über digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC festzulegen – ein Ergebnis, das die Kryptobranche anstrebt, um rechtliche Unsicherheit zu verringern. Die Moderatorin sagte, der Antrag auf Eröffnung der Debatte benötige 60 Stimmen und dürfte die Unterstützung von mindestens sieben Demokraten oder Unabhängigen erfordern, falls die Republikaner geschlossen auftreten.
Danach rückt die Zinsentscheidung der Federal Reserve am 16. September samt aktualisiertem Dot Plot in den Fokus – die Zusammenfassung der Zinsprojektionen einzelner Offizieller, die Märkte genau auf Signale zum Kurs der Geldpolitik beobachten – gefolgt vom Quadruple Witching am 18. September, dem quartalsweisen Verfall von Aktienindex-Futures und Optionen, der routinely die Trading-Volumina und die kurzfristige Volatilität erhöht. Sie sagte zudem, dass ein Zinshalt in Kombination mit unerwartet restriktiven Zinsprojektionen risikobehaftete Anlagen belasten könnte, da die Märkte den Zinspfad bis Oktober und darüber hinaus neu bewerten müssten.
Fire Hustle hob anschließend die Rückkäufe von Treasury-Anleihen hervor, die zuletzt – so ihre Aussage – von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Operation ausgeweitet worden seien. Während die Ankündigung anfangs die Renditen und den Dollar drückte, verflog der Effekt schnell, was Zweifel daran weckt, ob Rückkäufe allein die breiteren Risikomärkte stützen können.
ETF-Zuflüsse, Treasury-Renditen, der Dollar, die Senatsabstimmung und die Projektionen der Fed könnten einen unmittelbareren Einblick in die Marktbedingungen bieten als die Erwartung eines Rücksetzers im Oktober. Wenn sich die politischen Signale abschwächen und die Zuflüsse tragfähig bleiben, könnte die Rallye anhalten; verschlechtern sie sich gemeinsam, könnte der September zur wahren Bewährungsprobe des Marktes werden.