NachrichtenMakroSeoul startet erstmals einen Herbst-Nachtsfestkalender zur Förderung des Abendtourismus

Seoul startet erstmals einen Herbst-Nachtsfestkalender zur Förderung des Abendtourismus

Autor: The Korea Times Business·

Wichtige Erkenntnisse

  • Seoul hat erstmals eine eigene Nachtfestival-Kategorie als Teil des Herbst-Festivalprogramms von September bis November eingeführt.
  • Das Programm soll den abendlichen Publikumsverkehr für lokale Geschäfte steigern und kleine Händler angesichts anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen unterstützen.
  • Der Herbstplan umfasst vier Themen und Veranstaltungen wie das Seoul International Fireworks Festival, das Zandari Festa, das Jamsu-Brücken-Festival und das Seoul Autumn Festa an knapp 200 Veranstaltungsorten.
  • Die Stadt hat das Festivalprogramm in die App-freie Smart Seoul Map integriert, die Echtzeitpläne, Standorte und Fußwege für Einwohner und ausländische Besucher bereitstellt.
  • Min Su-hong, Leiter des Kulturamts, sagte, die Stadt wolle es Bürgern erleichtern, Veranstaltungen in ihrer Nähe zu entdecken und die lokalen Geschäftsviertel vom Tag bis in die Nacht zu genießen.
Seoul startet erstmals einen Herbst-Nachtsfestkalender zur Förderung des Abendtourismus

Wenn im Herbst die Sonne über dem Han-Fluss untergeht, haben Seouls Stadtzentren bisher meist von leuchtenden Neonfassaden und späten Imbisslokalen gelebt, um das Nachtleben der Stadt am Leben zu halten. In dieser Saison übernehmen die Stadtbehörden die Gestaltung der nächtlichen Landschaft jedoch selbst – mit einer ambitionierten Kulturkampagne, die die Abendstunden zu wirtschaftlichen Motoren machen soll.

Die Stadtverwaltung von Seoul hat ihre aktualisierte saisonale „Seoul Festival Map“ veröffentlicht, die ein Programm von September bis November umfasst. Erstmals haben die Stadtplaner eine eigene Kategorie „Nachtfestival“ („Night Festival“) geschaffen. Dieser strategische Kurswechsel soll das abendliche Freizeitangebot für Berufstätige erweitern und zugleich die Verweildauer von Touristen verlängern, um mehr Publikumsverkehr in die Geschäfte der Stadtteile zu bringen. Der Schritt folgt auf jahrelange städtische Bemühungen, das Ufer des Han-Flusses zu beleben – deren jüngstes Beispiel die Umwandlung der Jamsu-Brücke in einen Fußgängerbereich ist – und spiegelt einen breiteren Trend großer Städte wider, „Nacht-Tourismus“ als eigenständiges Segment der Besucherwirtschaft auszubauen.

Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, da Kommunalverwaltungen in ganz Korea nach neuen Wegen suchen, um die Binnennachfrage anzukurbeln und kleine Händler zu unterstützen, die sich von anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen erholen. Durch die Verknüpfung von Kulturprogrammen mit den Geschäftsvierteln der Stadtteile hoffen die Stadtverantwortlichen, Tourismusausgaben einzufangen, die häufig verloren gehen, sobald das klassische Sightseeing bei Tageslicht endet. Das App-freie Design der Smart Seoul Map beseitigt zudem ein häufiges Hindernis für ausländische Besucher, die im Ausland oft zögern, spezielle Apps herunterzuladen.

Das Herbstprogramm verbindet Großveranstaltungen mit Nischen-Kulturveranstaltungen in vier eigenständigen Themenbereichen: nächtliche Highlights, Kulturtourismus, darstellende Kunst und traditionelles Erbe.

Die Festivitäten beginnen diese Woche mit dem Seoul International Fireworks Festival entlang des Han-Flusses am Freitag und Samstag, mit Feuerwerksshows internationaler Teams und Live-Musikauftritten. Zeitgleich richtet das Indie-Musikviertel Hongdae das Zandari Festa aus, ein internationales Rock-Festival, das bis Sonntag Dutzende Künstler aus aller Welt in zehn Locations im Viertel zusammenbringt.

Um die Orientierung zu erleichtern, haben die Stadtbehörden das Festivalprogramm in die „Smart Seoul Map“ integriert – eine interaktive, App-freie digitale Plattform mit Echtzeit-Veranstaltungsplänen, Standorten und Fußgängerwegen.

Weitere Highlights sind das reine Fußgängern vorbehaltene Jamsu-Brücken-Festival, das bis Ende Oktober jeden Sonntag das untere Brückendeck über den Han-Fluss in einen abendlichen Markt für Essen und Kunst verwandelt, sowie das Seoul Autumn Festa, eine übergreifende Initiative für darstellende Kunst, die bis Ende November an knapp 200 Veranstaltungsorten in der gesamten Stadt läuft.

„In diesem Herbst wird Seoul eine vielfältige Auswahl an Festivals ausrichten, bei denen sich Licht, Musik und Tradition verbinden“, sagte Min Su-hong, Leiter des Kulturamts der Stadtverwaltung. „Wir möchten, dass Bürgerinnen und Bürger nahegelegene Veranstaltungen mühelos entdecken und dabei den besonderen Charme unserer lokalen Geschäftsviertel vom Tag bis in die Nacht genießen können.“

Für Reisende wie Einwohner wird sich in den kommenden Monaten zeigen, ob das erste eigenständige Nacht-Festivalprogramm der Stadt in dauerhaften abendlichen Publikumsverkehr für die kleinen Geschäfte umgesetzt wird, denen es zugutekommen soll.

Der Artikel wurde ursprünglich von The Korea Times veröffentlicht (Quelle).