Senat vertagt CLARITY Act und lässt US-Kryptoregulierung in der Schwebe
Wichtige Erkenntnisse
- •Der US-Senat verfehlte die für die Überwindung eines Filibusters erforderlichen 60 Stimmen, wodurch der CLARITY Act im Gesetzgebungsverfahren feststeckt.
- •Der CLARITY Act sollte einen umfassenden bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Sein Scheitern lässt das Fehlen eines bundesweiten Rahmens für die Marktstruktur von Kryptowährungen bestehen.
- •Marktbeobachter werteten den Abstimmungsausgang als Rückschlag für Befürworter einer klareren Kryptoregulierung und als Zeichen anhaltender regulatorischer Unsicherheit in den USA.
- •Die Marktpreise deuten nun auf eine geringere Wahrscheinlichkeit hin, dass Bitcoin bis Ende 2026 $200,000 erreicht. Die aktuellen Wahrscheinlichkeiten entsprechen niedrigeren Erwartungen nach dem gesetzgeberischen Rückschlag.
- •Die künftige regulatorische Ausrichtung könnte durch Erklärungen oder Maßnahmen der SEC und der CFTC beeinflusst werden, während mögliche neue Initiativen oder Änderungen am CLARITY Act beobachtet werden.

Der US-Senat konnte den CLARITY Act nicht voranbringen. Der umfassende Gesetzesvorschlag sollte einen bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Für die Überwindung eines Filibusters erhielt der Entwurf nicht die erforderlichen 60 Stimmen und bleibt damit im Gesetzgebungsverfahren stecken.
Das Ergebnis bewahrt den derzeitigen Zustand ohne bundesweiten Rahmen für die Marktstruktur von Kryptowährungen. Marktbeobachter bezeichneten den Ausgang als Rückschlag für Befürworter größerer regulatorischer Klarheit im US-Kryptosektor und erklärten, er deute auf eine anhaltende regulatorische Unsicherheit hin.
Dem Bericht zufolge deuten die Marktpreise zudem auf eine geringere Wahrscheinlichkeit hin, dass Bitcoin bis Ende 2026 $200,000 erreicht. Das Scheitern des Gesetzentwurfs könnte das Vertrauen der Anleger beeinträchtigen, während die aktuellen Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen hoher Bitcoin-Kursziele bis Jahresende mit niedrigeren Erwartungen nach dem gesetzgeberischen Rückschlag übereinzustimmen scheinen.
Zu den möglichen weiteren Entwicklungen zählen Erklärungen oder andere Maßnahmen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission, die die Regulierungsstrategie beeinflussen könnten. Beobachter dürften außerdem mögliche neue Gesetzesinitiativen oder Änderungen am CLARITY Act verfolgen, die dem Vorschlag wieder Auftrieb geben könnten.
Veränderungen am Bitcoin-Futures-Markt könnten zusätzliche Hinweise darauf liefern, wie sich die Erwartungen hinsichtlich zuvor erwarteter Kursmarken entwickeln. Diese Marktentwicklungen zeigen nicht, ob der CLARITY Act vorankommen oder Bitcoin ein bestimmtes Kursziel erreichen wird.
Quelle: CryptoBriefing