NachrichtenKryptoUS-Senat stimmt am 15. September über den Digital Asset Market Clarity Act ab

US-Senat stimmt am 15. September über den Digital Asset Market Clarity Act ab

Autor: CryptoBriefing·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der US-Senat wird am 15. September 2025 seine erste Abstimmung im Plenum über den Digital Asset Market Clarity Act abhalten, nachdem Mehrheitsführer John Thune einen Cloture-Antrag eingereicht hat, um den Entwurf voranzubringen.
  • Der Gesetzentwurf würde der CFTC die primäre Aufsicht über Spotmärkte digitaler Commodities übertragen, während die Zuständigkeit der SEC für als Wertpapiere eingestufte digitale Vermögenswerte erhalten bliebe.
  • Der Entwurf hat das Repräsentantenhaus bereits passiert und ist der bislang bedeutendste parlamentarische Versuch, einen umfassenden Regulierungsrahmen für Kryptowährungen zu schaffen.
  • Falls der Senat den Entwurf verabschiedet, müssten Unterschiede zwischen Senats- und Repräsentantenhausfassung vor der Weiterleitung an den Präsidenten ausgeglichen werden.
  • Die Abstimmung hat auch deshalb größere Bedeutung, weil die Europäische Union ihre MiCA-Kryptoregulierung bereits umsetzt und damit den Druck auf US-Gesetzgeber erhöht, für regulatorische Klarheit zu sorgen.
US-Senat stimmt am 15. September über den Digital Asset Market Clarity Act ab

Der US-Senat wird am 15. September seine erste Abstimmung im Plenum über den Digital Asset Market Clarity Act abhalten, nachdem Mehrheitsführer im Senat John Thune einen Verfahrensantrag auf Cloture eingereicht hat. Die Cloture-Einreichung, die kurz vor der Augustpause erfolgte, soll eine ausgedehnte Debatte über den Gesetzentwurf begrenzen und ihn einer finalen Abstimmung näher bringen.

Der Gesetzentwurf hat das Repräsentantenhaus bereits passiert und zielt darauf ab, in den Vereinigten Staaten einen umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Ein zentraler Bestandteil ist die Aufteilung der regulatorischen Zuständigkeit zwischen zwei Bundesbehörden: der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Nach dem vorgeschlagenen Rahmen würde die CFTC die primäre Aufsicht über digitale Commodities übernehmen, während die SEC die Zuständigkeit für digitale Vermögenswerte behielte, die als Wertpapiere eingestuft werden. Derzeit reguliert die CFTC Krypto-Derivate wie Futures und Optionen, überwacht jedoch nicht die Spotmärkte für digitale Commodities, wodurch eine Lücke entsteht, die der Gesetzentwurf schließen soll.

Die Abstimmung am 15. September stellt einen bemerkenswerten Meilenstein in den Bemühungen des Kongresses dar, klarere Regeln für die Kryptowährungsbranche zu schaffen, die seit Langem unter regulatorischer Unsicherheit operiert. Diese Unsicherheit wurde durch eine Reihe von Durchsetzungsmaßnahmen der SEC gegen große Kryptobörsen und Token-Emittenten unter Vorsitz von Gary Gensler verstärkt, der stets darauf bestanden hat, dass die meisten digitalen Tokens als Wertpapiere gelten und den bestehenden Wertpapiergesetzen unterliegen. Gesetzgeber auf beiden Seiten des politischen Spektrums haben das angemessene Verhältnis der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC diskutiert, während die Krypto-Branche sich für klarer definierte Zuständigkeitsgrenzen ausspricht, um Compliance-Unklarheiten zu verringern.

Das Ergebnis der Senatsabstimmung könnte den Verlauf der Regulierung digitaler Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten prägen und beeinflussen, wie Token-Emittenten, Börsen und andere Marktteilnehmer bundesrechtliche Compliance-Anforderungen navigieren. Der Gesetzentwurf gewinnt zusätzlich an Bedeutung, da andere Rechtsräume bei der Krypto-Regulierung schneller vorangekommen sind — insbesondere die Europäische Union, die 2024 mit der gestaffelten Umsetzung ihrer Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Regulierung begann. Sollte der Senat den Entwurf verabschieden, müssten etwaige Unterschiede zwischen der Senats- und der Repräsentantenhausfassung vor der Vorlage an den Präsidenten zur Unterzeichnung ausgeglichen werden.

Marktteilnehmer und Branchenbeobachter verfolgen zudem aufmerksam weitere Entwicklungen, darunter mögliche Reaktionen von Aufsichtsbehörden und institutionellen Investoren sowie breitere makroökonomische Signale wie Zinsentscheidungen der Federal Reserve, die historisch die Stimmung an den digitalen Vermögensmärkten beeinflusst haben.