NachrichtenKryptoVerzögerung des CLARITY Act zieht Branchenkritik auf sich, da der Senat die Abstimmung auf September verschiebt

Verzögerung des CLARITY Act zieht Branchenkritik auf sich, da der Senat die Abstimmung auf September verschiebt

Autor: CoinLineup·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der US-Senat wird vor seiner Sommerpause keine Abstimmung über den CLARITY Act durchführen; der Vorsitzende des Senate Banking Committee, Tim Scott, hat eine September-Frist für die Weiterentwicklung der Gesetzgebung festgelegt.
  • Der CLARITY Act zielt darauf ab, eine klare Aufteilung der regulatorischen Befugnisse zwischen SEC und CFTC zu schaffen, indem er festlegt, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere und welche als Rohstoffe eingestuft werden.
  • Senatorin Elizabeth Warren befürwortet eine bundesweite Kryptowährungsregulierung, lehnt den CLARITY Act jedoch aus inhaltlichen politischen Gründen ab, was darauf hindeutet, dass das Gesetz über terminliche Verzögerungen hinaus mit Hürden konfrontiert ist.
  • Die Verschiebung kollidiert mit einem schrumpfenden legislativen Kalender vor den Zwischenwahlen, was den Gesetzgebern nur noch wenige Wochen lässt, um das Gesetz voranzutreiben, bevor sich das Fenster schließt.
  • Analysten warnen, dass bei einem Stillstand des Gesetzes die SEC und CFTC stattdessen administrative Regelsetzung betreiben könnten, was Marktstrukturvorschriften hervorbringen könnte, die anfälliger für rechtliche Anfechtungen und politische Umkehr sind.
Verzögerung des CLARITY Act zieht Branchenkritik auf sich, da der Senat die Abstimmung auf September verschiebt

Die Verzögerung des CLARITY Act zieht scharfe Kritik von Beobachtern der Krypto-Branche auf sich, nachdem der US-Senat es abgelehnt hat, über den Gesetzentwurf zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte abzustimmen, bevor er in die Sommerpause ging, wodurch die Entscheidung auf eine September-Frist verschoben wurde.

Sofortiger Widerstand gegen die Verschiebung

Der Senat wird sich vor seiner Sommerpause nicht mit dem Krypto-CLARITY Act befassen, wie CoinDesk berichtet. Diese Verschiebung ist die zentrale Entwicklung hinter dem aktuellen Widerstand.

Anstatt in diesem Sommer eine Abstimmung im Plenum abzuhalten, hat der Vorsitzende des Senate Banking Committee, Tim Scott, auf eine September-Frist für die Weiterentwicklung der Gesetzgebung zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte verwiesen, laut einer eigenen Erklärung des Ausschusses.

Die Zeitplanung ist wichtig, weil sie das Zeitfenster für ein Gesetz verengt, das die Branche als ihre wichtigste legislative Priorität behandelt. Der CLARITY Act soll eine klare Aufteilung der regulatorischen Befugnisse zwischen SEC und CFTC im Bereich digitaler Vermögenswerte schaffen und festlegen, welche Token als Wertpapiere gelten und welche als Rohstoffe eingestuft werden — eine Unterscheidung, die der Sektor seit Jahren durch aufeinanderfolgende Kongressinitiativen anzustreben versucht. Kritiker argumentieren, dass jeder terminliche Rutsch die Unsicherheit für einen Sektor erhöht, der noch immer auf einen bundesweiten Rahmen wartet — ein Anliegen, das auch in früheren Warnungen widerhallt, dass eine CLARITY-Verzögerung Kosten an der Wall Street und auf dem Stablecoin-Markt verursacht.

Was Gegner über die Bedeutung der Verschiebung für die Krypto-Politik sagen

Für Krypto-Unternehmen verlängert die Verzögerung die regulatorische Mehrdeutigkeit, die der CLARITY Act beheben sollte — nämlich wie digitale Vermögenswerte klassifiziert werden und welche Behörde sie beaufsichtigt. Ohne diese gesetzliche Klarheit müssen Unternehmen weiterhin überlappende Durchsetzungsansprüche beider Behörden navigieren, eine Dynamik, die bereits prägende Klagen und Vergleiche in der gesamten Branche geprägt hat. Das Warten hält diese grundlegende Frage offen.

Die Verschiebung kollidiert zudem mit einem engen legislativen Kalender. Der Kongress sieht einer schrumpfenden Frist vor den Zwischenwahlen entgegen, während er versucht, Banken zu gewinnen, und Beobachter haben darauf hingewiesen, dass den Gesetzgebern nur noch Wochen bleiben, um das Gesetz voranzutreiben, bevor sich dieses Fenster schließt. Traditionelle Finanzinstitutionen haben sich für Schutzmaßnahmen im Bereich Verwahrung, Abrechnung und tokenisierte Vermögenswerte eingesetzt, und ihr Engagement zeigt, wie weitreichend die Auswirkungen über Krypto-native Unternehmen hinausgehen.

Nicht die gesamte Opposition gegen das Gesetz resultiert aus der Verzögerung selbst. Senatorin Elizabeth Warren befürwortet eine bundesweite Krypto-Regulierung, lehnt den CLARITY Act jedoch in der Sache ab, was unterstreicht, dass die Gesetzgebung mit Einwänden konfrontiert ist, die über den Zeitplan hinausgehen.

Wichtige Beobachtungspunkte vor der September-Abstimmung

Die September-Frist ist nun der entscheidende Prüfstein. Der Zeitplan von Vorsitzendem Scott und die Unterstützung, die der Ausschuss dafür gesammelt hat, werden darüber bestimmen, ob das Gesetz vorankommt oder erneut ins Stocken gerät, wie durch die Ankündigungen des Senate Banking Committee verfolgt wird.

Bis dahin werden Beobachter auf Verschiebungen bei der Unterstützung, überarbeitete Botschaften oder Änderungsanträge achten, die darauf abzielen, die Koalition zu erweitern. Analysten haben festgestellt, dass ein ins Stocken geratenes Gesetz die Initiative an die Regulatoren übertragen könnte. Einer Ansicht nach könnte ein Scheitern des CLARITY Act die SEC- und CFTC-Regelsetzung beschleunigen — ein Szenario, in dem die Behörden die Marktstruktur durch administrative Regelsetzung statt durch Gesetz definieren würden, was potenziell Vorschriften hervorbringen könnte, die anfälliger für rechtliche Anfechtungen und politische Umkehr sind.

Für den Krypto-Sektor ist das praktische Fazit begrenzt: Der bundesweite Rahmen bleibt ungelöst, und das September-Fenster ist der nächste Zeitpunkt, der dies ändern könnte.