Senatsmehrheitsführer Thune beantragt Cloture zum CLARITY Act und legt Prozedurabstimmung auf den 15. September fest
Wichtige Erkenntnisse
- •Eine Cloture-Abstimmung über den Antrag auf Aufnahme der Beratung zum Clarity Act ist für 14:15 Uhr am 15. September angesetzt, wenn die Senatoren aus der Sommerpause zurückkehren.
- •Die vorgeschlagene Gesetzgebung würde den ersten umfassenden Marktstrukturrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen, indem die jeweiligen regulatorischen Rollen von SEC und CFTC geklärt werden.
- •Eine parteiübergreifende Ethikmaßnahme der Senatoren Thom Tillis und Ruben Gallego hat noch keine Genehmigung des Weißen Hauses erhalten und bleibt ein wesentliches Hindernis in den Verhandlungen.
- •Einige republikanische Senatoren haben Bedenken hinsichtlich Stablecoin-Renditebestimmungen geäußert, die Genossenschaftsbanken betreffen könnten, während Strafverfolgungsbehörden eine Bestimmung ablehnen, die regelt, ob nicht-verwahrende Entwickler als Geldübermittler reguliert werden sollen.
- •Den Abgeordneten bleiben etwa 13 Gesetzgebungstage, bevor sie zu den Halbzeitwahlen aufbrechen, und sollte das Gesetz nicht verabschiedet werden, müsste der Gesetzgebungsprozess in der nächsten Sitzungsperiode vollständig neu beginnen.

Senatsmehrheitsführer John Thune hat Cloture zum Antrag auf Aufnahme der Beratung des Clarity Act (H.R. 3633, Kalender Nr. 423) beantragt. Damit ist eine Prozedurabstimmung für 14:15 Uhr am Dienstag, den 15. September, angesetzt, wenn die Senatoren aus der Sommerpause zurückkehren. Das bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetz würde den ersten umfassenden Marktstrukturrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und klarere Zuständigkeitsbereiche zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission festlegen.
Die Journalistin Eleanor Terrett berichtete über den angesetzten Abstimmungstermin, und die Senate Cloakroom bestätigte Thunes Antrag separat.
Prozedurabstimmung, nicht finale Verabschiedung
Thunes Cloture-Antrag bezieht sich auf den Antrag auf Aufnahme der Beratung, nicht auf die finale Verabschiedung des Gesetzes. Senator Bernie Moreno erklärte, dass die Verhandlungen zwischen den republikanischen und demokratischen Senatoren abgeschlossen seien und dass eine vor Wochen erreichte Vereinbarung für die beteiligten Parteien weiterhin verbindlich bleibe. Moreno sagte, er erwarte, dass alle 53 republikanischen Senatoren die Beendigung der Debatte unterstützen werden, und setzte diese Abstimmung auf 14:15 Uhr am 15. September an.
Jedoch stellte Patrick Witt, Krypto-Berater des Weißen Hauses, die Vorgänge anders dar. Witt sagte, die Senatsverhandlungen über den Clarity Act dauerten seit dem letzten Sommer an.
Demokratische Opposition und Ethikstreitigkeiten
Witt sagte, dass Senator Chuck Schumer und pro-krypto Demokraten sich gegen die Abhaltung der Prozedurabstimmung vor der Sommerpause ausgesprochen und um eine weitere Fristverlängerung gebeten hätten, bevor die Abgeordneten Washington verließen.
Eine Ethikvorschrift bleibt ein wesentlicher Streitpunkt in den Verhandlungen. Der republikanische Senator Thom Tillis und der demokratische Senator Ruben Gallego schlugen eine parteiübergreifende Ethikmaßnahme vor, doch das Weiße Haus hat diesen Vorschlag noch nicht genehmigt.
Darüber hinaus haben einige republikanische Senatoren Bedenken hinsichtlich der Stablecoin-Renditebestimmungen und deren potenzieller Auswirkungen auf Genossenschaftsbanken geäußert. Strafverfolgungsbehörden und Staatsanwälte haben sich gegen die BRCA-Bestimmung betreffend nicht-verwahrende Entwickler ausgesprochen, die behandelt, ob Entwickler, die keine Nutzergelder verwahren, als Geldübermittler reguliert werden sollen.
Zeitdruck vor den Halbzeitwahlen
Den Abgeordneten bleiben etwa 13 Tage zum Handeln, bevor sie zu den Halbzeitwahlen aufbrechen. Sollte der Clarity Act in diesem Kongress nicht verabschiedet werden, müsste der Gesetzgebungsprozess in der nächsten Sitzungsperiode von Grund auf neu beginnen. Prognosemarktdaten, die in dem Bericht zitiert werden, beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass Präsident Donald Trump das Gesetz in diesem Jahr unterzeichnet, auf 17 % – ein Wert, der kürzlich auf 13 % gesunken war.
Moreno sagte, jeder Senator werde die Möglichkeit haben, abzustimmen. Witt sagte, der 15. September könne darüber entscheiden, ob die Abgeordneten den Gesetzgebungsprozess für den Clarity Act abschließen können.