NachrichtenKryptoSEC-Chef Paul Atkins erwartet am 15. September einen Senatsfortschritt für den CLARITY Act

SEC-Chef Paul Atkins erwartet am 15. September einen Senatsfortschritt für den CLARITY Act

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Senat wird am 15. September über einen Cloture-Antrag zum CLARITY Act abstimmen, für den 60 Stimmen erforderlich sind, um in die Debatte einzutreten.
  • Das Gesetz würde das erste umfassende bundesweite Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte schaffen und die Zuständigkeiten von SEC und CFTC definieren.
  • Die Abstimmung am 15. September ist ein Verfahrensschritt, keine endgültige Verabschiedung; offene Punkte wie Krypto-Belohnungen, Ethikvorschriften, Geldwäschebekämpfung und Bankenschutzregelungen werden noch verhandelt.
  • Die SEC hat kürzlich Regeln für bestimmte Krypto-Investitionsverträge und Fundraising-Aktivitäten vorgeschlagen, während der Kongress an der Gesetzgebung arbeitet.
  • Atkins hat gesagt, dass Behördenregeln allein weniger langfristige Rechtssicherheit bieten als Gesetze, und dass die SEC ihr Rahmenwerk mit dem CLARITY Act in Einklang bringen will, falls dieser verabschiedet wird.
SEC-Chef Paul Atkins erwartet am 15. September einen Senatsfortschritt für den CLARITY Act

SEC-Chef Paul Atkins erwartet, dass der Senat den CLARITY Act am 15. September weiter voranbringt – ein wichtiger Test für die Regulierung von Kryptowährungen in den USA. Atkins sagte, er hoffe, dass die Abgeordneten das Gesetz verabschieden und es schließlich Präsident Donald Trump zur Unterschrift vorlegen.

Seine Äußerungen verleihen einem Gesetzentwurf zusätzlichen Schwung, der im Senat bereits Verzögerungen erfahren hat. Das Gesetz würde das erste umfassende bundesweite Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte schaffen und die Zuständigkeiten der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) klar regeln. Diese Kompetenzfrage ist seit langem umstritten: Über Jahre hinweg standen Krypto-Unternehmen vor der Unsicherheit, ob ein bestimmtes Token als Wertpapier in den Zuständigkeitsbereich der SEC fällt oder als Rohstoff von der CFTC beaufsichtigt wird – ein Konflikt, der sich weitgehend über Durchsetzungsmaßnahmen statt über eindeutige gesetzliche Regelungen ausgetragen wurde. Der CLARITY Act soll diese Unklarheit beseitigen, indem er definiert, welche Behörde welche Marktaktivitäten reguliert.

Der 15. September wird zum entscheidenden Test

Der Senat wird am 15. September über einen Cloture-Antrag abstimmen. Dieser Verfahrensschritt erfordert 60 Stimmen und würde es den Abgeordneten ermöglichen, in die Debatte über den Entwurf einzutreten.

Die Abstimmung würde jedoch nicht die endgültige Verabschiedung des CLARITY Act darstellen. Die Senatoren könnten anschließend weiterhin über das Gesetz debattieren, Änderungen einbringen und abstimmen. Etwaige Änderungen an der vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Fassung könnten weitere Schritte erfordern, bevor der Entwurf den Präsidenten erreicht.

Mehrere Punkte werden noch verhandelt, darunter Krypto-Belohnungen, Ethikvorschriften, Regelungen zur Geldwäschebekämpfung sowie Schutzregelungen, die von Teilen der Bankenbranche gefordert werden.

Die SEC treibt Krypto-Regeln parallel voran

Während der Kongress an der Gesetzgebung arbeitet, hat Atkins die SEC zudem dazu gedrängt, ein umfassenderes Rahmenwerk für digitale Vermögenswerte zu entwickeln. Die Behörde hat kürzlich neue Regeln für bestimmte Krypto-Investitionsverträge und Fundraising-Aktivitäten vorgeschlagen.

Atkins hat argumentiert, dass Behördenregeln allein nicht dieselbe langfristige Rechtssicherheit bieten können wie ein Gesetz des Kongresses. Eine künftige SEC könnte Vorschriften ändern, während ein Bundesgesetz ein dauerhafteres rechtliches Rahmenwerk schaffen würde.

Der parallele Ansatz der SEC könnte den CLARITY Act daher ergänzen, statt ihn zu ersetzen. Atkins hat deutlich gemacht, dass die Behörde ihr regulatorisches Rahmenwerk mit dem Gesetz in Einklang bringen möchte, falls der Kongress es letztlich verabschiedet.

Die Abstimmung am 15. September könnte zu einem Schlüsselmoment für die US-Kryptobranche werden. Ein erfolgreicher Verfahrensvote würde signalisieren, dass die Abgeordneten genügend Unterstützung gefunden haben, um den Marktstruktur-Gesetzentwurf voranzubringen. Dennoch garantiert Atkins' Optimismus keine Verabschiedung, und es bleiben erhebliche legislative Hürden bestehen, bevor die Vorlage Trumps Schreibtisch erreichen könnte.