SEC veranstaltet am 17. September eine Gesprächsrunde zum 24-Stunden-Handel mit US-Aktien
Wichtige Erkenntnisse
- •Die SEC wird am 17. September 2026 an ihrem Hauptsitz in Washington, D.C. eine öffentliche Gesprächsrunde abhalten, um die Machbarkeit eines 24-Stunden-Handels an den US-Aktienmärkten zu bewerten.
- •Nasdaq beabsichtigt, in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen werktäglichen 23-Stunden-Handel einzuführen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigung und der Bereitschaft der Branche.
- •Cboe hat bereits die SEC-Genehmigung für nahezu durchgehenden Handel an seiner EDGX-Börse erhalten und plant einen Start im Dezember 2026, abhängig von der Bereitschaft der Infrastruktur.
- •Erweiterte Handelssitzungen bringen operative Herausforderungen mit sich, darunter geringere Liquidität über Nacht, größere Geld-Brief-Spannen, kürzere Wartungsfenster und die Notwendigkeit, Kapitalmaßnahmen über längere Handelszeiten hinweg zu koordinieren.
- •Die SEC hat keine endgültige Regel vorgeschlagen und keinen Zeitplan für eine formelle Regelsetzung festgelegt; die bevorstehende Gesprächsrunde soll das Verständnis der Behörde für die Marktreife vertiefen.

Die U.S. Securities and Exchange Commission hat angekündigt, am 17. September 2026 eine öffentliche Gesprächsrunde abzuhalten, um die Machbarkeit und die Auswirkungen eines 24-Stunden-Aktienhandels an den US-Aktienmärkten zu untersuchen. Die Veranstaltung findet am Hauptsitz der SEC in Washington, D.C. statt und wird online übertragen.
Laut einer SEC-Pressemitteilung wird sich die Diskussion auf den Marktzugang über Nacht, den Marktbetrieb, die Systemresilienz und den Anlegerschutz konzentrieren.
SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, längere Handelssitzungen könnten US-Aktien stärker an andere global durchgehend gehandelte Märkte angleichen. Die Gesprächsrunde soll Perspektiven von Börsen, Brokern, Investoren und Clearingstellen zusammenführen.
Der Vorstoß in Richtung Rund-um-die-Uhr-Aktienhandel hat an Dynamik gewonnen, da Privatanleger zunehmend die Möglichkeit suchen, auf Nachrichten und Unternehmenszahlen über Nacht zu reagieren — eine Funktion, die in Kryptomärkten, die rund um die Uhr an 7 Tagen pro Woche geöffnet sind, bereits verfügbar ist. Brokerhäuser wie Robinhood und Interactive Brokers haben den Zugang zu erweiterten Handelszeiten für ihre Kunden bereits ausgeweitet, was auf eine wachsende Nachfrage jenseits der traditionellen Handelssitzung von 9:30 a.m. bis 4 p.m. Eastern Time hinweist.
Die SEC teilte die Ankündigung in sozialen Medien:
The SEC will host a roundtable on September 17 to discuss moving towards 24-hour trading in the U.S. equity markets. Agenda, panelists, and registration info will be available soon. See additional info below
— U.S. Securities and Exchange Commission (@SECGov) July 23, 2026
Operative Herausforderungen des erweiterten Handels
Der Übergang zu einem 24-Stunden-Aktienhandel würde eine Koordination erfordern, die weit über eine bloße Verlängerung der Börsenöffnungszeiten hinausgeht. Marktdatensysteme müssten Kurse über längere Zeiträume veröffentlichen, während Clearingstellen Transaktionen außerhalb des traditionellen Handelstags verarbeiten müssten.
Broker müssten eine kontinuierliche Orderüberwachung, Kundenbetreuung und Risikomanagementkontrollen sicherstellen. Jamie Selway, Director of Trading and Markets der SEC, hatte zuvor Kapitalmaßnahmen, Handelsmeldungen und gemeinsame Protokolle als zentrale Herausforderungen benannt.
Eine geringere Beteiligung über Nacht könnte zu dünnerer Liquidität und größeren Geld-Brief-Spannen führen — eine Dynamik, die bereits in bestehenden Vor- und Nachbörsensitzungen zu beobachten ist, in denen geringere Volumina typischerweise zu weniger günstigen Preisen für Anleger führen. Auch technische Ausfälle könnten schwieriger zu bewältigen sein, wenn Wartungsfenster kleiner werden. Unternehmen müssten Handelsunterbrechungen, Fehlerkorrekturen, Dividendenzahlungen und andere Kapitalmaßnahmen über verlängerte Sitzungen hinweg koordinieren.
Die SEC hat weder eine endgültige Regel vorgeschlagen noch einen gemeinsamen Starttermin für den Rund-um-die-Uhr-Handel festgelegt. Die Gesprächsrunde im September soll voraussichtlich das Verständnis der Behörde für die Marktreife und mögliche regulatorische Rahmenbedingungen vertiefen, auch wenn kein Zeitplan für eine formelle Regelsetzung festgelegt wurde.
Nasdaq und Cboe treiben Pläne für erweiterte Handelszeiten voran
Nasdaq erwartet, in der zweiten Jahreshälfte 2026 einen werktäglichen 23-Stunden-Handel einzuführen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigung und der Bereitschaft der Branche. Die vorgeschlagene Nachtsitzung würde von 9 p.m. bis 4 a.m. Eastern Time laufen.
Cboe hat bereits die SEC-Genehmigung für nahezu durchgehenden Handel an seiner EDGX-Börse erhalten. Die Börse plant, den Zeitplan im Dezember 2026 einzuführen, abhängig von der Bereitschaft der Infrastruktur. Der Handel würde von Sonntagabend bis Freitagabend laufen, mit einer täglichen einstündigen Betriebspause.
Auch die London Stock Exchange entwickelt LSE 24 als separaten Handelsplatz. Kundentests sind vor Ende 2026 geplant; börsengehandelte Produkte könnten möglicherweise in der ersten Jahreshälfte 2027 starten.