Erwarteter SEC-Vorschlag könnte den regulatorischen Vorsprung von XRP, HBAR und XLM verwässern
Wichtige Erkenntnisse
- •Die SEC wird auf ihrer für Freitag angesetzten öffentlichen Sitzung voraussichtlich einen Vorschlag für ein „maßgeschneindertes Emissionsregime“ für bestimmte Krypto-Investmentverträge erwägen, was den Kurswechsel der Behörde hin zu kryptospezifischer Regelsetzung unter Vorsitzendem Paul Atkins widerspiegelt.
- •XRPs klare Stellung ergibt sich aus einem Bundesgerichtsurteil von 2023 im Ripple-Verfahren, das feststellte, dass der Token bei programmatischem Verkauf über Börsen kein Wertpapier ist, während HBAR und XLM in den SEC-Klagen von 2023 gegen große Handelsplattformen nie als Wertpapiere genannt wurden.
- •Ein von Fire Hustle zitiertes, am 17. März veröffentlichtes SEC-Dokument kam zu dem Schluss, dass 18 Token keine Wertpapiere sind, wobei der Haupttext 16 nannte und Fußnote 51 Algorand und LBRY Credit ergänzte.
- •Fire Hustle argumentiert, dass ein formeller Weg zur Behandlung als Nicht-Wertpapier Tausende zusätzliche Coins um denselben Kapitalpool konkurrieren ließe, was den derzeitigen Vorteil von XRP, HBAR und XLM aushöhlen könnte.
- •Der Punkt auf der Freitagsagenda wäre nur ein Vorschlag und keine verabschiedete Regelung; ein daraus resultierender Rahmen könnte Ausarbeitungs-, Stellungnahme- und Genehmigungsphasen durchlaufen, die sich weit bis ins nächste Jahr ziehen könnten.

Ein erwarteter Vorschlag der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC könnte einen der stärksten wahrgenommenen Vorteile von XRP, Hederas HBAR und Stellars XLM aushöhlen — ihre vergleichsweise klare regulatorische Stellung in den Vereinigten Staaten — so der Krypto-Kommentarkanal Fire Hustle.
Die zentrale Behauptung des Videos lautet, dass ein formelles Verfahren, über das Krypto-Projekte eine Behandlung als Nicht-Wertpapier beantragen könnten, diesen Status deutlich weniger exklusiv machen würde.
Diese wahrgenommene Klarheit hat konkrete Ursprünge. Ein Urteil eines Bundesgerichts aus dem Jahr 2023 im langjährigen SEC-Verfahren gegen Ripple stellte fest, dass XRP selbst kein Wertpapier ist, wenn es programmatisch über Börsen verkauft wird, während HBAR und XLM zu den Token gehörten, die in den Klagen der Behörde aus dem Jahr 2023 gegen große Handelsplattformen nie als Wertpapiere genannt wurden — Verfahren, in denen dutzende andere Vermögenswerte beanstandet wurden. Diese Vollzugsbilanz und nicht etwa ein formeller Registrierungsweg ist der Vorteil, den das Video untersucht.
Summer, die Moderatorin von Fire Hustle, verweist auf eine für Freitag angesetzte öffentliche Sitzung der SEC, auf der die Behörde voraussichtlich erwägen wird, ein „maßgeschneidertes Emissionsregime“ („tailored offering regime“) für bestimmte Investmentverträge mit Krypto-Assets vorzuschlagen. Ihrer Lesart zufolge könnte der Vorschlag einen rechtlichen Weg für Token-Emittenten schaffen, ihre Vermögenswerte unter speziell für Krypto konzipierten Regeln zu verkaufen, statt über den traditionellen Wertpapierrahmen. Der erwartete Schritt steht im Einklang mit dem breiteren Kurswechsel der Behörde unter Vorsitzendem Paul Atkins hin zu kryptospezifischer Regelsetzung, die den Enforcement-first-Ansatz der Vorjahre ablöst. Bislang wurde, ob ein digitales Asset als Investmentvertrag gilt, weitgehend von Fall zu Fall anhand des Howey-Tests des Supreme Court von 1946 beurteilt.
Die behauptete Liste ist größer, als die meisten Anleger denken
Laut dem YouTube-Video kam ein am 17. März veröffentlichtes SEC-Dokument zu dem Schluss, dass 18 Token selbst keine Wertpapiere sind, wobei der Haupttext Berichten zufolge nur 16 nannte. Nach Angaben der Kommentatorin habe Fußnote 51 Algorand und LBRY Credit ergänzt, womit sich die Gesamtzahl auf 18 belief.
XRP, HBAR und XLM werden als prominente Mitglieder dieser Gruppe dargestellt, neben Token mit sehr unterschiedlichen Marktprofilen, darunter Dogecoin und Shiba Inu. Diese Zusammensetzung wird genutzt, um die Vorstellung infrage zu stellen, dass die Position der SEC hauptsächlich ein Urteil über technische Raffinesse, unternehmerische Adoption oder Bankpartnerschaften war.
Summer sagt, der gemeinsame Nenner der gelisteten Token sei regulierte Futures-Aktivität unter der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission gewesen. Mehrere der genannten Assets haben in den vergangenen Jahren derartige Listungen erhalten, wobei die CME Group 2025 XRP-Futures einführte. Trifft das zu, würde dies darauf hindeuten, dass die Auswahl der SEC enger mit der bestehenden Infrastruktur der traditionellen Märkte verbunden war als mit der zugrunde liegenden Technologie eines Token.
Ein breiterer Weg zur Klarheit könnte den Wettbewerb verstärken
Summers konträrerer Punkt ist, dass ein kryptofreundlicher SEC-Prozess für Token, die bereits von regulatorischer Klarheit profitieren, nicht durchgängig bullish sein dürfte. Wenn mehr Projekte eine ähnliche Behandlung beantragen können, könnte der derzeitige Vorteil, den eine kleine Gruppe von Assets genießt, schwächer werden, da sich das Kapital über ein breiteres Universum rechtlich klarerer Token verteilt.
„Wenn die Barrieren für Tausende anderer Coins fallen, bedeutet das, dass mehr Coins um denselben Kapitalpool konkurrieren werden“, sagt sie.
Die Analyse erwartet, dass die Zahl der freigegebenen Assets von 18 auf Dutzende und potenziell dann weit mehr steigen könnte.
Das Video hebt zudem einen wichtigen Vorbehalt hervor: Der Punkt auf der Freitagsagenda wäre lediglich ein Vorschlag, keine verabschiedete Regelung. Ein daraus resultierender Rahmen könnte Ausarbeitungs-, Stellungnahme- und Genehmigungsphasen durchlaufen, die sich weit bis ins nächste Jahr ziehen könnten. Fire Hustle stellt außerdem klar, dass die Schlussfolgerungen der SEC auf das Datum eines bestimmten Dokuments beschränkt sind und keine dauerhaften Klassifizierungen darstellen.