NachrichtenKryptoSEC stimmt am Freitag über vorgeschlagene Krypto-Angebotsregeln ab

SEC stimmt am Freitag über vorgeschlagene Krypto-Angebotsregeln ab

Autor: Cryptofrontnews·

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Sitzung der SEC am 14. August stellt den ersten formellen Schritt hin zu einem maßgeschneiderten Regulierungsrahmen dar, der speziell für Krypto-Asset-Anlageverträge konzipiert ist.
  • Der vorgeschlagene Rahmen könnte Registrierungsbefreiungen und Safe-Harbor-Regelungen umfassen, die Bedenken aufgreifen, wonach herkömmliche Wertpapier-Registrierungsanforderungen mit Token-Verteilungsmodellen nicht vereinbar sind.
  • Endgültige Regeln würden voraussichtlich erst nach mehreren Monaten verabschiedet, was bedeutet, dass der Rahmen mit oder nach parlamentarischem Handeln zur Gesetzgebung über digitale Vermögenswerte wie den CLARITY Act zusammenfallen könnte.
  • Die Initiative könnte auf einer im März mit der CFTC erzielten Interpretation aufbauen, die fünf Token-Kategorien festlegte und klärte, wann Krypto-Anlageverträge beginnen und enden.
  • Senatsrepublikaner haben für den 15. September eine Cloture-Abstimmung über den CLARITY Act angesetzt, obwohl Meinungsverschiedenheiten über Ethikvorschriften, Stablecoin-Belohnungen und Durchsetzungsbefugnisse ungelöst bleiben.
SEC stimmt am Freitag über vorgeschlagene Krypto-Angebotsregeln ab

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) wird am Freitag, den 14. August, um 10:00 Uhr ET eine öffentliche Sitzung abhalten, um vorgeschlagene Regeln für bestimmte Anlageverträge mit Krypto-Assets zu prüfen. Dieser Schritt könnte einen formellen Regulierungsprozess einleiten, der parallel zu den laufenden Gesetzgebungsverhandlungen im Kongress verläuft, und würde eine Hinwendung zu proaktiver Regelsetzung für eine Branche darstellen, die Fragen des Wertpapierrechts bisher weitgehend durch Durchsetzungsmaßnahmen statt durch veröffentlichte Rahmenwerke bewältigt hat.

SEC öffnet die Tür für einen neuen Rahmen für Krypto-Angebote

Nach Angaben der Journalistin Eleanor Terrett wird die SEC prüfen, ob die vorgeschlagenen Regeln erlassen werden sollen, was den ersten formellen Schritt hin zu einem maßgeschneiderten Angebotsregime für digitale Vermögenswerte darstellt. Die Behörde wird bei der Sitzung am Freitag keine endgültigen Regeln verabschieden.

Nach dem Standardverfahren der SEC würde der Vorschlag in eine Phase der öffentlichen Stellungnahme eintreten, gefolgt von einer wirtschaftlichen Analyse und möglichen Überarbeitungen. Eine separate Abstimmung der Kommission würde später darüber entscheiden, ob die Regeln in Kraft treten. Der vollständige Regelsetzungszyklus erstreckt sich in der Regel über mehrere Monate, was bedeutet, dass ein verabschiedeter Rahmen wahrscheinlich mit oder nach dem parlamentarischen Vorgehen bei der Gesetzgebung über digitale Vermögenswerte zusammenfallen würde.

Crypto In America berichtete, dass der Rahmen Registrierungsbefreiungen und Safe-Harbor-Regelungen für qualifizierende Krypto-Angebote umfassen könnte. Solche Bestimmungen würden ein wiederkehrendes Anliegen von Krypto-Emitenten aufgreifen: dass herkömmliche Wertpapier-Registrierungsanforderungen schlecht zu Token-Verteilungsmodellen passen. Die Initiative scheint mit den umfassenderen Plänen der SEC zur Regulierung von Krypto-Assets verbunden zu sein.

Die Behörde könnte auch auf eine im März mit der CFTC erzielte Interpretation aufbauen, die fünf Token-Kategorien festlegte und klärte, wann Krypto-Anlageverträge beginnen und enden.

Verzögerung des CLARITY Act prägt den regulatorischen Weg

Die Sitzung der SEC folgt auf das Scheitern des Senats, den CLARITY Act vor seiner August-Pause weiterzubringen. Senatsrepublikaner planen, das Gesetz mit einer Cloture-Abstimmung am 15. September zu prüfen, obwohl Meinungsverschiedenheiten über Ethikvorschriften, Stablecoin-Belohnungen und Durchsetzungsbefugnisse fortbestehen. Der Senat sieht sich zudem ungelösten Verhandlungen zum Blockchain Regulatory Certainty Act und zu Rohstoffbestimmungen gegenüber.

SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat zuvor erklärt, dass die Behörde mehrere Marktstrukturfragen unabhängig behandeln könnte, während er einräumte, dass parlamentarische Gesetzgebung eine klarere langfristige Richtung weisen würde. Atkins deutete zudem an, dass die SEC Regelungen für Onchain-Börsen, Broker, Händler, Clearingstellen und Krypto-Tresore erwog. Der zweigleisige Ansatz spiegelt eine Debatte wider, die über verschiedene Regierungen hinweg andauert: ob bestehende Wertpapiergesetze digitale Vermögenswerte durch behördliche Auslegung erfassen können oder ob neue Gesetze erforderlich sind.

Kommissare Hester Peirce und Mark Uyeda haben erörtert, behördliche Maßnahmen zu vermeiden, die dem Kongress zuvorkommen könnten.

Tokenisierung und CFTC-Pläne bleiben getrennt

Die Sitzungsankündigung der SEC erwähnt nicht die geplante Innovationsbefreiung für Tokenisierung. Die Regelsetzungsagenda der Behörde umfasst zudem Vorschläge zur Krypto-Verwahrung, zu Broker-Dealern und Transfer-Agenten.

Separat kündigte die CFTC an, dass ihr Innovationsbeirat (Innovation Advisory Committee) am 20. August seine erste Sitzung abhalten wird. Das Gremium umfasst Vertreter von Coinbase, Ripple, Robinhood, Kraken, Gemini, Polymarket, Kalshi, CME und Nasdaq. Die Mischung aus Spot-Börsen, Derivate-Plattformen und Prognosemarkt-Plattformen spiegelt die Bandbreite der Marktstrukturen wider, die beide Aufsichtsbehörden zu regulieren versuchen.

Faryar Shirzad, Chief Policy Officer von Coinbase, sagte, dass Aufsichtsbehörden ihre bestehenden Befugnisse weiterhin nutzen können. Die SEC hat nicht öffentlich auf Anfragen zur Stellungnahme zu dem Vorschlag reagiert.