NachrichtenAktienSEBI schlägt die Ausgabe von Depository Receipts gegen REIT- und börsennotierte InvIT-Anteile vor

SEBI schlägt die Ausgabe von Depository Receipts gegen REIT- und börsennotierte InvIT-Anteile vor

Autor: CNBC-TV18 Markets·

Wichtige Erkenntnisse

  • SEBI hat vorgeschlagen, die Ausgabe von Depository Receipts gegen Anteile börsennotierter REITs und InvITs zuzulassen, wobei privat platzierte InvITs vom Rahmen ausgeschlossen sind.
  • Depository Receipts sind verhandelbare Instrumente, die von einer Depotbank ausgegeben werden und das wirtschaftliche Eigentum an zugrunde liegenden Wertpapieren repräsentieren, ähnlich wie ADRs und GDRs bei grenzüberschreitenden Investitionen.
  • Der Vorschlag zielt darauf ab, die Liquidität zu erhöhen, die Anlegerbasis zu erweitern und die globale Sichtbarkeit indischer REITs und InvITs zu verbessern, indem internationalen Investoren ein zugänglicherer Anlageweg geboten wird.
  • SEBI hat zur öffentlichen Stellungnahme zum Konsultationspapier eingeladen; die Einreichungsfrist ist der 25. August.
  • Nach Abschluss der Konsultationsfrist muss SEBI den Rahmen finalisieren und verbindlich bekannt geben, bevor Emittenten mit Ausgaben von Depository Receipts fortfahren können.
SEBI schlägt die Ausgabe von Depository Receipts gegen REIT- und börsennotierte InvIT-Anteile vor

SEBI schlägt die Ausgabe von Depository Receipts gegen REIT- und börsennotierte InvIT-Anteile vor

Die Securities and Exchange Board of India (SEBI) hat ein Konsultationspapier veröffentlicht, das die Ausgabe von Depository Receipts (DRs) vorschlägt, die durch Anteile von Real Estate Investment Trusts (REITs) und börsennotierten Infrastructure Investment Trusts (InvITs) gedeckt sind. Nach dem vorgeschlagenen Rahmen wären privat platzierte InvITs von der Berechtigung ausgeschlossen.

Hintergrund und Begründung

SEBI, Indiens Kapitalmarktregulierungsbehörde, hat die für in- und ausländische Investoren bei REITs und InvITs verfügbaren Anlagemöglichkeiten schrittweise erweitert. Indiens REIT- und InvIT-Rahmenwerke, die 2014 eingeführt wurden, brauchten Zeit, um Fuß zu fassen – der erste InvIT wurde 2017 und der erste REIT 2019 notiert – doch der Sektor ist seitdem auf mehrere notierte Trusts angewachsen, die durch Bürokomplexe, Einzelhandelszentren und Infrastrukturanlagen gedeckt sind. SEBI hat außerdem schrittweise die Mindestanlageschwellen gesenkt und die Vorschriften für Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen gelockert, um die Beteiligung von Privatanlegern und institutionellen Investoren zu verbreitern. Der neueste Vorschlag zielt darauf ab, den Zugang weiter zu erweitern, indem die Ausgabe von Depository Receipts gegen zugrunde liegende REIT- und InvIT-Anteile zugelassen wird, was möglicherweise eine stärkere Beteiligung globaler Investoren anzieht, die mit der Struktur der Depository Receipts vertraut sind.

Was sind Depository Receipts?

Depository Receipts sind verhandelbare Finanzinstrumente, die von einer Depotbank ausgegeben werden und an einer ausländischen Börse notierte Wertpapiere repräsentieren. Sie ermöglichen es Anlegern, Anteile an ausländischen Unternehmen zu halten, ohne direkt an der lokalen Börse zu handeln. Bekannte Beispiele sind American Depositary Receipts (ADRs) und Global Depositary Receipts (GDRs), die seit Jahrzehnten genutzt werden, um grenzüberschreitende Investitionen in indische Unternehmen wie Infosys und ICICI Bank zu ermöglichen. Im Rahmen des SEBI-Vorschlags würden DRs das wirtschaftliche Eigentum an REIT- oder InvIT-Anteilen repräsentieren, die von einem inländischen Verwahrer gehalten werden.

Umfang des Vorschlags

Der vorgeschlagene Rahmen umfasst:

  • Anteile börsennotierter REITs
  • Anteile börsennotierter InvITs

Privat platzierte InvITs, die nicht an Wertpapierbörsen gehandelt werden, sind ausdrücklich vom Umfang ausgeschlossen.

Erwartete Vorteile

Der Vorschlag zielt darauf ab, die Liquidität zu erhöhen, die Anlegerbasis zu erweitern und die globale Sichtbarkeit indischer REITs und InvITs zu verbessern. Durch die Ermöglichung von Depository Receipts sucht SEBI diese Instrumente für internationale Investoren zugänglicher zu machen, die bei direkten Investitionen in an indischen Börsen notierte Wertpapiere möglicherweise mit operativen oder regulatorischen Einschränkungen konfrontiert sind. Für globale institutionelle Investoren könnten DRs einen vertrauteren Weg bieten, um von Indiens Gewerbeimmobilien- und Infrastrukturprojekten zu profitieren, ohne die Anforderungen zur Kontoeröffnung und Abwicklung im Inland durchlaufen zu müssen.

Konsultationsverfahren

SEBI hat zur öffentlichen Stellungnahme zu dem Vorschlag eingeladen. Die Frist für die Einreichung von Rückmeldungen ist der 25. August. Interessengruppen, Marktteilnehmer und Mitglieder der Öffentlichkeit können ihre Antworten vor Ablauf der Konsultationsfrist bei der Regulierungsbehörde einreichen. Nach Abschluss der Konsultation müsste SEBI den Rahmen finalisieren und verbindlich bekannt geben, bevor Emittenten mit DR-Ausgaben fortfahren können, was bedeutet, dass ein tatsächlicher Markteintritt von den endgültigen Regeln und dem anschließenden Interesse der Emittenten abhängt.

Quelle: CNBC-TV18