SBI strebt bis September 10 Milliarden Dollar an FCNR(B)-Einlagen an und versichert, dass die Einlagenkampagne die Margen nicht belasten wird
Wichtige Erkenntnisse
- •Die SBI hat bisher rund 6 Milliarden Dollar an FCNR(B)-Einlagen mobilisiert und strebt bis Ende September eine Gesamtsumme von 10 Milliarden Dollar an.
- •Die Bank erklärte, dass sich die FCNR(B)-Zuflüsse nicht nennenswert auf ihre Rentabilität, Finanzierungskosten oder Zinsmargen auswirken werden.
- •Die regulatorische Maßnahme der RBI aus dem Juli 2024 befreite zusätzliche FCNR(B)- und NRE-Einlagen für einen begrenzten Zeitraum von den CRR- und SLR-Anforderungen, um Devisenzuflüsse zu fördern und die Rupie zu stützen.
- •FCNR(B)-Einlagen sind auf Fremdwährung lautende Termineinlagen, die Indern mit Auslandssitz angeboten werden, wobei das Wechselkursrisiko vom Einleger und nicht von der Bank getragen wird.
- •SBI-Vorsitzender C.S. Setty äußerte Vertrauen in ein anhaltend starkes Wachstum und bestätigte, dass die Bank keine unmittelbaren Pläne zur Kapitalbeschaffung hat.

SBI strebt bis September 10 Milliarden Dollar an FCNR(B)-Einlagen an und versichert, dass die Einlagenkampagne die Margen nicht belasten wird
Die State Bank of India (SBI), die größte Bank des öffentlichen Sektors im Land, gab während einer Analystenkonferenz bekannt, dass sie bereits rund 6 Milliarden Dollar durch Foreign Currency Non-Resident Bank (FCNR(B))-Einlagen eingeworben hat und erwartet, bis Ende September eine Gesamtsumme von 10 Milliarden Dollar zu erreichen.
Die Bank gab an, dass die Zuflüsse aus FCNR(B)-Einlagen keine wesentlichen Auswirkungen auf ihre Rentabilität oder Finanzierungskosten haben werden. Damit reagierte sie auf Bedenken von Analysten, dass eine aggressive Einlagenkampagne die Zinsmargen verengen könnte. Der Schub erfolgt vor dem Hintergrund, dass indische Banken unter anhaltendem Druck stehen, ihre Einlagenbasis auszubauen, da das Kreditwachstum im Bankensystem das Einlagenwachstum weiterhin übertrifft und Kreditgeber dazu veranlasst, ihre Bemühungen im Bereich der Einzelhandels- und Großhandelsfinanzierung zu intensivieren.
Die Mobilisierungskampagne der SBI folgt auch einer regulatorischen Maßnahme der Reserve Bank of India (RBI) aus dem Juli 2024, die zusätzliche FCNR(B)- und Non-Resident External (NRE)-Einlagen für einen begrenzten Zeitraum — zunächst bis zum 4. November 2024, später verlängert — von den Anforderungen an die Cash Reserve Ratio (CRR) und die Statutory Liquidity Ratio (SLR) befreite, um Devisenzuflüsse zu fördern und die Rupie zu stützen. Die Befreiung beseitigte eine Kostenhürde, die es für Banken zuvor weniger attraktiv gemacht hatte, solche Einlagen aggressiv zu akquirieren.
FCNR(B)-Einlagen sind Termineinlagen, die von Indern mit Auslandssitz (Non-Resident Indians, NRIs) in zugelassenen Fremdwährungen gehalten und von autorisierten Banken in Indien angeboten werden. Die Einlagen lauten auf Währungen wie den US-Dollar, das britische Pfund, den Euro und den japanischen Yen und haben feste Laufzeiten von ein bis fünf Jahren. Da diese Einlagen in Fremdwährung geführt werden, trägt der Einleger und nicht die Bank das Wechselkursrisiko. Diese Struktur ermöglicht es Banken, sich mit Dollar- und anderen Hartwährungsmitteln zu finanzieren, ohne ihrer Bilanz direkte Währungsexpositionen hinzuzufügen.
Die SBI mit Hauptsitz in Mumbai ist die größte Geschäftsbank Indiens nach Vermögenswerten, Einlagen und Filialen. Als Bank des öffentlichen Sektors gehört sie mehrheitlich der indischen Regierung.
Die Offenlegung erfolgte zusammen mit den jüngsten Quartalsergebnissen der SBI und einer Analystenkonferenz, bei der der Vorsitzende C.S. Setty das Vertrauen in ein anhaltend starkes Wachstum zum Ausdruck brachte. Die SBI erklärte, dass es keine unmittelbaren Pläne zur Kapitalbeschaffung gebe. Da das CRR/SLR-Befreiungsfenster für einen bestimmten Zeitraum verfügbar bleiben wird, wird das Tempo der FCNR(B)-Mobilisierung im gesamten Bankensektor — und ob andere Kreditgeber ähnliche Ziele bekannt geben — eine Kennzahl sein, die Analysten in den kommenden Quartalen voraussichtlich verfolgen werden.
Quelle: CNBC-TV18