NachrichtenKryptoSBI Holdings investiert 270 Millionen US-Dollar in Indonesiens Ajaib, um Vorstoß bei digitalen Vermögenswerten in Südostasien voranzutreiben

SBI Holdings investiert 270 Millionen US-Dollar in Indonesiens Ajaib, um Vorstoß bei digitalen Vermögenswerten in Südostasien voranzutreiben

Autor: CryptoMeter io·

Wichtige Erkenntnisse

  • SBI Holdings hat 270 Millionen US-Dollar in Ajaib investiert und eine 20-prozentige Beteiligung an der indonesischen Plattform erworben.
  • Die Transaktion bewertet Ajaib mit rund 1,35 Milliarden US-Dollar und macht es zu einem nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen von SBI.
  • SBI plant, mit Ajaib zusammenzuarbeiten, um den Vertrieb seines auf Yen lautenden Stablecoins JPYSC in Indonesien und der übrigen Region auszuweiten.
  • Ajaib gibt an, inzwischen mehr als sieben Millionen Nutzer zu bedienen, und bietet traditionelle Anlagen, Kryptowährungen, Stablecoins und Devisenprodukte an.
  • Die jüngste Finanzierung bringt Ajaibs seit der Gründung aufgenommenes Gesamtkapital auf mehr als 500 Millionen US-Dollar.
SBI Holdings investiert 270 Millionen US-Dollar in Indonesiens Ajaib, um Vorstoß bei digitalen Vermögenswerten in Südostasien voranzutreiben

Japans SBI Holdings hat 270 Millionen US-Dollar in Ajaib investiert und dabei eine 20-prozentige Beteiligung an der indonesischen Anlageplattform erworben, während das Unternehmen sein Geschäft mit digitalen Vermögenswerten in ganz Südostasien ausbaut.

Die Transaktion macht Ajaib zu einem nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen von SBI – eine Bezeichnung, die in der japanischen Rechnungslegung angewandt wird, wenn eine Beteiligung von rund 20 Prozent oder mehr mit einem maßgeblichen Einfluss einhergeht – und bewertet das indonesische Fintech-Unternehmen mit rund 1,35 Milliarden US-Dollar. Sie zählt zudem zu den größten jüngsten Finanzierungsrunden für ein indonesisches Technologieunternehmen.

Ajaib hat sich von einem Online-Broker zu einer breiteren Finanzplattform entwickelt, die traditionelle Anlagen neben Kryptowährungen, Stablecoins und Devisenprodukten anbietet. Das Unternehmen gibt an, inzwischen mehr als sieben Millionen Nutzer zu bedienen. Es ist in Indonesien tätig, der größten Volkswirtschaft Südostasiens, wo eine junge, smartphoneorientierte Bevölkerung die schnelle Verbreitung digitaler Finanzdienste vorangetrieben hat und das Land Millionen registrierte Anleger digitaler Vermögenswerte zählt.

Ausbau der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte

Die Partnerschaft verschafft SBI eine bedeutende lokale Plattform für den Ausbau von Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in Indonesien und auf dem übrigen südostasiatischen Markt.

SBI plant, mit Ajaib zusammenzuarbeiten, um den Vertrieb von JPYSC, seinem auf Yen lautenden Stablecoin, auszuweiten. Der Stablecoin wurde über SBIs Geschäftsbereiche für Finanzinfrastruktur entwickelt und soll einen digitalen Zugang auf Yen lautendem Wert bieten. Japan hat unter seinem Zahlungsdienstegesetz (Payment Services Act), das 2023 in Kraft trat, einen eigenständigen regulatorischen Rahmen für Stablecoins geschaffen, der lizenzierten Banken, Treuhandgesellschaften und Geldtransferunternehmen die Ausgabe solcher Token erlaubt – eine rechtliche Grundlage, die SBIs Bemühungen stützt, auf Yen basierende digitale Vermögenswerte über Japan hinaus auszuweiten.

Ajaib bietet zudem Stablecoin-bezogene Dienstleistungen für Unternehmens- und institutionelle Kunden an, was SBI zusätzliche Kanäle für die Einführung auf Yen basierender digitaler Vermögenswerte bei Unternehmen und Anlegern in der Region verschaffen könnte.

Der Deal entspricht SBIs breiter angelegter Strategie, ein Netzwerk für digitale Vermögenswerte im gesamten asiatisch-pazifischen Raum aufzubauen. Die japanische Finanzgruppe hat ihre Präsenz bereits über Kryptobörsen, Vermögensverwaltungsaktivitäten und weitere digitale Finanzgeschäfte ausgebaut.

Kapital für Ajaibs regionales Wachstum

Für Ajaib bringt die Investition erhebliches frisches Kapital und zugleich SBIs Expertise in Finanzinfrastruktur und digitalen Vermögenswerten in die Partnerschaft ein.

Die indonesische Plattform hat internationale Investoren angezogen – zu ihren früheren Geldgebern zählt SoftBanks Vision Fund 2 – und sich über ihren ursprünglichen Schwerpunkt auf den Aktienhandel für Privatanleger hinaus erweitert. Ihre Produktpalette umfasst inzwischen in- und ausländische Aktien, Anleihen, Investmentfonds, börsengehandelte Fonds und digitale Vermögenswerte.

Mit der jüngsten Finanzierung übersteigt Ajaibs seit der Gründung aufgenommenes Gesamtkapital nun 500 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen bedient seit 2019 indonesische Anleger und hat sich stark auf jüngere Privatkunden konzentriert. Zu den früh zu beobachtenden Indikatoren der Partnerschaft zählen, wie schnell der JPYSC-Vertrieb in Ajaibs Dienstleistungen für Unternehmens- und institutionelle Kunden integriert wird und ob andere japanische und internationale Finanzgruppen ähnliche Kooperationen eingehen, während die Regulierung digitaler Vermögenswerte in Südostasien reift – Indonesien hat die Aufsicht über digitale Vermögenswerte 2025 an seine Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Services Authority (OJK), übertragen.

Die Partnerschaft spiegelt den zunehmenden Wettbewerb unter Finanzgruppen beim Aufbau einer Infrastruktur für digitale Vermögenswerte in Südostasien wider. Da Stablecoins und tokenisierte Finanzprodukte an Bedeutung gewinnen, könnten lokale Plattformen wie Ajaib zu wichtigen Vertriebskanälen für internationale Finanzinstitute werden.