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Russland schließt neun Krypto-Börsen wegen angeblicher Verbindungen zu Betrug und Geldwäsche

Autor: BitcoinKE·

Wichtige Erkenntnisse

  • Der FSB schloss neun unregistrierte Kryptowährungsbörsen in Moscow City und nahm während koordinierter Razzien mehr als 20 Mitarbeiter fest.
  • Die Börsen sollen Betrugerlöse gewaschen haben, indem sie gestohlene Gelder aus Telefonbetrug in Kryptowährungen umwandelten, bevor diese an mit der Ukraine verknüpfte Konten überwiesen wurden.
  • Das russische Recht sieht strafrechtliche Sanktionen für unregistrierte Krypto-Operationen vor, darunter bis zu sieben Jahre Haft und Geldstrafen von etwa 13.100 Dollar bei groß angelegten Straftaten.
  • Das Innenministerium hat strafrechtliche Ermittlungen wegen Betrugs eingeleitet und arbeitet daran, weitere Opfer für mögliche Entschädigungen zu ermitteln.
  • Die Razzia fällt mit Russlands breiterem Bemühen zusammen, die Kryptowährungsregulierung zu formalisieren, wobei neue umfassende Vorschriften für 2026 geplant sind.
Russland schließt neun Krypto-Börsen wegen angeblicher Verbindungen zu Betrug und Geldwäsche

Der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) hat neun unregistrierte Kryptowährungsbörsen in Moskau wegen angeblicher Geldwäsche im Zusammenhang mit Betrugerlösen geschlossen, wie die Behörde mitteilte.

Mehr als 20 Mitarbeiter wurden während koordinierter Razzien im Internationalen Geschäftszentrum Moskau, allgemein als Moscow City bekannt, festgenommen. Laut dem FSB wandelten die Börsen Gelder, die russischen Opfern von Telefonbetrug gestohlen worden waren, in Kryptowährungen um und überwiesen die Erlöse anschließend an Konten von Betreibern mit Sitz in der Ukraine.

Die Operation wurde gemeinsam mit dem russischen Innenministerium durchgeführt. Die Behörden richteten sich auch gegen Kuriere, die angeblich Bargeld direkt von Opfern einsammelten und es den Börsen zur Umwandlung in digitale Vermögenswerte überbrachten. Telefonbetrug ist ein anhaltendes Problem für die russischen Strafverfolgungsbehörden, wobei Behörden zuvor über erhebliche jährliche Verluste durch derartige Methoden berichteten, die sich gegen ältere und schutzbedürftige Bürger richten.

Das Innenministerium hat ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen groß angelegten Betrugs eingeleitet. Beamte erklärten, dass laufend weitere Opfer ermittelt und mögliche Entschädigungen geprüft würden.

Nach dem russischen Kryptowährungsgesetz können Einzelpersonen und Organisationen, die Krypto-Transaktionen organisieren oder erleichtern, ohne bei der Zentralbank registriert zu sein, mit strafrechtlichen Sanktionen rechnen. Einfache Verstöße werden mit Geldstrafen von bis zu etwa 4.000 Dollar und Haftstrafen von bis zu vier Jahren geahndet.

Für groß angelegte Straftaten oder Fälle mit organisierter Gruppenbildung gelten schärfere Strafen. In solchen Fällen können die Sanktionen bis zu sieben Jahre Haft oder bis zu fünf Jahre Zwangsarbeit sowie Geldstrafen von bis zu rund 13.100 Dollar oder entsprechliche einkommensabhängige Sanktionen umfassen.

Die Vollzugsmaßnahme erfolgt, während Russland den Handel mit Kryptowährungen weiter in einen formalen regulatorischen Rahmen einbindet, wobei neue Vorschriften 2026 in Kraft treten. Russland hat seine Krypto-Aufsicht in den letzten Jahren schrittweise ausgeweitet, einschließlich Bestimmungen, die digitale Vermögenswerte für grenzüberschreitende Transaktionen unter Aufsicht der Zentralbank erlauben.

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